Pressemitteilung von Retzer Industry Eitorf GmbH & Co. KG

Retzer Industry stellt Weichen für den Standort Eitorf - klare Entscheidungen für eine tragfähige Zukunft


16.04.2026 / ID: 440395
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen

Retzer Industry stellt Weichen für den Standort Eitorf - klare Entscheidungen für eine tragfähige ZukunftEitorf, 16. April 2026 - Die Retzer Industry Eitorf GmbH & Co. KG treibt die Neuausrichtung des ehemaligen Schoeller-Geländes mit konkreten Maßnahmen, erheblichen Investitionen und klaren Entscheidungen voran. Im Rahmen eines Termins vor Ort stellt das Unternehmen, hinter dem die Familie Retzer persönlich steht, seine Strategie für die zukünftige Entwicklung des Standorts vor und erläutert Hintergründe zu aktuellen Veränderungen.
"Der Standort in Eitorf hat Substanz, aber er braucht klare Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen. Wenn wir ihn erhalten und ausbauen wollen, müssen wir jetzt handeln", erklärt Prof. Dr. Oleg Retzer gleich zu Beginn.
Im Zentrum steht die grundlegende Neuordnung des Geländes. Nach Angaben des Unternehmens waren bestehende Nutzungsstrukturen über Jahre hinweg wirtschaftlich nicht tragfähig. Teilweise seien Flächen ohne klare vertragliche Grundlage genutzt worden, in einzelnen Fällen zu Konditionen, die nicht kostendeckend waren, weil nur Nebenkosten und keine Kaltmiete entrichtet wurde. Notwendige Anpassungen hätten zur Beendigung von Mietverhältnissen geführt. Ziel sei es nun, für alle Unternehmen am Standort transparente und belastbare Bedingungen zu schaffen.
Auch bislang unentgeltlich genutzte Außenflächen wurden neu geregelt. "Ein Industriestandort kann nur funktionieren, wenn Regeln für alle gleichermaßen gelten. Das ist keine Frage der Haltung, sondern der wirtschaftlichen Realität", so Retzer.
Ein besonders sensibler Punkt ist die Verkehrs- und Nutzungssituation rund um das Gelände, insbesondere im Bereich des Spinnerwegs. Mit der zunehmenden gewerblichen Nutzung habe sich der Lkw-Verkehr deutlich erhöht. Nach Darstellung von Retzer sei es in der Vergangenheit wiederholt zu kritischen Situationen auf dem Spinnerweg gekommen, insbesondere im Zusammenspiel von Lieferverkehr, Radfahrern und Fußgängern.
"Wir haben Situationen erlebt, in denen es zwischen rangierenden Lkw und anderen Verkehrsteilnehmern sehr eng wurde. Solche Risiken können und dürfen wir nicht akzeptieren", erklärt Retzer. Vor diesem Hintergrund wurde das Gelände eingefriedet und der Spinnerweg geschlossen. Verkehrsströme werden neu organisiert und die Nutzung für alle klar und sicherer geregelt. Ziel ist es, logistische Abläufe zu bündeln, Gefahren zu reduzieren und Verantwortung als Eigentümer wahrzunehmen.
Retzer Industry betont, dass diese Maßnahmen Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Standorts sind. "Ein leistungsfähiger Industriestandort braucht sichere und funktionierende Logistikprozesse. Ohne diese Grundlage gibt es keine Perspektive."
Parallel dazu investiert das Unternehmen umfassend in die Revitalisierung bestehender Flächen. Rund 6.400 Quadratmeter Hallenflächen sowie etwa 250 Quadratmeter Büroflächen wurden nach aufwendiger Sanierung wieder nutzbar gemacht und neu vermietet. Weitere rund 8.000 Quadratmeter konnten bereits neu vergeben werden. Ergänzt wird dies durch ein Hochregallager mit etwa 9.500 Palettenstellplätzen, das kurzfristig errichtet und bewirtschaftet wird.
Ein zentrales Zukunftsthema ist die Energieversorgung. Retzer Industry wird Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8 Megawatt sowie umfangreiche Batteriespeicherlösungen mit einer Kapazität von 480 Megawattstunden errichten. Ziel ist eine weitgehend unabhängige, kalkulierbare Energieversorgung für den Standort. "Wir schaffen hier eine Struktur, die unseren Mietern langfristige Planungssicherheit bietet", so Retzer. Perspektivisch ist vorgesehen, den Standort bis Ende 2027 weitgehend CO-frei zu betreiben. Der Bauantrag wurde bereits gestellt.
Das Investitionsvolumen allein für die Energieinfrastruktur liegt nach Unternehmensangaben bei über 250 Millionen Euro. Unterstützt wird das Projekt durch einen internationalen Partner, den Retzer Industry bereits aus anderen Projekten kennt.
Auch infrastrukturell wird der Standort weiterentwickelt. Die Reaktivierung des Gleisanschlusses wird vorbereitet, Gespräche mit der Deutschen Bahn laufen. Ziel ist es, insbesondere produzierende Unternehmen anzusiedeln, die auf stabile logistische Rahmenbedingungen angewiesen sind.
Ergänzend plant Retzer Industry auf den angrenzenden Flächen "Gauhes Wiesen", Wohnraum zu schaffen. Im Zuge der weiteren Abstimmungen wird geprüft, in welchem Umfang neben Wohnungen für Beschäftigte und den lokalen Markt auch Angebote für Intensivpflege, Senioren und demenzkranke Menschen, für die Bedarf besteht, realisiert werden können. Die Umsetzung soll im KfW-40+Standard erfolgen. Ergänzend sind nachhaltige Elemente wie das Schwammstadt-Prinzip sowie vertikale Begrünungen vorgesehen.
Mit Blick auf die öffentliche Diskussion um den Standort betont das Unternehmen die Notwendigkeit klarer Entscheidungen: "Wir nehmen die Fragen und Erwartungen aus Eitorf ernst. Gleichzeitig müssen wir Verantwortung übernehmen und handlungsfähig bleiben. Wenn wir notwendige Maßnahmen nicht umsetzen, verspielen wir die Zukunft dieses Standorts." Last but not least nahm Retzer die Verwaltung in die Pflicht, die er zur aktiven Unterstützung aufrief.
Retzer Industry kündigt an, den weiteren Prozess transparent zu gestalten und den Austausch mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit fortzuführen.

(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

Firmenkontakt:

Retzer Industry Eitorf GmbH & Co. KG
Kurmarkstraße 27
14624 Dallgow-Döberitz
Deutschland
0173 6239085

https://www.retzer.de/

Pressekontakt:

SCL - Strategy Communication Lötters
Bonn
Zur Marterkapelle ㌰
0171 48 11 803

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