Baustart für Rettungswache in Brieselang: Öffentlich-private Partnerschaft stärkt kommunale Infrastruktur
18.08.2026 / ID: 444922
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Berlin, 18. August 2026. Ein großes Schild auf dem Grundstück Karl-Marx-Straße 3 in Brieselang signalisiert den Baustart der neuen Rettungswache. Nach der Fertigstellung sichern hier zwei Rettungswagen rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche die Notfallversorgung. Das Projekt entsteht in einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Bauherr ist RegWert, regionaler Projektentwickler, der die Rettungswache für den Landkreis Havelland als langfristigen Mieter entwickelt. Vollack, Spezialist für zukunftsweisende Gebäudelösungen, übernimmt Generalplanung und Realisierung. Bis Mai 2027 entstehen eine Fahrzeughalle und ein Sozialtrakt mit einer Bruttogeschossfläche von 700 Quadratmetern. Nach ihrer Fertigstellung sind in der neuen Wache zwei Rettungswagen 24 Stunden täglich und an 365 Tagen im Jahr einsatzfähig. Das Rettungspersonal koordiniert zudem Krankentransport- und Notarztwagen sowie Notarzteinsatzfahrzeuge, die hier zeitweise stationiert sind. Für das Team stehen sechs Bereitschaftsräume und ein Büro in einem zweigeschossigen Sozialtrakt zur Verfügung. Dieser schließt an die Fahrzeughalle an. Zusätzlich ist geplant, den Standort als Lehrrettungswache zu nutzen. Künftig sollen hier Rettungsassistenten und Notfallsanitäter für die Notfallrettung ausgebildet werden.
Öffentlich-privates Modell verbindet Kompetenzen
Die Initiative für das Projekt ging vom Landkreis Havelland aus. Über ein Interessenbekundungsverfahren machte dieser den Bedarf für eine neue Rettungswache in Brieselang bekannt. RegWert und Vollack nutzten die Chance, um gemeinsam ein öffentlich-privates Projekt zu entwickeln und umzusetzen. Beide Partner traten von Anfang an als Projektteam auf und konnten den Landkreis überzeugen. Daraus ist schließlich das Modell entstanden: Der Landkreis nimmt seine Verantwortung für die Daseinsvorsorge wahr und nutzt die Rettungswache langfristig. RegWert als privater Bauherr und Investor übernimmt gemeinsam mit Vollack die Entwicklung und Realisierung – in Zeiten klammer öffentlicher Kassen ein zeitgemäßer Ansatz für die Entwicklung kommunaler Infrastruktur. Aktuell ist der Rettungsdienst provisorisch im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Brieselang untergebracht, nachdem der bisherige Standort wegen dringenden Sanierungsbedarfs geschlossen werden musste.
Das Modell ermöglicht es jeder Partei, sich auf ihre Stärken und damit auf ihren konkreten Mehrwert für das Projekt zu konzentrieren. Kevin Marcuse, Geschäftsführer von RegWert, sagt: „Der besondere Vorteil der öffentlich-privaten Partnerschaft liegt darin, dass unterschiedliche Kompetenzen gebündelt werden: Nicht jeder muss alles machen, sondern bringt das ein, was er am besten kann.“ Der Landkreis als zukünftiger Mieter und Nutzer kennt die Anforderungen an eine moderne Rettungswache und konzentriert sich auf das Nutzungskonzept und den späteren Betrieb. RegWert als Bauherr und Investor schafft die Projektgrundlagen, organisiert den Standort sowie die Finanzierung und übernimmt die Projektsteuerung. Vollack bringt seine Kompetenz in Planung und Realisierung ein und setzt die Anforderungen des Nutzers und des Bauherrn baulich um.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Carsten Oschietzky, Partner bei Vollack Berlin/Brandenburg, lobt die gute Zusammenarbeit der drei Parteien: „Zwischen allen Beteiligten hat sich ein vertrauensvolles und lösungsorientiertes Miteinander entwickelt. Gerade bei einem anspruchsvollen Projekt mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten ist Vertrauen eine Voraussetzung für den Erfolg."
Regenerative Energien in Dauereinsatz
Vollack hat den Sozialtrakt der neuen Rettungswache in Holzrahmenbauweise geplant und sich für eine zurückhaltende, wohnliche Architektursprache entschieden – mit Satteldach und Holzfassade. Der Baukörper wendet sich bewusst vom typischen Funktionsbau ab, fügt sich harmonisch in die gewachsene städtebauliche Struktur der Gemeinde ein und übersetzt diese in eine moderne Formensprache. Eine Luftwärmepumpe, eine Photovoltaikanlage sowie eine Netzersatzanlage versorgen das Gebäude zuverlässig mit Energie und gewährleisten die dauerhafte Einsatzfähigkeit der Rettungswache.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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