GlobalBlock: Schutz für Marken in mehr als 800 Domainendungen
31.08.2026 / ID: 445340
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Eine Marke kann über Jahrzehnte aufgebaut werden. Sie kann für Vertrauen stehen, für Qualität, für ein Unternehmen, das Millionen Menschen kennen. Und manchmal genügen wenige Minuten, um genau dieses Vertrauen auszunutzen: Jemand registriert eine Domain, die aussieht wie die Adresse des Unternehmens, baut eine täuschend echte Webseite darauf und verschickt E-Mails an Kunden oder Mitarbeiter.Was früher vergleichsweise überschaubar war, ist zu einem weltweiten Katz-und-Maus-Spiel geworden.
Lange Zeit mussten Unternehmen ihre Marken vor allem unter den klassischen Domainendungen wie .com, .net oder .org im Blick behalten. Heute existieren weit über tausend Top-Level-Domains . Und mit jeder neuen Domainendung entstehen nicht nur neue Möglichkeiten für Unternehmen und Internetnutzer, sondern auch neue Spielfelder für Cyberkriminelle.
Sie nutzen bekannte Namen für Phishing, Identitätsdiebstahl, CEO-Fraud oder täuschend echte Kopien von Unternehmenswebseiten. Dabei genügt es oft, wenn eine Internetadresse auf den ersten Blick glaubwürdig erscheint. Der Empfänger einer E-Mail prüft selten Buchstabe für Buchstabe, ob die Domain tatsächlich dem Unternehmen gehört, dessen Namen sie trägt.
Für Markeninhaber entsteht daraus ein beinahe unlösbares Problem. Natürlich könnten sie versuchen, möglichst viele Domains selbst zu registrieren. Doch wo sollte man beginnen – und wo aufhören? Bei Hunderten oder sogar mehr als tausend möglichen Domainendungen wird aus einer scheinbar einfachen Vorsichtsmaßnahme schnell ein gewaltiges Portfolio. Hinzu kommen Schreibvarianten, Tippfehler und ähnlich aussehende Zeichen.
Selbst große internationale Unternehmen können nicht jede denkbare Kombination registrieren.
Genau an dieser Stelle verändert GlobalBlock das Prinzip des defensiven Markenschutzes. Die Idee besteht nicht darin, immer mehr Domains zu registrieren. Stattdessen wird verhindert, dass andere sie überhaupt registrieren können.
Die Blockierung erfolgt auf Registry-Ebene. Entspricht eine gewünschte Domain einer geschützten Marke, kann ein Dritter sie bei den teilnehmenden Domainendungen nicht registrieren. Der Markeninhaber muss also nicht Hunderte einzelne Domains kaufen, verlängern und verwalten. Geschützt wird nicht jede Domain einzeln, sondern die Marke über eine Vielzahl von Domainendungen hinweg.
Aus dem Wettlauf um immer mehr defensive Registrierungen wird damit Prävention.
Doch auch Cyberkriminelle haben ihre Methoden verändert. Sie verwenden längst nicht mehr ausschließlich die exakte Schreibweise einer bekannten Marke. Oft ist gerade die fast richtige Domain besonders gefährlich.
Ein „o“ kann wie eine „0“ aussehen, ein kleines „l“ wie ein großes „I“. Zeichen aus anderen Alphabeten können lateinischen Buchstaben so ähnlich sein, dass der Unterschied auf einem Smartphone oder in einer E-Mail praktisch nicht auffällt. Solche sogenannten Homoglyphen sind für Phishing-Angriffe besonders attraktiv: Der Nutzer glaubt, die vertraute Domain vor sich zu haben, obwohl er tatsächlich eine andere Adresse besucht.
Hier setzt GlobalBlock an. Der erweiterte Schutz beschränkt sich nicht auf die exakte Schreibweise einer Marke, sondern erfasst zusätzlich zahlreiche visuell ähnliche Varianten. Gerade dort, wo der menschliche Blick getäuscht werden kann, entsteht so eine zusätzliche Schutzschicht. Mit Globalblock erstreckt sich der Markenschutz auf tausende Varianten.
Wie dynamisch dieses Schutzsystem inzwischen geworden ist, zeigt seine jüngste Erweiterung. 61 weitere Domainendungen sind hinzugekommen. Damit umfasst GlobalBlock inzwischen 841 Top-Level-Domains.
Hinter dieser Zahl verbirgt sich eine bemerkenswerte Reichweite: Rund 62 Prozent aller weltweit existierenden Domainendungen und 75 Prozent aller generischen Top-Level-Domains werden inzwischen erfasst. Allein im laufenden Jahr kamen 131 weitere Endungen hinzu. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von mehr als 18 Prozent.
Dabei geht es keineswegs nur darum, möglichst viele Domainendungen auf einer Liste zu sammeln. Entscheidend ist, welche Namensräume hinzukommen.
Bereits im Frühjahr wurden mit den De-Domains und Cn-Domains zwei der weltweit bedeutendsten länderspezifischen Domainendungen integriert. Mit der jüngsten Erweiterung kommen nun weitere spezialisierte Namensräume hinzu, darunter Bot-Domains, Deal-Domains, Now-Domains, Aero-Domains und Locker-Domains.
Auch geografisch wird das Netz dichter. Mit Mu-Domains für Mauritius, Mn-Domains für die Mongolei und Tz-Domains für Tansania kommen weitere Länderendungen hinzu. Der Schutz wächst damit zugleich in etablierten Märkten und in Regionen, deren digitale Bedeutung zunimmt.
Für Unternehmen, die GlobalBlock bereits einsetzen, geschieht all dies weitgehend im Hintergrund. Sie müssen nicht bei jeder neu aufgenommenen Domainendung entscheiden, ob eine weitere defensive Registrierung sinnvoll ist. Sobald eine Registry in das System aufgenommen wird, erweitert sich der bestehende Schutz automatisch.
Neue Verträge sind dafür ebenso wenig erforderlich wie zusätzliche Gebühren. Auch die Preise für GlobalBlock, GlobalBlock und die DPML-Bridge-Services bleiben unverändert.
Gerade darin liegt ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Strategie defensiver Domainregistrierungen.
Wer Domains einzeln registriert, muss jede neue Domainendung beobachten, bewerten und gegebenenfalls registrieren. Danach beginnt die eigentliche Arbeit erst: Domains müssen verwaltet und regelmäßig verlängert werden. Kommen neue Endungen auf den Markt, beginnt der Entscheidungsprozess von vorn.
GlobalBlock folgt einem anderen Prinzip: Das Schutzsystem wächst mit dem Domain Name System. Schließt sich eine weitere Registry an, vergrößert sich automatisch auch der Raum, in dem die Marke vor Registrierungen durch Dritte geschützt ist.
Das ist mehr als eine administrative Erleichterung. Denn die eigentlichen Kosten eines Domainmissbrauchs entstehen selten durch die Domain selbst.
Eine missbräuchlich registrierte Domain kostet den Angreifer möglicherweise nur einen kleinen Betrag. Für das betroffene Unternehmen können die Folgen dagegen erheblich sein. Rechtsanwälte müssen eingeschaltet, Beschwerde- oder Recovery-Verfahren eingeleitet und möglicherweise Kunden gewarnt werden. Noch schwerer wiegen Schäden, wenn über die Domain tatsächlich Phishing-Angriffe durchgeführt, Zugangsdaten gestohlen oder Zahlungen umgeleitet werden.
Und schließlich gibt es einen Schaden, der sich kaum in einer Rechnung beziffern lässt: verlorenes Vertrauen.
Wer auf einer vermeintlichen Unternehmensseite betrogen wurde, unterscheidet später nicht immer zwischen dem tatsächlichen Unternehmen und demjenigen, der dessen Namen missbraucht hat. Die Marke wird damit zum unfreiwilligen Werkzeug des Angreifers.
Genau deshalb verschiebt sich moderner Domain-Markenschutz zunehmend von der Reaktion zur Prävention. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur: Wie bekommt ein Unternehmen eine missbräuchlich registrierte Domain zurück? Sondern immer häufiger: Wie lässt sich verhindern, dass sie überhaupt registriert wird?
Mit inzwischen 841 geschützten Domainendungen gibt GlobalBlock darauf eine zunehmend umfassende Antwort. Das System zeigt zugleich, wie sehr sich Markenschutz im Internet verändert hat. Er kann nicht mehr statisch sein, weil auch das Internet nicht statisch ist.
Neue Domainendungen entstehen. Neue Märkte entwickeln sich. Neue Angriffsmethoden kommen hinzu.
Und der Schutz muss mit ihnen wachsen.
Hans-Peter Oswald
https://www.domainregistry.de/globalblock.html
(Bildquelle: TheDigitalArtist)
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