Pressemitteilung von JS Research GmbH

Wochenrückblick KW 39-2026! Aktien trotzen dem Renditeschock!


27.09.2026 / ID: 446442
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


die Botschaft dieser Börsenwoche ist bemerkenswert: Der Anleihemarkt sendet ein immer lauteres Warnsignal, doch große Teile des Aktienmarktes hören noch nicht hin. Während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise über 5,2 % sprang, trieb die Begeisterung für künstliche Intelligenz den Nasdaq 100 auf neue Rekorde.


Diese Widerstandskraft ist beeindruckend, aber riskant. Starke Konjunkturdaten, Ölpreise über 100,- USD je Barrel und wachsende Zinserwartungen können Bewertungen unter Druck setzen. Die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Iran-Konflikt verhinderte bislang jedoch eine breitere Flucht aus Risikoanlagen.


Der Anleihemarkt verschärft die Warnung!


Noch in der Vorwoche hatte die Zinserhöhung der US-Notenbank um 25 Basispunkte die Renditen kurz beruhigt. Nun kehrte der Verkaufsdruck zurück: Die zehnjährige Treasury-Rendite erreichte am Freitag 5,2297 % und damit den höchsten Stand seit 2007. Zum Handelsschluss lag sie bei rund 5,16 %. Der MOVE-Index für die Schwankungsintensität am US-Anleihemarkt sprang in der Woche um etwa 30 %.


Den Auslöser lieferte nicht allein das Öl. Der vorläufige US-Gesamt-PMI stieg im September auf 58,4 Punkte - den höchsten Wert seit Juli 2021. Zudem traf eine Auktion fünfjähriger Staatsanleihen über 70 Mrd. USD auf schwache Nachfrage. Kräftiges Wachstum plus hartnäckiger Preisdruck bedeutet: Weitere Zinserhöhungen werden für die Fed wahrscheinlicher.


KI lässt Aktien den Zinsdruck vergessen!


Normalerweise belasten schnell steigende Renditen hoch bewertete Wachstumsaktien. Diesmal hielt die KI-Fantasie dagegen: Der Nasdaq 100 gewann etwa 2,25 %, der Dow Jones nur 0,38 %. Die ruhige Indexoberfläche verdeckt damit eine ausgeprägte Konzentration auf Technologie- und KI-Gewinner.


Je höher die Renditen steigen, desto attraktiver werden Anleihen gegenüber Aktien und desto stärker werden künftige Gewinne abgezinst. Solange KI-Investitionen und Gewinnerwartungen überzeugen, kann diese Spannung bestehen. Ein enttäuschender Ausblick eines Schwergewichts könnte das Gleichgewicht jedoch rasch verändern.


Öl bleibt der Taktgeber für Inflation und Zinsen!


Am Ölmarkt wechselte die Richtung im Takt der Schlagzeilen. Brent schloss…


Lesen Sie hier gerne weiter.



Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

JS Research GmbH







Quellen: Federal Reserve, Reserve Bank of Australia, BEA, BLS, Reuters/LSEG, MarketScreener, Micron Technology Investor Relations.


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