Pressemitteilung von Wassmer Wealth Management

Langlebigkeitsrisiko: Warum Ruhestandsplanung mit längeren Laufzeiten rechnen muss


26.10.2026 / ID: 447682
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen

Langlebigkeitsrisiko: Warum Ruhestandsplanung mit längeren Laufzeiten rechnen mussViele Ruhestandsplanungen beginnen mit der Frage, welcher Kapitalbetrag zum gewünschten Rentenbeginn vorhanden sein sollte. Für eine belastbare Planung reicht diese Größe allein nicht aus. Entscheidend ist auch, wie lange das Vermögen voraussichtlich zur Finanzierung des Lebensunterhalts eingesetzt werden muss. Genau hier setzt das sogenannte Langlebigkeitsrisiko an. Es beschreibt die Möglichkeit, dass die Entnahmephase länger dauert als ursprünglich angenommen. Schon wenige zusätzliche Jahre können die Rechnung deutlich verändern. Regelmäßige Entnahmen setzen sich fort, während Inflation die Kaufkraft mindert. Gesundheits- oder Pflegekosten können im höheren Alter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig bleibt ein Teil des Vermögens den Schwankungen der Kapitalmärkte ausgesetzt. Eine Planung, die mit einer zu kurzen Laufzeit arbeitet, kann deshalb zu Entnahmen führen, die sich später als zu hoch erweisen.


"Aus finanzanalytischer Sicht ist die Lebensdauer eine Unsicherheitsgröße", sagt Haimo H. Wassmer, Finanz-Analytiker und Inhaber von Wassmer Wealth Management in Nettetal. Für ihn gehört diese Unsicherheit deshalb ausdrücklich in die Berechnung. Statt einen einzigen Endpunkt anzunehmen, werden unterschiedliche Laufzeiten miteinander verglichen. So lässt sich erkennen, wie sich zusätzliche Jahre auf den Kapitalbedarf und die möglichen Entnahmen auswirken. Eine solche Szenariorechnung arbeitet mit konkreten finanziellen Annahmen. Sie berücksichtigt etwa, welche Ausgaben dauerhaft anfallen, wie sich Kaufkraft verändern kann und welche Mittel außerhalb des Wertpapiervermögens zur Verfügung stehen. Bei Unternehmern oder Freiberuflern können dazu Versorgungsansprüche, Verkaufserlöse oder andere laufende Einkünfte gehören. Ihre Verfügbarkeit muss realistisch eingeschätzt werden, weil ein erwarteter Unternehmensverkauf oder eine spätere Ausschüttung nicht mit derselben Sicherheit eingeplant werden kann wie bereits vorhandene liquide Mittel.


Für die Kapitalanlage ergibt sich daraus eine weitere Aufgabe. Kurzfristig benötigte Mittel sollten so organisiert sein, dass laufende Ausgaben nicht von ungünstigen Börsenkursen abhängig werden. Gleichzeitig muss ein Teil des Vermögens über längere Zeit investiert bleiben können, weil ein sehr langer Ruhestand die Kaufkraft des Kapitals erheblich beansprucht. "Jedes zusätzliche Jahr verlängert den Bedarf an Liquidität und erhöht die Wirkung von Inflation", erklärt Wassmer. "Wer dieses Risiko erst im hohen Alter erkennt, hat deutlich weniger Gestaltungsspielraum." Damit gewinnt die Aufteilung des Vermögens nach zeitlicher Verfügbarkeit an Bedeutung. Kapital, das in den nächsten Jahren für den Lebensunterhalt benötigt wird, erfüllt eine andere Aufgabe als Vermögen, das über Jahrzehnte investiert bleiben kann. Diese Unterscheidung schafft zugleich Spielraum für schwächere Marktphasen. Wenn kurzfristige Ausgaben aus ausreichend verfügbaren Mitteln finanziert werden können, muss langfristig angelegtes Kapital nicht allein wegen vorübergehender Kursverluste verkauft werden.


Besondere Aufmerksamkeit verdient die Laufzeit auch deshalb, weil sich ein Ruhestand selten exakt so entwickelt wie geplant. Ausgaben können sich verändern, familiäre Verpflichtungen entstehen oder größere Einmalzahlungen notwendig werden. Deshalb sollte eine Ruhestandsplanung regelmäßig überprüft werden. Entscheidend ist, ob die ursprünglichen Annahmen noch zu den tatsächlichen Lebensumständen passen und ob die vorhandenen Reserven weiterhin ausreichen. Bei vermögenden Privatkunden kommt häufig hinzu, dass sich das Gesamtvermögen aus sehr unterschiedlichen Quellen zusammensetzt. Wertpapierdepots stehen neben Unternehmensbeteiligungen, Versorgungsansprüchen oder anderen Vermögenswerten. Für die Ruhestandsplanung ist deshalb weniger die nominelle Gesamtsumme ausschlaggebend als die Frage, welcher Teil des Vermögens zu welchem Zeitpunkt tatsächlich verfügbar ist.


Gerade hier liegt der Nutzen einer detaillierten Finanzanalyse. Sie übersetzt das vorhandene Vermögen in konkrete Zahlungsströme und prüft, wie sich verschiedene Laufzeiten auf die finanzielle Situation auswirken. Das Langlebigkeitsrisiko wird damit zu einer berechenbaren Planungsgröße. Je früher diese Unsicherheit berücksichtigt wird, desto größer bleiben die Möglichkeiten, Entnahmen, Reserven und Kapitalanlage an die tatsächlichen Bedürfnisse des Ruhestands anzupassen. Wassmer Wealth Management entwickelt für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Ärzte und Freiberufler individuelle Ruhestandsplanungen auf Grundlage detaillierter Vermögensanalysen. Dabei wird nicht versucht, die Lebensdauer vorherzusagen. Entscheidend ist, dass die Finanzplanung auch dann belastbar bleibt, wenn der Ruhestand deutlich länger dauert als zunächst angenommen.
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Wassmer Wealth Management
Herr Haimo H. Wassmer
Wevelinghoven 3
41334 Nettetal
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fon ..: +49 (0) 171 8095 929
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email : Wassmer@wwm.finance

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