Tagesgeld oder Festgeld - Geldanlage in Zeiten niedriger Zinsen
01.11.2012 / ID: 86283
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Die Zinsen für Kapital richten sich, ebenso wie die Kosten für Wirtschaftsgüter, nach Angebot und Nachfrage. Wenn viel Geld auf dem Markt zur Verfügung steht, sinken die Zinsen, wenn das Geld hingegen knapp wird, steigen sie. Über die Geldsumme, die in der Wirtschaft zur Verfügung steht, wacht in Europa die Europäische Zentralbank. Die EZB stellt den Landeszentralbanken Geld zu festgelegten Zinsen zur Verfügung. Dieser Zinssatz wird in regelmäßigen Abständen festgesetzt. Wenn zu viel Geld im Verkehr ist, was die Inflation schüren würde, drosselt die EZB den Geldstrom. Die Geschäftsbanken können sich dann von den Landeszentralbanken Geld aufnehmen und an den Verbraucher oder an z.B. mittelständische Unternehmen weitergeben.
Die Konjunktur ist entscheidend für den Zinssatz
Auch um die Konjunktur in einer Rezession anzukurbeln, wie sie im Moment in Europa herrscht, kann Geld ins System gepumpt werden. Dies ist zurzeit der Fall. Der Anleger bekommt für seine Ersparnisse keine guten Zinsen. Es stellt sich für den Anleger die Frage, worin investiert werden sollte.
Neben der Möglichkeit, Immobilien und Aktien zu erwerben oder in Gold zu investieren, besteht die Option, sein Geld in Form von Festgeld anzulegen oder auf einem Tagesgeldkonto zu parken. Alle Banken bieten als Geldanlage neben Sparplänen und Depots Tages- und Festgeldkonten an. Die Zinsen für Tagesgeld bewegen sich momentan auf einem sehr niedrigen Niveau. Für sein Geld erhält man zwischen 0,5 und 1,25% Zinsen. Der höhere Zins ist allerdings variabel und wird laufend angepasst. Der Zins für eine Einlage auf einem Festgeldkonto hängt von der Anlagesumme und der vereinbarten Festlegezeit ab, die von einigen Monaten bis zu 8 oder 10 Jahre betragen kann. Die Zinsen bewegen sich je nach Bank aber auch mit max. 2,4% auf niedrigem Niveau.
Tagesgeldkonten - ist das Geld im Falle einer Insolvenz sicher?
Der Vorteil beim Tagesgeld ist die Möglichkeit, jederzeit über das angelegte Geld zu verfügen. Wer sein Geld einer Bank anvertraut sollte vorher prüfen, ob die Bank einem Anlagensicherungsfond angeschlossen ist, der gegenüber dem Anleger für eine Summe bis 100.000,- EUR haftet. Ob und bei welchen Banken dies der Fall ist, kann im Tages- bzw. Festgeldkonten-Vergleich auf online-wirtschaft.com (http://online-wirtschaft.com) nachgelesen werden.
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Bastian Send
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