Startseite Impressum / Kontakt Datenschutz (Disclaimer) Haftungsausschluss
Auto & Verkehr Bildung, Karriere & Schulungen Elektro & Elektronik Essen & Trinken Familie, Kinder & Zuhause Freizeit, Buntes & Vermischtes Garten, Bauen & Wohnen Handel & Dienstleistungen Immobilien Internet & Ecommerce IT, NewMedia & Software Kunst & Kultur Logistik & Transport Maschinenbau Medien & Kommunikation Medizin, Gesundheit & Wellness Mode, Trends & Lifestyle PC, Information & Telekommunikation Politik, Recht & Gesellschaft Sport & Events Tourismus & Reisen Umwelt & Energie Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen Vereine & Verbände Werbung, Marketing & Marktforschung Wissenschaft, Forschung & Technik
  Pressemitteilungen heute: 2
  Pressemitteilungen gesamt: 380.691
  Pressemitteilungen gelesen: 66.019.659x
22.09.2022 | Vereine & Verbände | geschrieben von Frau Wega Wetzel M. A. ¹ | Pressemitteilung löschen

"Nicht fälschlich pathologisieren!"

Heute hat der Deutsche Ethikrat eine Stellungnahme "Suizid - Verantwortung, Prävention und Freiverantwortlichkeit" vorgestellt. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. begrüßt zwar die damit verbundene Anregung, Angebote zu einer Suizidprävention über die gesamte Lebensspanne und für alle relevanten Lebensbereiche auszuweiten. Um aber individuellen Lebenslagen wirklich gerecht werden zu können, darf es keineswegs zu einer irreführenden Gleichsetzung der Personen, die sich in einer suizidalen Krise befinden, mit denjenigen, die einen Freitodwunsch entwickelt haben, kommen. Ebenfalls ist hervorzuheben, dass ein Freitodwunsch sich in aller Regel nicht aus einem pathologisch geprägten, aus Verzweiflung erwachsenen Suizidwunsch heraus entwickelt.

DGHS-Präsident RA Robert Roßbruch betont: "Freitodwillige Menschen kommen über einen rational geprägten, oft bilanzierenden und verschiedene Alternativen berücksichtigenden Reflexionsprozess freiverantwortlich zu einer persönlichen Entscheidung, ihr Leben selbstbestimmt beenden zu wollen und suchen hierfür nach Suizidassistenz. Ein solcher Suizidwunsch hat keinen pathologischen Hintergrund und sollte daher auch nicht fälschlich pathologisiert werden. Die Freitodwilligen entscheiden sich nicht für einen Suizid, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen, sondern, weil dies unter den verfügbaren Optionen diejenige ist, die ihrem Verständnis von Selbstbestimmung und Sinnerfüllung am stärksten entspricht."

Die Unterstützung für freitodwillige Menschen dürfe, so Roßbruch, nicht von einem paternalistischen Gestus geprägt sein, der unter dem Deckmantel eines nur scheinbar ergebnisoffenen Beratungsangebots darauf abzielt, ihnen eine Lebensbindung anzutragen, die ihrem eigenen gefestigten Willen widerspricht. Laut Roßbruch ist eine Ausweitung von Angeboten der Suizidprävention für Menschen nötig, die einen Ausweg suchen, aber keinen solchen mehr finden können. Jedoch gleichermaßen vonnöten sei eine Ausweitung von Angeboten für Menschen, die freiverantwortlich und dauerhaft ihren Weg für sich bereits gefunden haben und diesen sicher, geschützt und schmerzfrei in die Tat umsetzen wollen.




Diese Pressemitteilung wurde über Connektar publiziert.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e. V.
Herr Johannes Weinfurter
Kronenstr. 4
10177 Berlin
Deutschland

fon ..: 0 30/2 12 22 33 70
web ..: http://www.dghs.de
email : presse@dghs.de

Pressekontakt
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V.
Frau Wega Wetzel M. A.
Kronenstr. 4
10117 Berlin

fon ..: 0 30/21 22 23 37-22
web ..: http://www.dghs.de
email : presse@dghs.de

Weitere Meldungen in der Kategorie "Vereine & Verbände"

| © devAS.de