Pressemitteilung von Susanne Schlagmann-Titze

Neue Studie: Der Markt für Möbel- und Holzprodukte in Brasilien bis 2020


Werbung, Marketing & Marktforschung

Brasilien - der Wachstumsmarkt bietet große Marktchancen

Immerhin 200 Millionen Brasilianer heizen einen Inlandskonsum an, wie er in anderen Ländern kaum existiert. Das fünfgrößte Land der Welt wird zu einer ernsthaften Alternative zu vielen problematischen Absatzmärkten in Europa.

Alle Informationen zu der Studie finden Sie hier (http://www.titze-online.de/titze_hp/research_marktstudie_brasilien_broschuere_2013.pdf) .

Stütze des Aufschwungs ist der stabile Binnenmarkt. Das Konsumverhalten ist aufgrund eines erheblichen Nachholbedarfs der Bevölkerung besonders deutlich ausgeprägt. Dabei kommt Brasilien die Altersstruktur seiner Bevölkerung zugute. Rund 60% der Brasilianer sind jünger als 40 Jahre und somit in einem besonders konsumfreudigen Alter. Und in Brasilien wird das Geld vor allem für Konsumgüter ausgegeben und dagegen nur wenig gespart.

Möbel, Holzprodukte, Holzwerkstoffe und Holzverarbeitungsmaschinen sind die relevanten Themen, die die aktuelle Studie der Unternehmensberatung Titze GmbH beleuchtet. Im Handel existieren alle Vertriebswege vom Fachhandel, über das Junge Wohnen, den Möbeldiscount, den Direktverkauf bis zum E-Commerce. Brasilien wird weiter stark wachsen und bietet deutschen Unternehmen sehr interessante Perspektiven für die nächsten Jahre.

Struktur der Möbelbranche

Während die exportorientierten Unternehmen seit 2009 bis Mitte 2013 unter der starken brasilianischen Währung Real gelitten haben, sorgte gleichzeitig die Inlandsnachfrage für eine hervorragende Auslastung der Industrie sowie für erhebliche Investitionen in Kapazitätserweiterungen und Optimierungen der Prozesse. Die Möbelindustrie profitierte von diesen Entwicklungen und erreichte von 2009 bis 2012 ein Wachstum von jeweils mindestens 18% und in 2011 sogar 32%. Erst 2012 wurde das Wachstumstempo gestoppt. Die Folge dieses Aufschwungs sind jährlich steigende Investitionen in die Möbelindustrie. Allein 2012 wurden Anschaffungen im Wert vom 1.315 Mio. Reais (das entspricht knapp 421 Mio. Euro) getätigt.

In Brasilien gibt es eine Vielzahl von Möbelproduzenten. Im Jahr 2012 waren insgesamt 17.100 Betriebe verzeichnet, die Möbel herstellen. Diese Zahl ist in den letzten beiden Jahren um weitere 800 Betriebe gestiegen, wobei vor allem das Boomjahr 2010 zuvor zu einer deutlichen Zunahme von Möbelherstellern führte. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern. Im Jahr 2012 waren 298.000 Menschen in der Möbelproduktion beschäftigt. Damit war 2012 ein geringer Rückgang der Mitarbeiter um 3,2% in der Möbelbranche zu verzeichnen.

Der vorherige Anstieg der Zahlen ist auf eine Erweiterung der Produktionskapazitäten zurück zu führen, um den schnell wachsenden brasilianischen Inlandsmarkt zu befriedigen.

Der wichtigste Schwerpunkt der Möbelindustrie in Brasilien liegt bezogen auf den Anteil an der produzierten Menge an Möbeln in Bento Goncalves südlichsten Bundesland Rio Grande do Sul. Das zweite Zentrum findet man in und um Sao Paulo. Aufstrebend ist die Region um Arapongas, während Sao Bento do Sul als die wichtigste Exportregion der Vergangenheit wegen der rückläufigen Exporte an Bedeutung verloren hat.

Die brasilianische Möbelindustrie befindet sich nach einer rasanten Wachstumsphase noch immer in einer positiven Entwicklung. Allerdings erfordert auch dieses Wachstum eine klare Positionierung. Die Unternehmen werden durch den vermehrten Einsatz von modernen Fertigungsanlagen leistungsfähiger. Damit wird trotz des schnell wachsenden Inlandsmarktes auch der Export wieder zunehmend interessant, nicht zuletzt wegen des fallenden Kurses des Real im Vergleich zu Euro und US-Dollar seit Juni 2013.

Hersteller die nur Küchenmöbel produzieren, wie wir das von der europäischen Möbelindustrie kennen, sind in Brasilien kaum anzutreffen. Wir haben detaillierte Analyse der Sortimente der 150 wichtigsten brasilianischen Möbelhersteller durchgeführt. Die Ergebnisse sind interessant, landen doch die in Zentraleuropa dominierenden Produktgruppen Küchenmöbel mit knapp 28% und Polstermöbel mit fast 34% nur im Mittelfeld. In Brasilien dominieren Kastenmöbel, vor allem Schränke für den Bereich Schlafen mit gut 48% und Schränke Wohnen mit 51%. Es folgen Tische und Stühle.

Die Formensprache der Küchen orientiert sich jedoch eindeutig am europäischen Küchendesign. Neben den Küchen entwickeln sich vor allem auch die Elektrogeräte positiv. Die Haushaltsabdeckung erreicht bei Herden fast 99%, bei Kühlschränken 93% und bei Tiefkühlschränken noch immer 15%.

Heute werden noch 72% aller Produkte als Serienmöbel gefertigt, häufig kartonzerlegte, standardisierte Möbel. Inzwischen 28% und somit 5% mehr als noch 2009 entfallen auf die Fertigung höherwertiger, auf spezielle Kundenbestellung angefertigte, Individualmöbel. Alle aktuellen Trends weisen hin zu einem noch höheren Anteil an individuell geplanten Möbeln.

Struktur Holzbranche

Die wichtigsten in der Möbelindustrie eingesetzten Holzwerkstoffe in Brasilien sind:

MDP (Spanplatte)
MDF (Mitteldichte Faserplatte)
HB (Holzfaserplatte)

Eingesetzte Spanplatten werden zu 95% in Brasilien in die Möbelindustrie verarbeitet, MDF-Platten zu 45% und Hartfaserplatten zu 42%. Die Entwicklung der brasilianischen Holzwerkstoffindustrie hat in den letzten Jahren sehr dynamische Züge erhalten. Die Kapazitäten werden von allen wichtigen Produzenten systematisch ausgebaut.

Nicht alle brasilianischen Bundesstaaten tragen gleichgewichtig zum Export von brasilianischem Holz bei. Federführend sind die drei südlichsten Bundesstaaten Parana, Santa Catarina und Rio Grande do Sul, die zusammen mit 67,5% mehr als zwei Drittel der gesamten brasilianischen Holzprodukte abdecken.

Shopping Center

Shopping Center beziehungsweise Einkaufszentren sind in Brasilien außerordentlich beliebt. 2012 existierten 457 großflächige Shopping Center in Brasilien. In den letzten acht Jahren sind 132 neue Shopping Center verwirklicht worden.

Auch die Anzahl der Geschäfte in den Shopping Centern nimmt stetig weiter zu. Waren es in 2004 noch 40.000 Geschäfte, so sind es 2012 schon über 83.500 Shops. Auch das ist ein Beleg für die starke Konsumausrichtung der brasilianischen Bevölkerung.

Das Angebot der Möbel reicht in Brasilien über die ganze Bandbreite, von der Einstiegs- bis zur oberen Preislage, vom einfachen Standardmöbel bis zum hochwertigen Designermöbel. Klassische unabhängige Fachhändler finden sich über ganz Brasilien. Größere Handelsketten wie in Europa üblich, sind eher die Ausnahme. Ikea, der eigentliche Gigant im Jungen Wohnen, ist bisher in Brasilien noch nicht mit Handelsstandorten vertreten. Der Markteinstieg scheint aber nur eine Frage der Zeit zu sein. Stellvertretend für Ikea dominieren mit Tok & Stok und Etna zwei unabhängige Filialisten den brasilianischen Markt für den Bereich Junges Wohnen. Der Möbeldiscount ist in Brasilien einer der umsatzstärksten Vertriebswege. Die meisten Marktteilnehmer verfügen über eine Vielzahl von Verkaufsstellen, so zum Beispiel Casas Bahia.

Zukünftige Entwicklung

Die zukünftige Entwicklung des Marktes in Brasilien hängt von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Diese ist als überwiegend positiv zu bewerten. Die Brasilianer gehören offensichtlich zu den zufriedensten Menschen auf der Erde. Im Consumer Survey der Credit Suisse schneiden die brasilianischen Konsumenten sogar als die optimistischsten ab. In einer Umfrage äußerten 68% der Brasilianer die Erwartung, dass sich ihre persönliche finanzielle Lage in den nächsten sechs Monaten verbessert - international ein Spitzenwert.

Das vorhandene Wachstumspotenzial in Brasilien ist groß, es muss jedoch vollkommen ausgeschöpft werden, damit das Land davon profitieren kann. Es reicht nicht aus, eine hohe Wirtschaftsleistung zu erreichen. Der gewonnene Wohlstand muss auch beim Volk ankommen. Und an dieser Stelle müssen wir die Problematik aus dem Sommer 2013 betrachten, als Massenproteste der Bevölkerung Brasilien von einer anderen Seite gezeigt haben.

Die Proteste richten sich gegen die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, gegen Korruption, insbesondere der Verwaltung, gegen soziale Missstände und gegen die Erhöhung von Preisen im öffentlichen Nahverkehr. Offensichtlich vermischen sich soziale und demokratische Anliegen. Die brasilianische Regierung wird die Probleme lösen müssen, um international nicht an Ansehen einzubüßen.

Der Onlinehandel hat in Brasilien längst eine starke Marktposition erreicht. 94 Millionen Internetnutzer in 2012 sprechen eine deutliche Sprache. Das Angebot ist breit und viele Hersteller beteiligen sich am Onlinegeschäft. Neue Vermarktungsstrategien, wie der Mobile Commerce werden den Wettbewerbsdruck auf den stationären Handel noch weiter erhöhen. Kein Hersteller wird umhin kommen, ein schlüssiges Konzept für die Belieferung der Onlinekanäle zu haben. Die Wachstumsraten im Onlinehandel werden aufgrund der jungen, onlineerfahrenen Kundschaft schneller wachsen als in Europa.

Besonders detailliert geht die Studie auf alle Trendentwicklungen bis 2020 ein. Es werden die Zukunftstrends in Bezug auf Sortiment Endverbraucher, Hersteller- und Handelsstruktur sowie die jeweiligen Produkttrends untersucht.

Die Marktstudie zum Thema "Der Markt für Möbel- und Holzprodukte in Brasilien bis 2020" hat einen Umfang von 397 Seiten mit 162 farbigen Tabellen und Grafiken. Der Preis der Studie beträgt Euro 2.000,-- zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Marktstudie ist zu beziehen bei:

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