Google Shopping: KI-Feeds senken Werbekosten
18.12.2025 / ID: 437065
Werbung, Marketing & Marktforschung
Viele Online-Shops erzielen mit Google Shopping zwar Klicks, sehen in den Bestellungen jedoch zu wenig Wirkung. Häufig liegt die Ursache nicht im Budget, sondern in der Datengrundlage: Bei Shopping-Anzeigen entscheidet der Produktdatenfeed über Sichtbarkeit und Relevanz. Die cloudWEB GmbH aus Winterthur zeigt, wie Online-Händler ihre Produktdaten strukturieren, mit KI anreichern und die Performance einzelner Produkte anhand des ROAS (Return on Advertising Spend) bewerten, um Werbekosten gezielt zu senken .Google Shopping funktioniert anders als klassische Suchkampagnen. Statt Keywords stehen Feed-Inhalte im Vordergrund, etwa Produkttitel, Beschreibung, Kategorie, Preis, Marke und Bild. Diese Logik gewinnt zusätzlich an Bedeutung, weil Performance Max (PMAX) mehrere Google-Kanäle kombiniert und ebenfalls stark feed-basiert arbeitet. Je präziser und vollständiger die Produktinformationen, desto besser kann Google Produkte passenden Suchanfragen zuordnen.
cloudWEB empfiehlt, den Feed als laufend zu pflegendes Element zu verstehen. In der Praxis verbessern klare Titel mit Markennennung, präzisere Produkttypen, ergänzte Attribute (zum Beispiel Farbe oder Grösse) sowie hochwertige Bilder die Ausspielung und steigern die Relevanz. Ergänzend kann KI helfen, fehlende oder schwache Produktbeschreibungen zu vervollständigen, Attribute automatisch zu erkennen und Bildqualität systematisch zu prüfen. So lässt sich die Datenqualität skalierbar erhöhen, insbesondere bei grossen Sortimenten.
Neben der Feed-Qualität ist die Auswertung der Produktleistung zentral. Der ROAS zeigt, wie viel Umsatz ein Produkt im Verhältnis zu den Werbekosten erzielt. Mit einer Produktklassifizierung lassen sich Budgets konsequent auf die stärksten Artikel fokussieren: "Cash Cows" mit hohem ROAS werden priorisiert, Produkte mit mittlerer Performance ("Poor Dogs") werden kontrolliert geführt, während Produkte mit dauerhaft ungünstigem Kosten-Nutzen-Verhältnis pausiert werden. Für belastbare Entscheidungen empfiehlt cloudWEB eine Analyse über mindestens zwölf Monate, um saisonale Effekte zu berücksichtigen.
"Viele Shops verlieren Budget nicht, weil Google Shopping grundsätzlich nicht funktioniert, sondern weil Produkte ohne klare Datengrundlage und ohne laufende Bewertung beworben werden. Wer Feed und ROAS sauber zusammenführt, steuert Kampagnen deutlich verlässlicher", sagt Martina Bernet, Geschäftsführerin der cloudWEB GmbH .
Für die Auswertung nutzt cloudWEB neben den Standard-Ansichten in Google Ads ein eigenes kompaktes Analyse-Tool ("Product Commander"), das Kampagnendaten einfacher klassifiziert und Optimierungsschritte beschleunigt. In einer internen Testphase wurden so laut cloudWEB ROAS-Verbesserungen von durchschnittlich rund 20 Prozent erreicht und Werbekosten je nach Ausgangslage um 20 bis 50 Prozent reduziert; insgesamt seien innerhalb eines Jahres rund CHF 20'000 an Werbekosten eingespart worden.
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