Kalte Flammen am Motor
02.05.2012 / ID: 59132
Wissenschaft, Forschung & Technik
Biokraftstoffe weitgehend ungereinigt in aufgeladenen Motoren einsetzen und die Schadstoffemissionen so weit reduzieren, dass eine kostenintensive und den Wirkungsgrad verschlechternde Abgasnachbehandlung durch Partikelfilter überflüssig wird. Was wie die Quadratur des Kreises klingt, sind durchaus realistische Ziele eines öffentlich geförderten Forschungsprojektes der Oel-Waerme-Institut GmbH (OWI) (http://www.owi-aachen.de/index.php?aktiv=1&ref=Startseite) in Kooperation mit der Universität Hannover und der Aixcellsys GmbH. Diese Vorentwicklung einer neuen Verbrennungstechnologie könnte zum Beispiel in Blockheizkraftwerken zur Wärme- und Stromerzeugung zum Einsatz kommen, die mit flüssigen Brennstoffen wie Biodiesel oder Pflanzenöl betrieben werden. Das technische Konzept sieht vor, dass der Kraftstoff in einem dem Motor vorgelagerten Reaktor zunächst zu einem homogenen Gemisch verdampft wird. Dies soll mit der am OWI entwickelten "Kalte-Flammen-Technologie" (http://www.owi-aachen.de/index.php?aktiv=4&ref=KF) unter hohem Druck von bis zu 5 bar geschehen, so dass auch aufgeladene Motoren mit einer optimierten Befüllung betrieben werden können. Das so entstehende Gasgemisch wird in einen stationären Einzylinder-Forschungsmotor zur Verbrennung eingemischt, wobei unterschiedliche Varianten aus homogener und partieller Vormischung getestet werden. Ziel ist es, durch die autotherme Vorverdampfung das Brennverfahren so zu beeinflussen, dass sowohl die Stickoxid- als auch die Rußemissionen deutlich sinken und im Idealfall ein Partikelfilter zur Abgasnachbehandlung nicht mehr erforderlich ist. Durch den Einsatz von biogenen Kraftstoffen kann eine weitgehend CO2-neutrale Verbrennung realisiert werden.
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Im Projektkonsortium ist OWI für die Entwicklung eines Vorverdampfers und die Vormischung unter Einsatz der Kalte-Flammen-Technologie zuständig. Die Steuerung für das Gesamtsystem von Reaktor und Motor wird von der Firma AixCellSys GmbH entwickelt. Das Institut für Technische Verbrennung (ITV) der Leibniz Universität Hannover ist auf die Brennverfahrensentwicklung von Dieselmotoren spezialisiert. Als Projektpartner führt es die Untersuchungen an Forschungsmotoren durch.
http://www.owi-aachen.de
Oel-Waerme-Institut GmbH (OWI)
Kaiserstrasse 100 52134 Herzogenrath
Pressekontakt
http://www.owi-aachen.de
Oel-Waerme-Institut
Kaiserstrasse 100 52134 Herzogenrath
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Michael Ehring
19.10.2020 | Michael Ehring
Methanol aus Klärgas
Methanol aus Klärgas
14.10.2020 | Michael Ehring
Betriebssicherheit von Wälzlagern
Betriebssicherheit von Wälzlagern
05.10.2020 | Michael Ehring
Entwicklung eines industriellen Mehrstoffbrennersystems
Entwicklung eines industriellen Mehrstoffbrennersystems
29.09.2020 | Michael Ehring
Methanol als Kraftstoff
Methanol als Kraftstoff
28.08.2020 | Michael Ehring
Ist die Langzeitstabilität von Brenn- und Kraftstoffen prognostizierbar?
Ist die Langzeitstabilität von Brenn- und Kraftstoffen prognostizierbar?
Weitere Artikel in dieser Kategorie
04.03.2026 | AKF-Tec GmbH
AKF Tec auf der light+building 2026 in Frankfurt
AKF Tec auf der light+building 2026 in Frankfurt
03.03.2026 | Göhler GmbH & Co. KG, Anlagentechnik
Werkstattplanung für effizienten Betrieb in einer Kfz-Werkstatt
Werkstattplanung für effizienten Betrieb in einer Kfz-Werkstatt
03.03.2026 | Genetec Deutschland GmbH
Genetec setzt mit Cloudlink 2210 neuen Standard für physische Sicherheit in Unternehmen
Genetec setzt mit Cloudlink 2210 neuen Standard für physische Sicherheit in Unternehmen
26.02.2026 | LPI – Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung gGmbH
Staatssekretäre Jungk und Teichert besuchen das LPI
Staatssekretäre Jungk und Teichert besuchen das LPI
25.02.2026 | eyroq s.r.o.
Vom Blitz zur Bewegung - warum jede große Technologie mit Angst begann und mit Freiheit endete
Vom Blitz zur Bewegung - warum jede große Technologie mit Angst begann und mit Freiheit endete

