Pressemitteilung von HUK-COBURG Unternehmenskommunikation

HUK-E-Barometer


28.05.2026 / ID: 441914
Auto & Verkehr

HUK-E-Barometer- Wechsel auf E-Autos waren im 1. Quartal 2026 ein Drittel häufiger als im Vorjahr
- Jüngere Autofahrer unter 40 Jahren stiegen im März sogar um 95 Prozent häufiger auf E-Autos um als im Gesamtjahr 2025
- Auch Eltern minderjähriger Kinder reagieren weit stärker als andere auf die neue E-Auto-Förderung
- Preisgünstigere E-Neuwagen vor allem ausländischer Hersteller sind im Fokus
- Ausdehnung der staatlichen Kaufförderung auf Gebrauchtwagen verhieße große Effekte

Durch eine sprunghafte Zunahme im Monat März sind im ersten Quartal 2026 so viele Deutsche privat von einem Verbrennermotor auf ein Elektroauto gewechselt wie nie zuvor. Dies ergibt das aktuelle HUK-E-Barometer, das exklusiv diese Umstiegshäufigkeit in Deutschland seit 2020 messbar macht. So war ein Umstieg bei 7,5 Prozent aller Fahrzeugwechsel im 1.Quartal der Fall (Vor-Quartal 6,3 %). Gegenüber dem Gesamtjahr 2025 bedeutet das eine Zunahme um mehr als ein Drittel. Noch klarer wird der Sprung beim Blick auf den Monat März. Hier lag die Umstiegsquote um mehr als 60 Prozent höher als die im Gesamtjahr 2025 (8,9 % zu 5,5 %). Bei jungen Autofahrern unter 40 Jahren schnellten die Umstiege sogar auf fast das Doppelte nach oben (4,0 % zu 7,8 %).

Staatliche Förderung zeigt deutliche Effekte

Bei der Ursachensuche für den starken Anstieg liefert die im HUK-Barometer immer enthaltende bundesweite Repräsentativ-Befragung wertvolle Hinweise. So gab bei der Befragung im 1.Quartal 2026 rund jeder fünfte Bundesbürger mit Führerschein an (18 %), dass die neue staatliche Förderung von Elektroautos direkte Auswirkungen auf ihn habe: Elf Prozent wollten dadurch jetzt "erstmals überhaupt über die Anschaffung eines reinen Elektroautos nachdenken". Und sieben Prozent wollten "eine geplante Anschaffung durch die neue Förderung jetzt wahrscheinlich vorziehen". Noch aufschlussreicher ist aber: Preissensiblere Kunden, auf die die neue E-Förderung besonders zielt, reagieren um ein Vielfaches stärker. So stößt etwa bei jüngeren Autofahrern unter 40 Jahren die neue Förderung fast dreimal so häufig auf eine positive Resonanz wie bei älteren Autofahrern (31 % zu 12 %). Und auch Eltern minderjähriger Kinder äußern sich deutlich häufiger positiv (32 % zu 14 % ohne minderjährige Kinder). Im Ergebnis wird in beiden Gruppen jetzt auch dreimal häufiger geplant "ein reines E-Auto wahrscheinlich früher als bisher geplant anzuschaffen" als in ihren Referenzgruppen.

Mit Rekordwerten bei den tatsächlich auch erfolgten Umstiegen auf reine E-Autos im März 2026 kann das HUK-E-Barometer diese Befragungsergebnisse bereits bestätigen. So erhöhten sich die Umstiege der unter 40-jährigen Autofahrer auf E-Autos im Monat März um 95 Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2025. Auch etwa bei allen, die zur Miete wohnen, betrug das Plus 86 Prozent. Und bei 75 Prozent lag der Zuwachs unter denjenigen, die weder über Garage noch Carport zur Autounterbringung verfügen. Zugleich zeigt sich, dass bei Umstiegen von Verbrenner-Autos auf rein elektrische Neuwagen preisgünstigere Autos tendenziell besonders profitieren konnten, insbesondere auch von ausländischen Herstellern.

Dr. Jörg Rheinländer, im Vorstand der HUK-COBURG, zuständig für die Kfz-Versicherung, resümiert: "Die an Einkommenshöhen und Kinderzahl gekoppelte neue staatliche Förderung für Elektroautos zeigt offenkundig Wirkung in den Zielgruppen. Viel spricht daher dafür, dass eine Ausdehnung der Förderung auch auf gebrauchte E-Autos den Trend noch deutlich verstärken könnte, weil niedrigere Anschaffungskosten ein entscheidender Hebel im E-Automarkt sind."

Gebrauchte E-Autos als Gamechanger

Gebrauchte Autos werden in Deutschland traditionell um ein Mehrfaches häufiger angeschafft als Neuwagen. Durch die aber erst kurze Historie von E-Autos und dem erst anwachsenden Angebot an E-Gebrauchtwagen wurde hier erst 2024 ein erstmals etwa gleichgroßes Absatz-Verhältnis erreicht. Offenbar ausgelöst durch die staatliche E-Förderung nur für Neuwagen zeigte sich zuletzt im März 2026 aber im HUK-E-Barometer, dass die Zulassungen von Neuwagen prozentual kräftiger zulegten als bei E-Gebrauchtwagen. Realistisch ist daher die Prognose, dass der Gesamtabsatz an E-Autos, also Neu- plus Gebrauchtwagen, sich beschleunigt auch im Gesamtjahr 2026 fortsetzen wird. So bieten insbesondere schnell verfügbare, gebrauchte E-Autos die Möglichkeit, auf hohe Benzin- und Dieselpreise unmittelbar zu reagieren.

Wichtig für positive Resonanz auf die neue staatliche E-Auto-Förderung scheint zudem eine eigene Fahrerfahrung. So erklären in der Repräsentativumfrage diejenigen Führerschein-Besitzer, die noch nie ein E-Auto selbst gefahren haben (das sind etwa zwei Drittel aller Autofahrer) nur zu 12 Prozent, dass sie aufgrund der neuen E-Förderung ihre eigenen Anschaffungspläne wahrscheinlich ändern wollen bzw. die Förderung Auswirkungen auf sie hat. Unter denen aber, die einen Stromer schon selbst einmal gefahren haben, ohne einen eigenen zu besitzen, liegt die Quote fast doppelt so hoch (22 %). Und bei E-Auto-Besitzern beträgt sie sogar 53 Prozent.

Weiteres Zahlenmaterial zum aktuellen HUK-E-Barometer unter

https://www.huk.de/e-barometer

Das HUK-E-Barometer basiert auf exklusiven Versicherungszahlen der HUK-COBURG und einer Online-Umfrage. Als größter deutscher Autoversicherer mit insgesamt 14,5 Millionen Fahrzeugen und einem Marktanteil von fast einem Viertel an privat zugelassenen Kraftfahrzeugen bietet die HUK-COBURG valide Daten für die Analyse der Verbreitung und Akzeptanz verschiedener Antriebsarten und entsprechender Fahrzeugwechsel.

Die zusätzlich erhobene repräsentative Umfrage wurde bundesweit durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland. Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage im YouGov Panel, an der 4.114 Personen zwischen dem 21.01. und 18.02.2026 teilnahmen. Die Daten wurden mit den Quotenmerkmalen Alter und Geschlecht innerhalb der einzelnen Bundesländer erhoben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung in jedem einzelnen Bundesland ab 16 Jahren nach Alter und Geschlecht sowie für die Bevölkerung in Deutschland gesamt ab 16 Jahren nach Alter, Geschlecht und Region.

Zur Pressemeldung auf huk.de:

https://www.huk.de/presse/nachrichten/aktuelles/huk-e-barometer-q1-2026.html

Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe

Mit deutlich über 13 Mio. Kunden ist die HUK-COBURG der große Versicherer für private Haushalte mit traditionell preisgünstigen Angeboten von der Kfz-Versicherung über Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Rechtsschutzversicherung bis hin zur privaten Kranken-, der Lebens- sowie der privaten Rentenversicherung. Mit Beitragseinnahmen 2025 von rund 11 Mrd. Euro zählt sie zu den zehn größten deutschen Versicherungsgruppen. Traditioneller Schwerpunkt ist die Kfz-Versicherung: Mit 14,5 Mio. versicherten Fahrzeugen ist sie der größte deutsche Autoversicherer. In der Haftpflicht- und Hausratversicherung ist sie ebenfalls führend. Die HUK-COBURG mit Sitz in Coburg beschäftigte Ende 2025 insgesamt rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

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