„Wusstest du, dass nicht das Fahrzeug Stress macht, sondern der schlechte Prozess?“
30.06.2026 / ID: 443283
Auto & Verkehr
Mannheim/Göttingen, im Juni 2026. Mobilitätsverantwortliche aus ganz Deutschland kamen Ende Juni 2026 nach Göttingen zur Expertenkonferenz Fuhrparkmanagement des Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V. (BBM). In der traditionsreichen Universitätsstadt, die für Wissenschaft, Exzellenz und zahlreiche Nobelpreisträger steht, ging es zwei Tage lang um eine sehr praktische Frage: Wie lassen sich Fuhrparks und betriebliche Mobilität angesichts steigender Kosten, neuer rechtlicher Anforderungen, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und wachsender Komplexität zukunftsfähig steuern?Unter dem Motto „Göttinger Nobelpreiswunder trifft Fuhrpark-Wahnsinn“ bot die Konferenz eine Plattform für fachlichen Austausch, konkrete Praxisbeispiele und aktuelle Impulse für das operative und strategische Fuhrparkmanagement. Im Mittelpunkt stand nicht die Theorie, sondern die direkte Übertragbarkeit in den Unternehmensalltag: Was muss anders organisiert werden? Wo entstehen Kosten, die häufig zu spät erkannt werden? Welche Prozesse lassen sich digitalisieren? Und welche Verantwortung tragen Fuhrpark- und Mobilitätsverantwortliche in Unternehmen über die reine Fahrzeugverwaltung hinaus?
Orientierung, Aha-Momente und Umsetzungswissen
Die Teilnehmenden interessierten sich vor allem für die Themen, die Fuhrparkverantwortlichen derzeit unter den Nägeln brennen: Unter anderem Rechtssicherheit, Kostenkontrolle und die praktische Umsetzung der Elektromobilität.
Beim Thema Rechtssicherheit ging es um Führerscheinkontrolle, Halterpflichten und klare Zuständigkeiten im Unternehmen. Die Impulse von den Experten zeigten, wie schnell fehlende Dokumentation oder unklare Prozesse zu Haftungsrisiken führen können – und wie sich diese mit einfachen, strukturierten Maßnahmen vermeiden lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Kostenkontrolle und steuerlichen Fragen. Diskutiert wurden typische Fallstricke rund um Bruttolistenpreis, 1-Prozent-Regelung sowie die Unterschiede zwischen Auto-Abo und Leasing. Ziel war es, mehr Transparenz in die tatsächlichen Fuhrparkkosten zu bringen und Fehlentscheidungen frühzeitig zu vermeiden.
Und beim Thema Elektromobilität stand die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Es ging um die Frage, wann Ladeinfrastruktur wirtschaftlich ist und welche Lade- und Nutzungsmodelle sich im Alltag bewähren. Deutlich wurde: Viele Konzepte funktionieren nur dann, wenn sie konsequent auf die betrieblichen Abläufe abgestimmt sind.
Themen für das Fuhrparkmanagement von morgen
„Rechtssicherheit schaffen, Daten verstehen, Nachhaltigkeit ermöglichen und zugleich die Mobilität der Mitarbeitenden im Blick behalten – die Referenten haben gezeigt, wie das funktionieren kann“, sagt Dieter Grün, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BBM. „Unser Anspruch als Verband ist es, die Verantwortlichen in den Unternehmen mit dieser Komplexität nicht allein zu lassen. Wir geben Orientierung, vermitteln Wissen und schaffen den Austausch, den es braucht, um gute Entscheidungen treffen zu können.“
„Als Ergebnis der Konferenz wurde auch klarer: Professionelles Fuhrparkmanagement beginnt dort, wo man nicht nur Fahrzeuge organisiert, sondern Risiken, Kosten und Prozesse im Griff hat. Genau diesen Praxisnutzen nehmen die Teilnehmenden mit zurück in ihre Unternehmen“, ergänzt Can Baltaci, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BBM und selbst für das Flottenmanagement seines Arbeitgebers verantwortlich. Gerade dieser Austausch erwies sich erneut als besonderer Mehrwert der Konferenz.
Die Teilnehmenden konnten nicht nur Fachvorträge verfolgen, in Workshops aktiv werden, sondern Erfahrungen aus unterschiedlichen Unternehmensrealitäten miteinander vergleichen. Ob Großflotte, kommunaler Fuhrpark, Energieversorger, Dienstleister oder mittelständisches Unternehmen: Viele Herausforderungen ähneln sich, doch die passenden Lösungen hängen stark von Struktur, Strategie, Ressourcen und Unternehmenskultur ab.
Wer Mobilität professionell organisiert, kann Kosten senken, Prozesse verbessern, Mitarbeitende entlasten und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens leisten. „Die besten Lösungen entstehen oft dort, wo Fachwissen und Erfahrung zusammenkommen“, so Dieter Grün. „Die Expertenkonferenz schafft genau diesen Raum: für Wissen, Diskussion, kritische Fragen und konkrete Impulse, die am nächsten Tag im Unternehmen weiterwirken.“
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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