Ghostwriterin übt scharfe Kritik am Universitätssystem
18.03.2013 / ID: 106912
Bildung, Karriere & Schulungen
Die Ghostwriterin Geraldine Göllner kritisiert zunehmende Defizite in der wissenschaftlichen Ausbildung von Studenten. Anlass der Kritik sind die seit Jahren abnehmenden Kenntnisse über die inhaltlichen Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens. Die Ursache des Problems liege ihres Erachtens in der fehlenden Kommunikation zwischen Professoren und Studenten.
"Es passiert mittlerweile leider regelmäßig, dass wir Anfragen von Studenten erhalten, denen die elementarsten Grundkenntnisse fehlen. Dieses Defizit bezieht sich besonders auf die formellen Richtlinien von wissenschaftlichen Arbeiten. Die Frage, was denn die Abkürzung vgl. heiße, gehört da noch zu den harmlosen Anekdoten. Verheerend sind besonders die Aufklärungsdefizite: Viele Studenten wissen heute nicht mehr, was die Universitäten bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit von ihnen erwarten. Dass in den Universitäten zu wenig kommuniziert wird, zeigt sich bereits daran, dass viele Studenten gar keine Ahnung haben, welche Angebote ihnen von der Universität zur Verfügung gestellt werden. Die Hochschulen geben Unsummen für die VPN-Zugänge zu Datenbanken und Verlagen aus, versäumen aber schockierend oft ihre Studenten über dieses Angebot in Kenntnis zu setzen."
Die Mehrzahl der Studenten wisse bislang weder, was ein VPN-Zugang ist – geschweige denn, dass sie einen haben. Der wissenschaftliche Ausbildungsstand der Studierenden sei seit Jahren auf einem sehr traurigen Niveau und gebe keinerlei Hinweise auf eine absehbare Verbesserung.
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