Pressemitteilung von ERGO Group AG

Digitale Hygiene -Verbraucherinformation der ERGO Group


27.04.2026 / ID: 440785
PC, Information & Telekommunikation

Digitale Hygiene -Verbraucherinformation der ERGO GroupDigitale Hygiene ist wie Zähneputzen: Es geht zwar ohne, tut irgendwann aber weh. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Geräte und Konten deutlich besser schützen und überflüssigen Datenmüll vermeiden. Die ERGO Digital-Expertin Alina Gelde weiß, wie das geht.

Online aufräumen

Die Risiken des digitalen Lebens sind vielfältig und die Konsequenzen können schmerzhaft sein: gehackte Accounts, Identitätsdiebstahl, verlorene Daten durch technische Defekte oder Schadsoftware. Die gute Nachricht: "Mit Sicherheits-Routinen lässt sich das Risiko massiv senken", erklärt Alina Gedde, Digital-Expertin bei ERGO. Die sogenannte "Digitale Hygiene" bedeutet, sich übersichtliche Strukturen zu schaffen, die eigenen Geräte regelmäßig auf den neuesten Sicherheits-Stand zu bringen und Datenmüll zu entsorgen. Das ist genauso wichtig, wie das regelmäßige Aufräumen und Ausmisten zu Hause. Denn es schützt nicht nur die Privatsphäre und hilft uns, den Überblick zu behalten, sondern erspart auch viel Ärger im Schadensfall.

Die erste Verteidigungslinie: sichere Passwörter

Ein starkes Passwort ist das A und O. Aber 57 Prozent der Deutschen verwenden dasselbe Passwort für mehrere Konten. Das ist ein großes Risiko. "Wenn Kriminelle einen Account knacken, haben sie sofort Zugriff auf viele weitere Zugänge", warnt Gedde. Besser ist es, für jeden Account ein eigenes, sicheres Passwort zu erstellen. "Das sollte mindestens 12-16 Zeichen lang sein und aus Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen", so die Expertin. Und auch wenn es mühselig ist: Regelmäßig muss ein neues her. Um die Übersicht zu behalten, empfiehlt es sich, mit einem Passwortmanager zu arbeiten. Noch besser: Wo möglich, die zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren. Eine zusätzliche Bestätigung per SMS, Authenticator-App oder Fingerabdruck macht das Konto fast unknackbar, selbst wenn das Passwort kompromittiert ist.

Der doppelte Boden: Daten regelmäßig sichern

Defekte, Diebstahl, Ransomware oder ein versehentliches Löschen: In jedem Fall ist ein Backup sehr empfehlenswert. Nach der "3-2-1-Regel" sollten drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Speichermedien gespeichert sein und eine Kopie sollte an einem anderen Ort liegen. Das klingt aufwändig, ist aber gut umsetzbar: eine interne und eine externe Festplatte plus eine Cloud-Sicherung. "Im Ernstfall gelingt es auf diese Weise, schnell wieder produktiv zu sein, anstatt tagelang gestresst mit der Rettung der Daten beschäftigt zu sein", so die ERGO Digitalexpertin.

Die innere Ordnung: Cloud, Fotos, E-Mails ausmisten

Wer kennt das nicht? Alte Fotos, doppelte Dateien, Newsletter von vor drei Jahren: alles sammelt sich an und blockiert wertvollen Speicherplatz. Da hilft ein regelmäßiger Aufräumtag. Auf der Agenda steht dann immer: Duplikate löschen, Fotos und Videos archivieren oder löschen, den Cloud-Speicher mit aussagekräftigen Ordnern strukturieren sowie große oder alte E-Mails entfernen. Gleichzeitig die Newsletter und Abos prüfen: Was davon kann weg? Besonders wichtig ist es, alte oder ungenutzte Online-Konten zu löschen. Das bringt nicht nur Ordnung ins System, es reduziert auch die Angriffsfläche. "Je mehr Konten und Online-Präsenz, umso mehr potenzielle Einfallstore für Kriminelle", warnt die Digital-Expertin.

Der Schutzschild: Geräte und Apps aktuell halten

Besonders wichtig sind regelmäßige Updates für Geräte und Apps. Sie schließen Sicherheitslücken, bevor Hacker sie ausnutzen können. Die meisten Anbieter bieten automatische Updates, diese am besten schnellstmöglich laufen lassen, statt sie immer wieder zu verschieben. Gleichzeitig lohnt sich ein regelmäßiger Blick in die App-Berechtigungen. Braucht die Taschenlampen-App wirklich Zugriff auf Kontakte und Kamera? Vermutlich nicht.

Kleine Gewohnheiten, große Wirkung

Der Schlüssel liegt in regelmäßigen Routinen. Dabei hilft es, feste Zeiten für digitale Aufräumaktionen einzuplanen, etwa jeden ersten Sonntag im Monat 30 Minuten für Passwort-Check, Backup-Kontrolle und Cloud-Aufräumen. Dafür ist auch kein großes technisches Wissen notwendig. "Wer sich digitale Hygiene zur Gewohnheit macht, schützt sich vor vielen Risiken und hält das eigene digitale Leben übersichtlich", resümiert Gedde.

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(Bildquelle: ERGO Group/Canva)

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