MacAfee in Mordverdacht: Negative Auswirkungen auf Konzern?
15.11.2012 / ID: 88456
PC, Information & Telekommunikation
Der Gründer von McAfee, John McAfee wird im zentralamerikanischen Belize gesucht. (http://netzsieger.de/blog/elektronik/mordverdacht-anti-virus-software-grunder-mcafee-auf-flucht/) Er wird in einem Mordfall verdächtigt und soll befragt werden. Er hat sich vor den Beamten auf seinem Grundstück versteckt, indem er sich im Sand vergraben hat. Dies hat er gegenüber Wired ausgesagt. McAfee soll bereits schon lange im Visier der Beamten stehen, obwohl er bisher nichts gemacht hat. Da sein Nachname gleichzeitig der Name eines sehr großen Anti-Virus-Herstellers (http://www.netzsieger.de/software/antivirus-programme) ist, könnte dieser Fall noch negative Schlagzeilen für das Unternehmen bedeuten. Netzsieger hat analysiert, ob dieses Ereignis dem McAfee Konzern schaden könnte. In der Vergangenheit sind einige Manager oder Geschäftsführer von Unternehmen wegen Betrugsfällen in die Schlagzeilen geraten. Interessanterweise hat sich der Unternehmenswert in den meisten Fällen sehr schnell wieder erholt. Allerdings gab es immer kurz nach den Veröffentlichungen dieser Meldungen Abstürze der Aktien. Meist aber nur sehr kleine. Ein gutes Beispiel hierfür ist der UBS-Skandal, bei dem ein Ex-Banker wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Auch die Manager von Spielehersteller Phenomedia AG gerieten durch Steuerhinterziehung in die Schlagzeilen. Auch sie mussten ins Gefängnis. Für den Hersteller hatte dieser Fall allerdings keine Nachteile.
Im Fall McAfee gibt es allerdings noch einen Faktor, der noch nicht beachtet wurde: Der Name. Viele Unternehmen haben Namen, die in keinem Bezug zum Gründer stehen. Bei McAfee ist das allerdings anders. Durch Paul McAfees Nachnamen, könnte das Unternehmen in ein falsches Licht geraten. Sollte der Mord bewiesen werden, könnte das für Intel, welchem McAfee gehört, noch negative Auswirkungen haben. Im Vergleich zu BP könnten die Auswirkungen allerdings nicht ganz so groß sein. Ein Wertverlust auf kurze Dauer von 5 - 10% bei einer Verurteilung ist dennoch denkbar. Da der Anti-Virus Hersteller McAfee Security allerdings nicht mehr viel mit Paul McAfee zu tun hat, wird der Konzern sich offiziell noch von diesem Fall distanzieren. Wir gehen davon aus, dass es keine Nachteile für den Konzern haben wird und selbst wenn, werden sich diese noch im Rahmen halten.
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