Vier psychologische Wege der Liebe
09.03.2026 / ID: 438748
Freizeit, Buntes & Vermischtes
Untersuchung der Dating-Plattform Gleichklang identifiziert vier typische BeziehungsdynamikenWarum bleiben manche Partnerschaften über viele Jahre hinweg erfüllend, während andere trotz langer Dauer oder gemeinsamer Verpflichtungen zunehmend unglücklich werden?
Eine neue Analyse der psychologischen Dating-Plattform Gleichklang unter Leitung des Psychologen und Dating-Coaches Dr. Guido F. Gebauer hat vier typische Muster identifiziert, die Beziehungen in unterschiedliche Richtungen führen. Zwei dieser Muster stehen deutlich häufiger mit hohem Beziehungsglück in Verbindung, während zwei andere Konstellationen eher mit anhaltender Unzufriedenheit einhergehen.
Die Ergebnisse zeigen außerdem: Für die Zufriedenheit in Beziehungen ist nicht entscheidend, ob eine Partnerschaft monogam oder nicht-monogam geführt wird. Ausschlaggebend ist vielmehr das zugrunde liegende psychologische Muster, nach dem Menschen ihre Beziehung gestalten.
Datengrundlage: Die "Neun Orientierungen der Liebe"
Die Untersuchung basiert auf Daten von 1.055 Personen im Alter zwischen 19 und 97 Jahren, die einen psychologischen Test zu den sogenannten "Neun Orientierungen der Liebe" ausgefüllt haben.
Diese neun Orientierungen beschreiben unterschiedliche Arten, wie Menschen Liebe verstehen und leben. Sie erfassen, ob Liebe vor allem mit Engagement verbunden wird, als sexuelle Beziehung erlebt wird, mit persönlicher Freiheit verknüpft ist, als Versorgungsgemeinschaft verstanden wird oder stark mit Familiengründung zusammenhängt. Weitere Dimensionen betreffen Rettungsfantasien, Nutzenkalkulation, die Orientierung an Monogamie oder konsensueller Nicht-Monogamie sowie die Erfahrung von Leid und Schmerz in Beziehungen.
Anschließend wurden die Teilnehmenden mithilfe einer Clusteranalyse rein statistisch nach ihren Antwortmustern gruppiert. Dadurch konnten vier typische Beziehungsmuster identifiziert werden.
Vier charakteristische Muster der Beziehungsgestaltung
Das häufigste Muster ist das traditionell engagierte Beziehungsmuster (41,3 %). Hier verbinden sich eine starke Bindungsorientierung, Monogamie und eine ausgeprägte Vorstellung von Beziehung als gemeinsamer Lebens- und Versorgungsgemeinschaft. Gleichzeitig zeigen die Beteiligten ein hohes Maß an aktivem Engagement für die Beziehung.
Das resignative Beziehungsmuster (22,5 %) weist dagegen deutlich erhöhte Werte bei Leid und Schmerz auf, während Engagement, Sexualität, Freiheit, Familienorientierung und Versorgungsgemeinschaft unterdurchschnittlich ausgeprägt sind. Beziehungen in diesem Muster werden häufig fortgeführt, verlieren jedoch ihre aktive Dynamik und positive emotionale Qualität.
Im freiheitsorientierten nicht-monogamen Muster (19,0 %) zeigen sich die höchsten Werte für persönliche Freiheit sowie eine deutliche Orientierung an konsensueller Nicht-Monogamie. Beziehungen werden hier nicht als Rettung oder Verpflichtung erlebt, sondern als selbstbestimmte Verbindung, in der Autonomie eine zentrale Rolle spielt.
Das vierte Muster ist das Verpflichtungs- und Belastungsmuster (17,3 %). Dieses Cluster zeichnet sich durch eine sehr starke Familienorientierung aus und weist gleichzeitig die höchsten Werte für Leid und Schmerz auf. Zusätzlich zeigen sich erhöhte Ausprägungen bei Nutzen-, Rettungs- und Versorgungsorientierung. Freiheit und Engagement sind dagegen unterdurchschnittlich ausgeprägt. Psychologisch handelt es sich um Beziehungen, die vorwiegend aus Verantwortung oder Stabilitätsbedürfnis fortgeführt und häufig als belastend erlebt werden.
Klare Unterschiede beim Beziehungsglück
Die Analyse der Zufriedenheitswerte zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Mustern:
- Personen im Verpflichtungsmuster und im resignativen Muster berichten signifikant geringere Zufriedenheit sowohl mit ihrer Beziehung als auch mit ihrem Sexualleben. Besonders niedrig ist die sexuelle Zufriedenheit im Verpflichtungs-Cluster, sogar noch geringer als im resignativen Muster.
- Demgegenüber zeigen sowohl das freiheitsorientierte Muster als auch das engagiert-traditionelle Muster hohe Werte bei Beziehungs- und sexueller Zufriedenheit. Zwischen diesen beiden Mustern bestehen keine signifikanten Unterschiede.
Die Ergebnisse legen damit nahe, dass sowohl engagierte monogame Beziehungen als auch freiheitsorientierte konsensuell nicht-monogame Beziehungen stabile Wege zu hoher Partnerschafts- und Sexualzufriedenheit darstellen können.
Psychologische Struktur wichtiger als Beziehungsform
Dr. Guido F. Gebauer fasst die Ergebnisse folgendermaßen zusammen:
"Nicht die äußere Beziehungsform entscheidet über Glück oder Unglück, sondern die psychologische Struktur. Engagement und Versorgungsgemeinschaft können ebenso tragfähig sein wie Freiheit und konsensuelle Nicht-Monogamie. Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass hohe Beziehungszufriedenheit sowohl mit der weiterhin dominierenden traditionellen Beziehungsform - also monogamer Bindung in Verbindung mit einer Versorgungsgemeinschaft - als auch mit einer freiheitsorientierten, konsensuell nicht-monogamen Beziehungsgestaltung erreicht werden kann. Dauerhafte Unzufriedenheit entsteht dagegen häufig dort, wo Beziehungen hauptsächlich aus Pflichtgefühl fortgeführt werden oder in resignativen Mustern verharren."
Konsequenzen für bestehende Partnerschaften
Nach Einschätzung von Gebauer lassen sich aus den Befunden auch praktische Konsequenzen für bestehende Beziehungen ableiten:
Paare könnten davon profitieren, ihre Beziehungssituation bewusst zu reflektieren. Wenn sich zeigt, dass eine Partnerschaft überwiegend resignativ geworden ist oder hauptsächlich aus Pflichtgefühl fortgeführt wird, kann dies ein Anlass sein, innezuhalten und gemeinsam über Veränderungen nachzudenken.
Ein möglicher Weg besteht darin, die Beziehung wieder stärker in Richtung einer engagierten monogamen Partnerschaft zu entwickeln. Alternativ kann - sofern es den Bedürfnissen beider Partner entspricht - auch eine freiheitlichere, konsensuell nicht-monogame Struktur entstehen.
Bedeutung gemeinsamer Aktivitäten
Eine wichtige Rolle spielen dabei gemeinsame Ziele und Aktivitäten. Befunde der Beziehungspsychologie zeigen, dass neue und spannende gemeinsame Erfahrungen die emotionale Verbundenheit in Partnerschaften stärken können.
Solche gemeinsamen Aktivitäten können dazu beitragen, aus resignativen oder rein verpflichtungsbasierten Dynamiken auszusteigen und wieder positive gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.
Hinweise für die Partnersuche
Auch für die Partnersuche ergeben sich aus der Analyse wichtige Hinweise. Nach Ansicht von Gebauer ist es hilfreich, frühzeitig Klarheit darüber zu gewinnen, welches Beziehungsmodell den eigenen Bedürfnissen entspricht.
Singles könnten sich daher bewusst fragen, ob sie langfristig eher in einer monogamen Beziehung oder in einer nicht-monogamen Beziehungsform zufrieden leben möchten. Diese Selbstklärung kann als Ausgangspunkt dienen, gezielt nach einer Person zu suchen, deren Vorstellungen mit den eigenen kompatibel sind.
Die vollständige Auswertung der Studie sowie eine ausführliche Darstellung der neun Liebesorientierungen stellt Dr. Guido F. Gebauer im Beziehungsblog der Plattform Gleichklang vor.
(Bildquelle: seogi https://stock.adobe.com/ )
Firmenkontakt:
Gleichklang limited
Oesterleystr. 1 38
30171 Hannover
Deutschland
0511 51516664
https://www.gleichklang.de/
Pressekontakt:
Gleichklang limited
Hannover
Oesterleystr. 1
0152 28973672
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Gleichklang limited
15.12.2025 | Gleichklang limited
Warum Dating-Apps Bindung erschweren
Warum Dating-Apps Bindung erschweren
16.10.2025 | Gleichklang limited
Was Veganer:innen wirklich antreibt
Was Veganer:innen wirklich antreibt
18.09.2025 | Gleichklang limited
Veganer:innen priorisieren Klimawandel (65 %) - Zuwanderung nur 7 %
Veganer:innen priorisieren Klimawandel (65 %) - Zuwanderung nur 7 %
04.06.2025 | Gleichklang limited
Warum Partnersuche per App oft scheitert
Warum Partnersuche per App oft scheitert
10.03.2025 | Gleichklang limited
Neue Studie: Vier Single-Typen beeinflussen die Erfolgschancen bei der Partnersuche
Neue Studie: Vier Single-Typen beeinflussen die Erfolgschancen bei der Partnersuche
Weitere Artikel in dieser Kategorie
09.03.2026 | Buuk Publishing GmbH & Co. KG
Ein Abend, der alles verändert
Ein Abend, der alles verändert
06.03.2026 | Candystorm PR GmbH
Ein starkes Signal für das Ehrenamt: Khuloud Asfour ist die "Spandauerin des Jahres 2026"
Ein starkes Signal für das Ehrenamt: Khuloud Asfour ist die "Spandauerin des Jahres 2026"
06.03.2026 | Piumer Fotobox
Piumer Fotobox bringt KI-Face-Swap auf Events
Piumer Fotobox bringt KI-Face-Swap auf Events
06.03.2026 | PEARL GmbH
Sichler Haushaltsgeräte Rundes Fern-Infrarot-Heizpanel
Sichler Haushaltsgeräte Rundes Fern-Infrarot-Heizpanel
05.03.2026 | genuss7.de GmbH
Blindverkostung als Spiel: genuss7 Weinspiel für zu Hause
Blindverkostung als Spiel: genuss7 Weinspiel für zu Hause

