Minol: Heizkosten waren 2011 etwas niedriger als 2010
29.02.2012 / ID: 49863
Garten, Bauen & Wohnen
Leinfelden-Echterdingen, Februar 2012 - Die derzeitigen eisigen Temperaturen erinnern viele an den Winter im vergangenen Jahr: klirrende Kälte, viel Schnee und bibbernde Menschen. Subjektiv mag der Winter 2011 besonders kalt gewesen sein, tatsächlich gehörte das vergangene Jahr laut Deutschem Wetterdienst jedoch zu den fünf wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Vor allem der Frühling und der Dezember waren milde. Das bedeutet Entwarnung für die Heizkostenabrechnung, die viele Haushalte zwischen Februar und Mai dieses Jahres erhalten: Die Wärmekosten für 2011 liegen sogar leicht unter denen des Vorjahres, obwohl die Preise für Öl und Gas gestiegen sind. Das hat der Energiedienstleister Minol errechnet. "Unsere Statistik ist keine Prognose, sondern beruht auf den tatsächlichen Ablesungen und Abrechnungen, die wir für mehr als 1,4 Millionen Haushalte in Deutschland erstellen", sagt Frank Peters, Abrechnungsexperte bei Minol.
Diesen Daten zufolge lag der durchschnittliche Energieverbrauch für Wärme und Warmwasser im Jahr 2011 bei 145 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche. Das sind sechs Prozent weniger als 2010. Der niedrigere Verbrauch kompensiert zum Teil den Preisanstieg bei Öl und Gas. So kommt es, dass die abgerechneten Kosten der Wärme- und Wasserversorgung immerhin drei Prozent niedriger sind als 2010: Die Wärmekosten - für Öl, Gas oder Fernwärme, aber auch für Heiznebenkosten wie Wartung, Heizungsstrom und Immissionsmessung - betrugen 11,76 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. 2010 waren es noch 12,05 Euro. Die Bewohner einer durchschnittlichen 75-Quadratmeter-Wohnung zahlen für das Jahr 2011 rund 882 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr haben sie 22 Euro mehr im Geldbeutel. "Je größer das Gebäude, desto geringer sind in der Regel die Heizkosten. Das liegt daran, dass es weniger Außenfläche im Vergleich zur Wohnfläche gibt", erklärt Frank Peters.
Die Frage nach dem preisgünstigsten Brennstoff ist nicht so leicht zu beantworten: Ob eine Wohnung mit Öl oder Erdgas versorgt wird, macht bei den Wärmekosten keinen großen Unterschied. "Für große Gebäude kann man jedoch sagen, dass sich Fernwärme lohnt. Die Heizkosten sind bis zu 20 Prozent niedriger als bei öl- oder gasversorgten Mehrfamilienhäusern", hat Peters festgestellt. Maßgeblich für die Wärmekosten ist nicht zuletzt das Verhalten der Bewohner. Als Faustregel gilt: Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt den Energieverbrauch um rund sechs Prozent. Auch wer kurz und kräftig durchlüftet, als die Fenster dauerhaft zu kippen, handelt richtig. Allerdings sollte man Räume auch nicht ganz auskühlen lassen, weil das Wiederaufheizen viel Energie kostet. Mehr Informationen zum richtigen Heizen und Lüften enthält die Website http://www.minol.de/heizkosten-sparen
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