Mircea Popa: Job-Paradies Deutschland stellt insbesondere die IT-Wirtschaft vor große Herausforderungen
01.07.2013 / ID: 124829
IT, NewMedia & Software
Eschborn. Schon jetzt ist bekannt, dass die Zahl der Beschäftigten in Deutschland bis 2020 um 1,1 Millionen steigen wird, um weitere 3 Millionen bis 2030. Deutschland ist Jobland Nummer Eins in Europa. Während in anderen Ländern wie Griechenland und Spanien die Arbeitslosenquote auf schwindelerregende 27,5 Prozent steigt, geht Deutschland der Vollbeschäftigung entgegen. Der Magdeburger Wirtschaftsprofessor Karl-Heinz Paqué hat unlängst errechnet, dass allein in den kommenden drei bis vier Jahren rund 500.000 Menschen der Baby-Boomer-Generation in den Ruhestand gehen werden - Fach- und Arbeitskräfte, die fehlen werden. Denn zu Wirtschaftswachstum und steigender Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmern gesellt sich eine extrem niedrige Geburtenrate - es wird also eng mit dem Nachwuchs in deutschen Unternehmen. Eine Herausforderung, die insbesondere das Hochtechnologieland Deutschland zu bewältigen hat. Besonders hart wird es die IT-Branche treffen, weiß der IT-Nearshoring-Spezialist Mircea Popa.
"Schon jetzt ist der Fachkräftemangel bei Software-Entwicklern, Programmierern und IT-Spezialisten gravierend", schildert Popa aus eigener Erfahrung. Der gebürtige Rumäne ist Geschäftsführer der Pentalog Deutschland GmbH, einer Tochter der internationalen Pentalog-Gruppe, die sich auf IT-Outsourcing, IT-Offshoring und vor allem IT-Nearshoring spezialisiert hat. Popas Schwerpunkt ist Rumänien - ein Land, in dem es im Gegensatz zu Deutschland jede Menge IT-Absolventen gibt. "Wir müssen die positiven Seiten und Chancen der Globalisierung nutzen. Der immer verfügbare Arbeitnehmer vor Ort wird womöglich zur Seltenheit", mahnt er. Dank Cloud-Computing, mobiler Endgeräte und einer schier grenzenlosen Kommunikation von überall auf der Welt sei es möglich, neben dem klassischen, nationalen und internationalen Recruiting von Fachkräften, das die Menschen in die Betriebe locken soll, auch die Tätigkeiten und Projekte zu den Menschen zu bringen. "Wir haben dank modernster IT- und Kommunikationstechnik einen Weg hinzugewonnen, das Problem zu lösen", erklärt er.
Für globale Unternehmen wie Pentalog biete das doppelte Chancen: zum einen entwickele man mit rund 800 IT-Experten genau solche Lösungen, die es deutschen Betrieben jeder Größe erlaubten, von diesen Möglichkeiten zu profitieren, zum anderen könne man mit Hilfe der eigenen Spezialisten in Rumänien, Moldawien und Vietnam auch direkt IT-Lösungen im Auftrag umsetzen. "Wir bieten IT-Nearshoring als Projektlösung oder als "Hilfe zur Selbsthilfe"", so der Popa. Internationales IT-Projektmanagement und Nearshoring seien Wege, dem Fachkräftemangel zu entkommen - und den eigenen technologischen Fortschritt zu sichern.
Aber, so der IT-Profi, auch die Politik sei gefordert. Die Grenzen für IT-Experten, Ingenieure und andere Hochqualifizierte müssten weiter offen sein. Die EU, die nationale Politik und die deutsche Wirtschaft müssten noch freizügiger werden und die Bedürfnisse der Wirtschaft erkennen. In einer gemeinsamen, europäischen Anstrengung könnten Lösungen gefunden werden - hüben wie drüben. So könnten osteuropäische und südeuropäische Gesellschaften ebenfalls vom deutschen Jobwunder profitieren. IT-Technologie, Nearshoring, internationales Rekrutieren und eine offene, wirtschaftsfreundliche Politik böten gerade in der Kombination viele Optionen.
Weitere Informationen über die Themen Software-Entwicklung, IT-Outsourcing, IT-Nearshoring, interkulturelles Projektmanagement, die internationale Pentalog Gruppe und den IT-Standort Rumänien gibt es unter http://www.pentalog.biz.
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