eCollaboration überwindet Grenzen
21.08.2013 / ID: 132450
IT, NewMedia & Software
Heidelberg, 21. August 2013. eCollaboration erleichtert den Arbeitsalltag erheblich, denn sie spart vor allem Zeit. Die reale Zusammenarbeit wird sie jedoch nie gänzlich ersetzen. Dies ist das Ergebnis der zweiten Fachveranstaltung des bwcon: Creative Think Net "Future Business" im Mannheimer Musikpark. Nach Vorträgen von hochkarätigen Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten rund 60 Teilnehmer aus Unternehmen und Hochschulen der Metropolregion Rhein-Neckar über die verschiedenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Morgen.
Jochen Günther, Projektleiter der Abteilung Business Performance Management am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, betonte, dass die global vernetzte Wirtschaftswelt von kurzlebigen Trends und ständigem Wandel geprägt ist. Deshalb seien für Unternehmen, besonders Flexibilität, Technikbeherrschung und Lernfähigkeit wichtig. "Wir stellen zunehmend fest: Es gibt eine Verschiebung maßgeblicher Tätigkeitsinhalte hin zur Wissensarbeit", erklärte Günther. Diese Arbeit habe eine ständige Weiterentwicklung des Wissens zur Voraussetzung, schaffe neues Wissen und sei in der Ausführung ziel- und ergebnisoffen sowie stark kommunikationsorientiert im Sinne des "People Business". Damit ein Unternehmen weiter am Markt bestehen könne, so hob Jochen Günther hervor, sei es entscheidend, dieses Wissen mittels Social Software, wie beispielsweise Blogs oder Communities, zu sammeln, zu bewahren und an Mitarbeiter weiterzugeben.
"Auch Arbeitsmittel befinden sich im Wandel: Kommunikationsmittel sind zum erfolgsentscheidenden Mittel geworden - das kommt nicht von ungefähr", erläuterte Jochen Günther und fügte hinzu: "Junge Arbeitnehmer sind mit den Mehrwerten der modernen Kommunikationsmedien aufgewachsen und erwarten deshalb, dass vergleichbare Ausstattungen auch im Arbeitsalltag integriert sind." Die Vielzahl an Kommunikationsmöglichkeiten erhöhe aber gleichzeitig die Komplexität und die Anforderungen an die IT. Und nicht nur das, durch diese Verschiebung entstünden auch neue Anforderungen an Arbeits- und Führungskräfte. Bei Bedarf müssten ebenfalls die Kommunikations- und Organisationsstrukturen angepasst werden.
Spezialisten finden leicht gemacht
Der Geschäftsführer der Donner & Doria Werbeagentur Dirk Breunich erläuterte: "eCollaboration ist ein spannendes Themenfeld. eCollaboration ermöglicht es, räumlich und zeitlich getrennten Mitarbeitern an einem Projekt zusammenzuarbeiten." Diese Art der Vernetzung habe aber noch weitere Vorteile: Spezialisten könnten so fähigkeitsorientiert gefunden und zeitnah eingesetzt werden. "Ob die virtuelle Zusammenarbeit die reale auf Dauer ersetzen wird, bleibt weiter fraglich", fügte Breunich hinzu.
Reale Zusammenarbeit ist ebenso wichtig
Bei der Podiumsdiskussion drehten sich viele Fragen um die verschiedenen eCollaboration-Tools und ihre Einsatzmöglichkeiten. Ein weiteres Diskussionsthema war der Kontakt zu anderen Mitarbeitern, der bei der virtuellen Zusammenarbeit nicht zufällig entstehe. Die Mehrheit war sich einig: Virtuelle Zusammenarbeit ist ein zentrales Thema, doch sich von Angesicht zu Angesicht zu treffen, ist genauso wichtig.
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