Der IT-Gipfel hat die Chance auf konkrete Ergebnisse
24.10.2014 / ID: 178489
IT, NewMedia & Software
VOICE Verband der IT-Anwender e.V. begrüßt die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündigte neue Ausrichtung des IT-Gipfel-Prozesses. Die Fokussierung auf sieben Themenfelder, die stärkere Einbeziehung von IT-Anwenderschaft und größeren Teilen der Zivilgesellschaft sowie die Organisation der Gipfelarbeit auf Plattformen und in Projekte verstärkt den Fokus auf konkrete und relevante Resultate. Das mit VOICE kooperierende SOA Innovation Lab unterstützt diese Einschätzung.
"Der diesjährige 8. IT-Gipfel beweist, dass auch die oberste Ebene der Politik verstanden hat, wie stark die Umwälzungen sein werden, die die digitale Transformation auslöst und noch auslösen wird. Auch die Tatsache, dass die Bundeskanzlerin und insgesamt sechs Bundesminister den IT-Gipfel besuchten, verdeutlicht die hohe Aufmerksamkeit, mit der die Politik das Thema Digitalisierung verfolgt", erklärte Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des VOICE-Präsidiums. VOICE erachtet es als folgerichtig, wenn sich mehrere Ministerien an der großen Aufgabe beteiligen. "Die Digitalisierung durchdringt die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft. Deshalb kann ein Ministerium allein nicht alle Fragen beantworten. Für das Erreichen der Ziele ist es allerdings sehr wichtig, dass die drei involvierten Bundesministerien die Eckpfeiler für die erfolgreiche Digitalisierung gemeinsam setzen und sich nicht gegenseitig Kompetenzen streitig machen", kommentierte Endres.
Die neue Ausrichtung des IT-Gipfels und die Einbeziehung einer breiteren gesellschaftlichen Basis entsprechen der VOICE-Position, die der Verband bereits in einem Brief von Anfang Oktober 2014 an den Bundeswirtschaftsminister verdeutlicht hat. Darin heißt es unter anderem: ..."Gleichzeitig begrüßen wir den jetzt eingeschlagenen Weg, den Gipfel noch stärker als einen Standortgipfel zu positionieren. (...) Als Standort-Veranstaltung adressiert der Gipfel dagegen branchenübergreifend die IT- und Digitalisierungsherausforderungen aller Unternehmen und erlaubt eine umfassende Diskussion und Unterstützung der von der Bundesregierung vorgelegten Digitalen Agenda."
Auch das mit VOICE kooperierende SOA Innovation Lab, in dem Großunternehmen und Behörden aus dem deutschsprachigen Raum gemeinsam an Architekturthemen arbeiten, unterstützt die Neuausrichtung des Gipfels. "Flexible Architekturen und interoperable technische Standards sind eine Grundvoraussetzung für die digitale Transformation unserer Wirtschaft. Das SOA Innovation Lab hilft Unternehmen dabei, sich auf die damit einhergehenden tiefgreifenden Veränderungen vorzubereiten und sich für die künftig immer stärker digital ausgeprägten Wertschöpfungsschritte fit zu machen, die zu verschiedenen und oft anlassbezogenen Ökosystemen zusammengesetzt werden. Wir freuen uns darauf, diese Erfahrungen auch in den Gipfel-Prozess und die zu definierenden Projekte einzubringen", erklärte Dr. Johannes Helbig, Gründer und Vorstandsvorsitzender des SOA Innovation Lab.
Insbesondere begrüßt VOICE die Absicht, die IT-Gipfel-Arbeit in Form von Handlungsfeldern und Projekten zu organisieren. "Wir werden uns die sieben ausgewiesenen Handlungsfelder ganz genau anschauen und mit unseren Mitgliedsunternehmen entscheiden, wo wir als Verband und als einzelne Unternehmen etwas beitragen können", sagte Endres.
Unabhängig von einer tiefergehenden Analyse interessieren sich VOICE und einzelne Mitgliedsunternehmen vor allem für die Handlungsfelder, die direkt die Enterprise-IT betreffen, beziehungsweise in denen es um die unmittelbare Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Unternehmen geht. "Sicher können die VOICE-Mitgliedsunternehmen zu den Handlungsfeldern Digitale Infrastrukturen (1), Digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten (2), Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft (6), sowie Europäische und internationale Dimension der Digitalen Agenda (7) wertvolle Beiträge liefern", sagte Endres. Bezüglich der kommenden Arbeit in Projekten regte der VOICE-Vorsitzende erneut an, IT-Anbieter und IT-Anwenderunternehmen gemeinsam an Projekten arbeiten zu lassen: "Auf diese Weise würde sich der Wissensaufbau in Sachen Digitalisierung enorm beschleunigen und es wäre praktisch automatisch sichergestellt, dass die Resultate auch in der Praxis relevant sind."
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