Kommentar Sicherheitslücke Microsoft
16.05.2019 / ID: 319136
IT, NewMedia & Software
Die Sicherheitslücke, die Microsoft am Dienstag bekannt gegeben hat, ist groß. Cyberkriminelle werden in kürzester Zeit versuchen, dies auszunutzen. Denn sie haben in der Vergangenheit bewiesen, dass ihre Angriffe immer raffinierter werden. Wiederholt sich WannaCry?
Selbst als Security-Experte muss ich eingestehen, es gibt kein Patentrezept, um solche Angriffe zu verhindern. Vor zwei Jahren legte WannaCry das Gesundheit-System in Großbritannien zeitweise lahm. Erst kürzlich haben wir, im Rahmen einer bislang noch nicht veröffentlichten Studie, 600 IT-Sicherheitsexperten in Gesundheitseinrichtungen in Deutschland, Großbritannien, USA und den Benelux-Staaten zu den Veränderungen in ihren Einrichtungen hinsichtlich Cybersecurity seither befragt. Das Ergebnis: Die Investitionen in IT-Sicherheit sind gestiegen, das Gefahrenbewusstsein gewachsen. Dennoch sind die Herausforderungen für eine zeitgemäße Sicherheitsstrategie groß: Immer mehr internetfähige Geräte tummeln sich im Netzwerk, das IT-Fachpersonal ist rar und die Attraktivität von Daten für Kriminelle hoch. Zwar sind IT-Sicherheitsexperten im Gesundheitswesen davon überzeugt, dass sie auf Angriffe gut vorbereitet sind, aber meiner Meinung nach muss Cybersicherheit noch stärker in den Fokus gerückt werden. Insbesondere sollte dabei auch in die Aufklärung jedes einzelnen Mitarbeiters investiert werden.
Unternehmen, die aktuell der Komplexität von möglichen bevorstehenden Angriffen entgegenzuwirken möchten, sollten:
1) Regelmäßig patchen.
2) DNS-Anfragen überwachen. Denn das Erkennen von Kommunikationen mit Killswitch-Domains ist von entscheidender Bedeutung.
3) Eine DNS Response Policy Zone (RPZ) implementieren und so die Kommunikation mit C&C-Servern blockieren.
4) Kuratierte und aktualisierte Bedrohungsinformationen verwenden. Dies schützt vor neuen bösartigen Domänen, IPs und URLs.
5) Sich einen Überblick verschaffen, welche Geräte sich in ihrem Netzwerk befinden.
6) Ihre Netzwerk- und Sicherheitstools in Einklang bringen und automatisieren. Taucht etwas Bösartiges im Netzwerk auf, können Ereignisinformationen und der Kontext automatisch mit der bestehenden Sicherheitsinfrastruktur wie Next-Generation-Endpoint Security, SIEM, Schwachstellenscanner und NAC-Lösungen geteilt werden. Dadurch werden die Sicherheitstools veranlasst, das Gerät entweder auf Schwachstellen zu überprüfen oder den Zugriff auf das Netzwerk zu verhindern.
Frank Ruge, Director Sales Central Europe bei Infoblox
http://www.infoblox.com
Infoblox
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