Hitachi Vantara erweitert Hitachi iQ für unternehmensweite Agentic AI
19.03.2026 / ID: 439241
IT, NewMedia & Software
Hitachi Vantara , die auf Datenspeicherung, Infrastruktur und Hybrid-Cloud-Management spezialisierte Tochtergesellschaft der Hitachi Ltd. (TSE: 6501), hat auf der NVIDIA GTC 2026 in San Jose ein umfassendes Update des Hitachi iQ-Portfolios angekündigt. Die Erweiterungen umfassen neue KI-Blueprints, Multi-Agentenkoordination in Hitachi iQ Studio, zusätzliche NVIDIA-Infrastrukturoptionen sowie eine vertiefte Datenintegration - allesamt darauf ausgerichtet, unternehmensweite KI sicher, verwaltbar und on-premises produktionsreif zu machen.Vom Piloten in die Produktion - wo viele Unternehmen noch scheitern
Die Herausforderung ist bekannt: KI-Projekte starten als Experimente und stecken fest, bevor sie in den echten Betrieb kommen. Als Hauptursache gilt eine unzureichende Datenbasis. Laut einer aktuellen Studie gelten in den USA und Kanada nur 42 % der Unternehmen als "data mature" - doch genau diese erzielen deutlich häufiger messbaren KI-ROI: 84 % gegenüber lediglich 48 % bei Unternehmen mit schwächerem Datenfundament. Hinzu kommen wachsende Anforderungen an KI-Souveränität, Datenschutz und Compliance, Faktoren, die besonders in regulierten Branchen und im europäischen Markt an Bedeutung gewinnen.
Hitachi iQ ist darauf ausgelegt, durch die Kombination aus KI-ready Infrastructure, integrierten Agentenfunktionen und Enterprise-Governance-Kontrollen genau diese Lücke zu schließen und einen verantwortungsvollen KI-Betrieb in der eigenen Infrastruktur zu ermöglichen.
"KI bewegt sich schneller in die Produktion, als viele Unternehmen ihre Datengrundlage bereitstellen können", so Octavian Tanase, Chief Product Officer von Hitachi Vantara. "Mit den neuesten Erweiterungen des Hitachi iQ-Portfolios geben wir Kunden mehr Flexibilität und Kontrolle beim Übergang von agentischer KI vom Piloten in den Produktionsbetrieb."
Neue NVIDIA-Infrastrukturoptionen für moderne KI-Workloads
Hitachi iQ integriert Compute, Netzwerk und Storage in einem validierten Infrastruktur-Stack, der auf der Virtual Storage Platform One (VSP One) aufbaut. Das Portfolio unterstützt ab sofort NVIDIA Blackwell GPUs (luftgekühlt), Blackwell Ultra GPUs (luft- und flüssigkeitsgekühlt) sowie ein kompaktes 2U-System auf Basis der NVIDIA MGX-Architektur mit bis zu vier NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition GPUs . Geplant ist zudem die Unterstützung der neu angekündigten NVIDIA RTX PRO 4500 Blackwell Server Edition .
Die erweiterten Optionen decken das gesamte KI-Workload-Spektrum ab - von Modellentwicklung und Fine-Tuning bis hin zu Inferenz und agentischen Anwendungen - und berücksichtigen dabei unterschiedliche Anforderungen an Kühlung, Energieverbrauch und physischen Platzbedarf im Rechenzentrum.
Hitachi iQ Studio: Strukturierte Blueprints und intelligente Agentenorchestrierung
Hitachi iQ Studio, die Software-Komponente des Portfolios, ist die Entwicklungs- und Governance-Umgebung für KI-Agenten im Unternehmensumfeld. Aufbauend auf dem NVIDIA AI Data Platform Reference Design bringt das Update strukturierte KI-Blueprints mit klar definierten Agentenrollen: Worker-Agenten führen konkrete Aufgaben aus, während Supervisor-Agenten komplexe Multi-Agenten-Workflows koordinieren und auf Basis der Ergebnisse adaptiv steuern. Dieses Modell schafft Transparenz und Governance ohne Flexibilitätsverlust.
Neu hinzu kommen die Unterstützung von NVIDIA Nemotron -Modellen - Large Language Models, die speziell für werkzeugnutzende, agentische KI-Systeme entwickelt wurden - sowie sogenannte "Time Machine"-Funktionen. Diese ermöglichen KI-Systemen das kontextbewusste Navigieren in historischen Datensätzen, was die Erklärbarkeit verbessert und besonders für Branchen relevant ist, die langfristige Datenmuster für Entscheidungen nutzen: Finanzdienstleister, Versorgungsunternehmen oder die Fertigungsindustrie.
Hammerspace-Integration: KI-Agenten arbeiten mit Daten ohne sie zu bewegen
Ein weiterer Schwerpunkt ist die vertiefte Integration von Hitachi iQ Studio und Hammerspace. Über das Model Context Protocol (MCP), einen offenen Standard für sichere Verbindungen zwischen KI-Systemen und externen Datenquellen, können KI-Agenten in Hitachi iQ Studio direkt auf Hammerspace-verwaltete Daten zugreifen und mit ihnen arbeiten, ohne diese physisch verschieben zu müssen.
Die Daten bleiben durchgängig in der VSP One verwaltet und geschützt. Das Ergebnis: bessere Daten-Observability, vereinfachter Zugriff auf verteilte Datensätze und eine engere Verzahnung zwischen Datenorchestrierung und Agentenkoordination - bei 100 % Datenverfügbarkeit und konsistenter Performance.
Ausblick: NVIDIA STX und die nächste Generation KI-nativer Storage-Lösungen
Hitachi Vantara hat zudem angekündigt, die neu vorgestellte NVIDIA STX Referenzarchitektur zu unterstützen, mit dem Ziel, KI-native Storage-Lösungen auf Basis von NVIDIA Vera Rubin, BlueField-4, Spectrum-X Networking und NVIDIA AI Software zu entwickeln.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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