Agentic AI verkürzt Durchlaufzeit bei Hitachi um 84 Prozent – WEF zeichnet Werk als „Global Lighthouse Factory" aus
15.07.2026 / ID: 443940
IT, NewMedia & Software
Die Speicherproduktionsstätte von Hitachi Vantara in Norman, Oklahoma, wurde vom Weltwirtschaftsforum (WEF) als „Lighthouse"-Fabrik ausgezeichnet. Das Netzwerk versammelt Standorte, die Technologien der vierten industriellen Revolution wie KI und Robotik führend einsetzen. Nach dem Hitachi-Werk in Omika, das 2020 als erster japanischer Standort überhaupt ausgezeichnet wurde, ist Norman der zweite Standort der Hitachi-Gruppe mit dieser Anerkennung.Ausgangspunkt war ein Komplexitätsproblem: Rund 3.000 Produktvarianten, kundenspezifische Konfigurationen und global schwankende Nachfrage machten Planung und Disposition zum Engpass. Hitachi setzte daraufhin KI nicht nur zur Datenauswertung ein, sondern zur autonomen Entscheidung und Steuerung entlang der gesamten Kette – vom Auftragseingang bis zum Versand.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
* Konfiguration: Agentic AI zieht die kundenspezifische Softwarekonfiguration selbstständig aus mehreren Systemen zusammen. Die Durchlaufzeit in der Configure-to-Order-Fertigung sank um 84 Prozent.
* Bestände: Ein „Global Inventory Control Tower" konsolidiert Bestands- und Lieferantendaten aller Standorte. KI berechnet den optimalen Sicherheitsbestand je Teil – der globale Lagerbestand sank um rund 50 Prozent, ohne das Stockout-Risiko zu erhöhen.
* Fertigung: Ein „Real-Time Work Navigator" erkennt Abweichungen von Standardabläufen per Bilderkennung in Echtzeit. Die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeitender verkürzte sich um 80 Prozent.
* Prognose: Die Genauigkeit der Nachfrageprognose verbesserte sich um rund 19 Prozent, die Reaktionszeit auf Ausschreibungen um 26 Prozent.
In Summe verkürzte sich die Vorlaufzeit vom Auftragseingang bis zum Versand um 77 Prozent.Hitachi positioniert die eigenen Werke dabei als „Customer Zero": Die Erkenntnisse aus der internen Praxis fließen in die Weiterentwicklung der KI-Lösungssuite HMAX by Hitachi ein. Der Ansatz soll auf weitere Produktionsstandorte des Konzerns ausgeweitet werden, etwa Hitachi Rail.
„Ich bin außerordentlich stolz darauf, dass der Standort Norman nach Omika Works im Jahr 2020 als WEF-‚Lighthouse' ausgewählt wurde”, so Jun Abe, Executive Vice President und Leiter des Bereichs Digital Systems & Services bei Hitachi. „ Im Rahmen eines echten ‚One Hitachi'-Ansatzes haben wir unsere eigenen Produktionsstandorte als ‚Customer Zero' positioniert und treiben die Transformation durch den umfassenden Einsatz von KI voran. Die am Standort Norman mit Agentic AI erzielten Ergebnisse sind ein praktisches Beispiel, das einzigartig für Hitachi ist und unsere Stärken in IT, OT und Produkten vereint."
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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