F5 beschleunigt Schutz durch virtuelles Patching und KI-gestützte WAF
09.09.2026 / ID: 445767
IT, NewMedia & Software
F5 bietet neue Lösungen, die Bedrohungen durch aktuelle KI-Modelle (Frontier AI) deutlich schneller blockieren können. So erhalten Sicherheitsverantwortliche mehr Zeit, um fundierte, risikobasierte Entscheidungen zu treffen, anstatt reaktiv Kompromisse eingehen zu müssen. Mit neuen Funktionen wie der Anomalie-Erkennung und agentenbasierten Bedrohungsinformationen bietet die KI-gestützte Web Application Firewall (WAF) von F5 Schutz in Echtzeit. Erweiterungen der F5 WAF für Distributed Cloud und virtuelles Patching blockieren aktive Exploits auf Anforderungsebene zuverlässig.
„Frontier AI hat die Zeitspanne zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und ihrer aktiven Ausnutzung deutlich verkürzt“, sagt Kunal Anand, Chief Product Officer bei F5. „Der bisherige Ansatz, bei dem Code neu geschrieben, getestet und bereitgestellt wird, dauert dafür zu lange. F5 integriert den Schutz direkt in den Datenpfad, wo sich Angriffe innerhalb von Minuten erkennen und blockieren lassen. Virtuelles Patching verschafft Unternehmen etwas, das in der Cybersicherheit immer knapper wird: Zeit, um das Risiko zu verstehen, das Unternehmen zu schützen und die entsprechende Sicherheitslücke zu beheben. Dann befinden sich Teams nicht mehr im permanenten Krisenzustand.“
F5 blockiert Exploits mit Laufzeit-Sicherheit und ermöglicht es Kunden, virtuelle Patches schnell bereitzustellen. Die Anfang dieses Jahres eingeführte KI-gestützte WAF von F5 hat bereits eine starke Akzeptanz bei Kunden erreicht. In internen Tests von F5 erzielte sie eine Erkennungsrate von 98 Prozent bei Bedrohungen und reduzierte gleichzeitig den Anteil der Fehlalarme auf 1 Prozent. Sie erweitert die F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP) und ermöglicht es Teams, Ergebnisse von Scans innerhalb von Minuten statt Wochen in wirksamen Schutz umzusetzen.
Mit der neuen Anomalie-Erkennung und agentenbasierten Bedrohungsinformationen wertet die WAF nun Anfragen inline anhand einer Klassifizierung durch maschinelles Lernen in Echtzeit und einer auf einem neuronalen Netzwerk basierenden Risiko-Engine aus, um jeder eingehenden Anfrage eine Risikobewertung zuzuweisen. Durch die dynamische Risikobewertung anstelle des Abgleichs mit bekannten Signaturen hilft die WAF beim Schutz vor Zero-Day-Angriffen, Injection-Versuchen und polymorphen Exploit-Ketten, die bei jeder Attacke ihre Form ändern.
Für den Schutz von Infrastrukturen in einer Welt nach „Mythos“ unterstützt F5 seine Kunden dabei, folgende KI-basierte Cybersicherheitsfähigkeiten weiterzuentwickeln:
Kontinuierliche Analyse des Datenverkehrs auf Anzeichen von Angriffen
Die innovative Anomalie-Erkennung ist direkt in die F5 WAF für Distributed Cloud integriert. Diese intelligente, selbstlernende Funktion analysiert kontinuierlich die individuellen Datenverkehrsmuster jeder Anwendung, legt Normwerte für den Datenverkehr fest und kennzeichnet signifikante Abweichungen, die auf einen bevorstehenden Angriff hindeuten könnten. Sie erstellt anwendungsspezifische statistische Basiswerte und bewertet in Echtzeit eingehende Anfragen anhand dieser Werte, um Angriffe und Fehlalarme zu erkennen. Die Anomalie-Erkennung bietet Sicherheitsteams einen präziseren Schutz für ihre Anwendungen, ohne die Komplexität zu erhöhen.
Priorisierung möglicher Exploits mit agentenbasierter Bedrohungsintelligenz
Sicherheitsteams mangelt es nicht an Warnmeldungen. Ihnen fehlt der Kontext. Neue Funktionen zur agentenbasierten Bedrohungsintelligenz, die auf der Technologie aus der Übernahme von Fletch basieren, kombinieren externe Informationen zu neu auftretenden und aktiv ausgenutzten Bedrohungen mit den Daten, die F5 bei den Kundenanwendungen erfasst. Teams erhalten einen einheitlichen Überblick darüber, welche Bedrohungen real und für ihre Umgebung relevant sind und wie sie jeweils vorgehen sollten. Dies geschieht mit empfohlenen Abhilfemaßnahmen, die sich sofort als virtuelle Patches anwenden lassen.
Virtuelle Patches innerhalb von Minuten umsetzen
Der Schutz darf nicht auf eine Code-Veröffentlichung warten, daher bietet auch F5 Distributed Cloud Web App Scanning (WAS) automatisiertes virtuelles Patching. Die Lösung identifiziert offengelegte Schwachstellen, ungeschützte APIs und Fehler in der Geschäftslogik, um zur Laufzeit gezielte virtuelle Patches auszulösen. In hybriden Umgebungen gilt dies auch für F5 WAF für BIG-IP. Kunden können über alle Umgebungen hinweg vorhandene Signaturen anwenden oder benutzerdefinierte Regeln für bestimmte CVEs, Angriffspfade, Methoden, Header oder Parameter erstellen.
Geschäftsrisiken mit neuen Bedrohungen in Einklang bringen
Aufgrund von falsch positiven Meldungen bleiben die meisten WAFs im passiven Überwachungsmodus. F5 WAF für Distributed Cloud reduziert durch KI-gestütztes, risikobasiertes Scoring die Fehlalarme auf 1 Prozent. So können Sicherheitsteams zuverlässig gefährlichen Datenverkehr früher blockieren, ohne die Verfügbarkeit der Anwendungen zu beeinträchtigen. Das virtuelle Patching mit F5 WAF für Distributed Cloud fungiert dann als Übergangsschutz, während Entwickler im Rahmen der üblichen Abläufe einen dauerhaften Patch erstellen, testen und veröffentlichen.
Erweiterung der Sicherheitsmaßnahmen auf die gesamte F5-Infrastruktur
Während virtuelles Patching die Sicherheit im Anforderungspfad gewährleistet, beschleunigt F5 Insight für ADSP das Patching in der zugrunde liegenden Infrastruktur. F5 Insight bietet Betriebsteams unterstützte Update- und Patch-Workflows für alle F5-Hardware- und -Softwareumgebungen mit Bereitschaftsprüfungen. Die Lösung nutzt dabei den aktualisierten, gehärteten Release-Rhythmus von F5. Gemeinsam mindern diese Funktionen Sicherheitsrisiken innerhalb von Minuten und beheben Schwachstellen in der gesamten Infrastruktur nach einem festgelegten Zeitplan.
Neue KI-gestützte WAF-Funktionen sind ab sofort in der Distributed Cloud als Teil von F5 ADSP verfügbar. Funktionen für virtuelles Patching sowie die Integration zwischen F5 Distributed Cloud WAS und F5 WAF für BIG-IP sind ebenfalls bereits verfügbar. Agentenbasierte Bedrohungsinformationen und Anomalie-Erkennung werden derzeit für Kunden von F5 WAF für Distributed Cloud eingeführt, wobei die allgemeine Verfügbarkeit in den kommenden Monaten schrittweise erfolgt.
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