Pressemitteilung von Lantek Systemtechnik GmbH

Lantek und Partner entwickeln eigene, agentenbasierte KI für technologische Unabhängigkeit


11.03.2026 / ID: 438878
Maschinenbau

Lantek und Partner entwickeln eigene, agentenbasierte KI für technologische UnabhängigkeitVitoria-Gasteiz, 11. März 2026 - Lantek, ein führendes multinationales Unternehmen in der digitalen Transformation der Blechverarbeitung, und das baskische Technologiezentrum IKERLAN arbeiten an einer industriellen agentenbasierten KI-Architektur. Beide sind wichtige Akteure im baskischen KI-Ökosystem und Mitglieder im Baskischen Zentrum für Künstliche Intelligenz (BAIC ). In einer F&E-Initiative, genannt GALAXIA-Projekt, entwickeln sie eine KI-Architektur auf der Grundlage von Multiagentensystemen, die nicht nur Informationen analysieren, sondern auch koordinierte Aktionen in realen Produktionsumgebungen ausführen können.

Die Entwicklung fortschrittlicher künstlicher Intelligenz für die Industrie ist ein wichtiger Schritt in Richtung technologischer Souveränität: GALAXIA soll die Abhängigkeit von externen Technologieplattformen verringern und Unternehmen die Kontrolle über kritische Daten und Prozesse zurückgeben. Das Projekt wird finanziert vom HAZITEK-Programm der baskischen Regierung zur Förderung von Forschung und Entwicklung in Unternehmen.

GALAXIA entspricht den Anforderungen der Europäischen Verordnung über künstliche Intelligenz (AI Act). Sie verpflichtet Unternehmen, ihre Systeme an neue Standards in Bezug auf Sicherheit, Transparenz und Governance anzupassen. Die von IKERLAN entworfene Multi-Agenten-Architektur beinhaltet Mechanismen, die klar definieren, was jeder Agent in welchem Kontext und mit welchem Grad an Autonomie tun kann und darf. Sie kann gleichermaßen im Einzelhandel, Gesundheitswesen und in der Industrie eingesetzt werden.

Lantek fungiert als Projektkoordinator und bringt sein Fachwissen über Industriesoftware, fortschrittliche Datennutzung und Entwicklung intelligenter Assistenten für Produktionsprozesse ein. IKERLAN ist technologischer Leiter und trägt seine umfassenden multitechnologischen Fähigkeiten und Erfahrungen mit intelligenten Systemen und angewandter industrieller Forschung bei.

Zum Konsortium gehören auch Unternehmen aus anderen strategischen Branchen wie Eroski (Handel), Mondragon Assembly (Automatisierung und Montage), Goizper (Sprühtechnik, Kraftübertragung, Biotechnologie) und Dorlet (Zutrittskontrolle und integrierte Sicherheitssysteme). Sie validieren die entwickelte Technologie mithilfe spezifischer Anwendungsfälle.

Von Chatbots zu eigenaktiver KI
GALAXIA steht für einen konzeptionellen Wandel und geht über traditionelle dialogorientierte KI-Modelle hinaus. Statt dass die Systeme lediglich auf Anfragen reagieren, sind es Architekturen, die handeln können, Aufgaben koordinieren und als strukturiertes Team innerhalb von Produktionsprozessen agieren.

Der Ansatz beruht auf agentenbasierter künstlicher Intelligenz, bei der spezialisierte Agenten zur Lösung komplexer Probleme koordiniert zusammenarbeiten. Jeder Agent erfüllt eine bestimmte Funktion - sei es Analyse, Planung, Überwachung oder Ausführung - und arbeitet synchron mit den anderen zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Diese Struktur ermöglicht eine kontinuierliche Datenverarbeitung, Entscheidungen in Echtzeit und den Übergang von einer rein unterstützenden Rolle zur autonomen Ausführung kompletter Aufgaben in industriellen Umgebungen.

Aizea Lojo, Leiterin des Forschungsteams für künstliche Intelligenz und generative KI bei IKERLAN: "Agentische KI funktioniert wie ein Team von Spezialisten, die sich koordinieren, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen."

Das Plattform-Design ermöglicht die Anwendung dieser koordinierten Agentenlogik in verschiedenen Industriezweigen und erleichtert so die Skalierbarkeit und den Technologietransfer. In der Praxis kann dies dazu führen, dass nach Erhalt einer E-Mail automatisch ein Angebot erstellt wird, durch Computer Vision die Nachbestellung von Produkten im Einzelhandel ausgelöst wird oder technische Probleme bei sich wiederholenden Aufgaben ohne manuelles Eingreifen gelöst werden können.

Jose A. Lorenzo, Datenbereichsmanager bei Lantek, betont: "Künstliche Intelligenz soll keine Mitarbeiter ersetzen. Ihre Aufgabe ist es, automatisierbare und analytische Aufgaben zu übernehmen, damit sich Fachleute auf Überwachung, Entscheidungsfindung und kontinuierliche Verbesserung konzentrieren können."

(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

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