Buchneuheit
24.11.2025 / ID: 435827
Medien & Kommunikation
Was geschieht, wenn plötzlich alle Bildschirme schwarz werden? Nik Herrigel erzählt in seinem Roman "Tree Drop" von einer nahen Zukunft, in der ein mysteriöser Baum täglich die digitale Welt zum Stillstand bringt - und schenkt den Leser:innen damit einen Moment der Besinnung - und ja, auch der Hoffnung."Im Jetzt findet Rat. Bis dahin akzeptiert, was ist." So lautet das rätselhafte Statement zum Tree-Drop, wenn täglich für 60 Minuten alle technischen Geräte verstummen. Während die Verunsicherung steigt - Fehlfunktion, Sabotage oder raffinierter Plan? - beginnt der Baum, sich zu verändern: Grüne Blätter wachsen, die Geräte werden eigenwilliger.
Der Roman spielt in einer nahen Zukunft, in der eine Omniintelligenz die Gesellschaft steuert und Menschen sich in digitaler Ablenkung verlieren. Der tägliche "Tree-Drop"-Moment durchbricht diese Abhängigkeit. Die fünf Protagonisten erleben die Wende zwischen Chaos und Erwachen, Mißtrauen und Inspiration - auf der Suche nach einer neuen Art, Mensch zu sein.
Ein Weckruf zur Achtsamkeit
Trotz dystopischer Elemente ist "Tree Drop" kein Schwarzmalen, sondern ein hoffnungsvoller Blick auf unsere Beziehung zur Technologie. Der Autor zeigt: Wer achtsam bleibt, kann digitale Werkzeuge bereichernd nutzen, ohne sich von ihnen beherrschen zu lassen.
Das Buch ist ein Gedankenexperiment und eine hoffnungsvolle, philosophisch-spirituelle Zukunftsvision. "Mitnehmen sollen Leser:innen: Möglichst wenig Gedanken und möglichst viel Leben", sagt Nik Herrigel über die Botschaft seines Buches. Es lädt dazu ein, zwischen den Zeilen innezuhalten und das eigene digitale Verhalten zu reflektieren.
Weitere Informationen und Leserstimmen
https://tree-drop.ch/
Buchdetails
Titel: Tree Drop
Autor: Nik Herrigel
Verlag: BoD - Books on Demand
ISBN: 978-3-7693-2650-5
Format: Paperback & E-Book
Kurzinterview
Drei Fragen an Nik Herrigel
Was hat Sie zu "Tree Drop" inspiriert?
Mir fiel auf, wie mein Mobiltelefon zum ständigen Begleiter wurde - beim Frühstück, auf dem Nachttisch, überall dabei. Ich redete mir ein, dass jede Nutzung wichtig sei: Mails checken, Nachrichten lesen, schnell antworten. Dann erkannte ich, dass der dauernde Griff zum Handy eine heimtückische Sucht war. Eines Abends schoss mir die Idee durch den Kopf: Was, wenn all dies temporär nicht mehr funktionieren würde? Ich sah einen aschgrauen Baum vor meinem geistigen Auge, der alle Geräte blockierte.
Sind wir dieser Zukunft schon nahe - oder ist das noch Science-Fiction?
Die Abhängigkeit von digitaler Technik ist heute sehr weit fortgeschritten. Das Aufkommen der KI ist Öl ins Feuer - der Zugang zur digitalen Welt wird immer einfacher. Die meisten Menschen zücken instinktiv das Handy bei jeder Frage. Selber nachdenken verkommt immer mehr zur Seltenheit. Hier fehlt in der Tat nicht mehr viel zur Welt im Buch. Bei genauerem Betrachten sind wir näher an dieser Zukunft, als es uns lieb ist.
Wo sehen Sie die Chancen in der Verbindung von Mensch und Technologie?
Wir sollten weniger Ängste aufbauen und stattdessen einen kritischen Umgang mit diesen Technologien erlernen. Die Fähigkeit zu denken darf weder aus Faulheit der KI überlassen werden, noch darf sie uns von der realen Welt trennen. Kreativität und die Wahrnehmung der Welt unterscheiden uns maßgeblich von künstlicher Intelligenz. Gelingt es uns, achtsam und im Augenblick präsent zu bleiben, könnten wir gemeinsam mit der KI eines Tages ein irdisches Paradies erschaffen.
(Bildquelle: Nik Herrigel)
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