Besucherrekord und und viele bleibende Eindrücke
08.11.2013 / ID: 144747
Medizin, Gesundheit & Wellness
(NL/3243646978) Nach Ungarn, Japan, Großbritannien, Schweden und Hong Kong traf sich die Welt nun in Fürstenfeldbruck und zwar zum 8. Weltkongress Konduktive Förderung vom 9. bis 12.10.2013. An diesen vier Tagen kamen über 700 Besucher aus 30 Ländern der Welt zusammen. Damit brach Deutschland den Besucherrekord. Interessierte, Menschen mit Behinderung und Experten diskutierten zum Thema Konduktive Förderung ein ganzheitliches System von dem viele Menschen jeden Alters profitieren können. Besonders bei Menschen mit Schädigungen des Zentralnervensystems und bei Patienten nach einem Schlaganfall, mit Multipler Sklerose oder Parkinson erzielt die Konduktive Förderung große Erfolge.
Wie das funktioniert zeigten internationale Experten und Betroffene in über 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops immer unter dem Kongress-Motto Rhythm and Balance: Durch die Aktivierung des eigenen Tuns und das Ansprechen von motorischen und kognitiven Fähigkeiten insbesondere anhand von Alltagssituationen können die mit einer Behinderung zusammenhängenden Lernhindernisse überwunden und so der Weg zu einem selbstbestimmten Leben in der Gesellschaft gebahnt werden.
So stellten junge Erwachsene bei Young Faces ihre Lebenswege vor. Die beiden Studentinnen Janine Aigner und Sandra Schad zeigten dabei, dass die Konduktive Förderung von Kindheit an nicht nur eine nachhaltige Hilfe im Umgang mit der Behinderung war, sondern auch den Grundstein ihrer Freundschaft legte. Ebenso begeisterte der mexikanische Poet Ekiwah Adler-Beléndez das Publikum mit seiner Lebensgeschichte und der Rezitation seiner nachdenklich-provokanten Gedichte.
Schirmherrin Prinzessin Ursula von Bayern betonte, dass die Konduktive Förderung endlich Anerkennung finden und in den Bereichen Pädiatrie, Neurologie, Heil- und Sonderpädagogik sowie in inklusiven Bezügen zur Selbstverständlichkeit werden müsse. Dies war auch Thema der gut besuchten Podiumsdiskussion Rhythmus und Balance im sozialen Bereich unter dem Gesichtspunkt der UN-Behindertenkonvention wie wird Konduktive Förderung und das Berufsbild der Konduktorin in Deutschland eingebunden, anerkannt, ausgebildet und finanziert?. In der von Anouschka Horn moderierten Runde diskutierten politische Vertreter und Experten, darunter Ministerialdirigent Burkard Rappl, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Ministerialrat Erich Weigl, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Josef Mederer, Bezirkstagspräsident des Bezirks Oberbayern sowie Prof. Dr. Dieter Lotz von der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Prof. Dr. Otto Speck, Sonderpädagoge und Begründer der Frühförderung in Deutschland, Beate Höß-Zenker, Geschäftsführerin des Konduktiven Förderzentrums Phoenix, und Gernot Steinmann, Vorstand der Stiftung Pfennigparade, wie die Anerkennung und Finanzierung verbessert werden kann. Steinmann bemängelte hierbei, dass mit der Konduktiven Förderung ein komplexes System auf ein zergliedertes deutsches System trifft, in dem jeder Körperteil einen eigenen Kostenträger hat. Seitens der Politik herrschte Einvernehmen, dass es, um zufriedenstellende Lösungen zu finden, über die Diskussion hinaus weiterer Gespräche bedarf, sodass bereits Runde Tische sowohl im Sozialministerium als auch Kultusministerium einberufen wurden.
Am 12. Oktober lockte der Kongress zahlreiche Interessierte zum offenen Publikumstag / Familientag mit Mitmachangeboten und künstlerischen Aktivitäten für Jung und Alt. Darunter waren Workshops mit der Doppel-Paralympics-Siegerin Birgit Kober, ein Rollstuhl-Parcours, Tombola und Harley Davidson-Touren mit dem Munich-Chapter Germany e.V. sowie ein Graffiti-Workshop der ersten konduktiven Werkstattgruppe der Pfennigparade/WKM.
Den Höhepunkt des Publikumstages stellte der Auftritt von P.J. Olsson dar. Der Sänger von Alan Parsons Live Project performte sein Lied Magic, das er dem Kongress gewidmet hat. Unterstützt wurde er dabei von betroffenen Kindern und jungen Erwachsenen auf der Bühne und allen Teilnehmern im Publikum, die für den Kongress gebastelte Instrumente freudestrahlend im Rhythmus schüttelten. Der Auftritt ließ den besonderen, eben magischen Spirit des Kongresses erlebbar machen, den eine Besucherin wie folgt beschrieb: So eine starke Gemeinschaft, so viel Gleichklang, so viel Tiefgang, so viel Besonnenheit auf das, was wirklich wichtig ist im Leben.
Der 8. Weltkongress Konduktive Förderung in Deutschland war ein voller Erfolg mit rundum zufriedenen Besuchern, Organisatoren wie Vortragenden. 2016 folgt turnusgemäß der 9. Weltkongress Konduktive Förderung und zwar unter der Schirmherrschaft des Petö Instituts und der Internationalen Petö Gesellschaft IPA in Budapest, Ungarn, der Wiege der Konduktiven Förderung.
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