36 Grad und es wird noch heißer: 5 Tipps für Fitness im Sommer
23.08.2016 / ID: 237112
Medizin, Gesundheit & Wellness
Hitze, pralle Sonne, kein Schatten: Im Hochsommer kann Sport den Körper belasten und ihm sogar schaden.
Zwar bringen wir auf den ersten Blick nur die Weihnachtszeit in Verbindung mit Naschereien, Schlemmereien und Gemütlichkeit, aber auch der Sommer hat es in sich: Auf Gartenpartys, am Freibad-Kiosk oder mit den Freunden im Biergarten ist schnell das zweite, dritte oder vierte Würstchen verputzt. Eine riesige Portion Nudelsalat landet auf dem Teller. Dazu das Glas Bier oder Apfelwein - da kommt einiges zusammen und Sport wie gerufen - aber bei der Hitze?
Da Herz und Kreislauf in den heißen Sommermonaten auf Hochtouren arbeiten, um den Körper vor Überhitzung zu schützen, gilt wie so oft: Die Dosis macht das Gift. Während Blut in Arme, Beine und die oberen Hautschichten geleitet wird, gibt unser Körper Wärme über die Haut ab und hält so unsere Körpertemperatur konstant. Gleichzeitig ist aber auch unsere Leistung gemindert, da die Muskulatur weniger durchblutet wird und deshalb weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Wir fühlen uns bei Hitze deswegen ohnehin angestrengt und erschöpft, an Höchstleistungen gar nicht zu denken.
Mit diesen einfachen Tipps steht dem Fitness-Training auch im Sommer nichts im Wege:
1. Puls beachten: Da unser Herz bei Hitze schneller schlägt, nicht am eigenen Limit trainieren, sondern lieber mit einer Pulsfrequenz unter dem gewohnten Level trainieren. Also keinen falschen Ehrgeiz zeigen und die Trainingsintensität reduzieren. Falls nötig, sind auch Pausen ratsam.
2. Richtig schwitzen: Durch den Schweiß, der auf unserer Haut verdunstet, wird unser Körper gekühlt. Atmungsaktive Sportbekleidung unterstützt diesen Effekt.
3. Ausreichend trinken: Durch das Schwitzen und den daraus resultierenden Wasserverlust drohen Leistungseinbußen. Deshalb über den Tag verteilt und am besten auch während des Trainings ausreichend trinken. Gut eignen sich Mineralwasser mit wenig Kohlensäure und einem hohen Mineralstoffgehalt oder stark verdünnte Apfelsaftschorle.
4. Sonne vermeiden: Am besten die sengende Mittagssonne meiden, stattdessen auf schattigen Trainingstrecken, zum Beispiel im Wald, sporteln und die kühleren Morgen- und Abendstunden nutzen. Eine helle Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille gehören außerdem zum Sommer-Sportequipment.
5. Ozonwerte checken: Ozon ist schädlich und kann die Lungenfunktion einschränken, die Schleimhäute reizen und Kopfschmerzen verursachen. Vor allem in der Stadt sind die Ozonwerte im Sommer oft erhöht. Dann sollte nur locker trainiert - oder ganz auf körperliche Aktivitäten im Freien verzichtet werden. Frühaufsteher freut es: Am geringsten ist die Ozonkonzentration in den Morgenstunden. Mit der AOK-App "sun&air" können die aktuellen Ozonwerte berechnet werden.
Wichtig: Bei Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche oder Übelkeit sollte das Training sofort abgebrochen werden. An einem kühlen Ort viel trinken! Sollten die Beschwerden nicht von alleine weggehen, einen Arzt aufsuchen.
Auch Lust auf Sport? Das AOK-Ratgeberforum "Fitness und Bewegung" gibt spannende Antworten auf individuelle Fragen: portale.aok.de (https://portale.aok.de/foren/ratgeber-foren-fitness-und-bewegung-22392.php?cid=aokdehe_aokhe_opr_116).
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