Paracetamol: falsch dosiert ein gefährliches Schmerzmittel
27.01.2012
Medizin, Gesundheit & Wellness
Paracetamol gehört weltweit zu den meist verwendeten Schmerzmitteln und ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Da das Medikament auch fiebersenkend wirkt, wird es gerne bei fiebrigen Erkältungskrankheiten verwendet.
Erwachsene nehmen paracetamolhaltige Tabletten häufig bei Kopf- und Gliederschmerzen ein und Kindern verabreichen wir es regelmäßig zur Schmerzlinderung und zur Fiebersenkung.
Bestimmte Arzneimittel, die den Wirkstoff Paracetamol enthalten, sind zwar seit 2009 nur gegen Rezept erhältlich, doch zu dieser Gruppe zählen lediglich Packungen, die über zehn Gramm des Arzneimittels enthalten. Alle anderen paracetamolhaltigen Medikamente sind nach wie vor frei verkäuflich. Somit ist Medikamentenmissbrauch jederzeit möglich.
Überdosierungen bei frei verkäuflichen Schmerzmitteln kommen häufiger vor, als man denkt - und das mit erheblichen gesundheitlichen Risiken. Höhere als empfohlene Mengen Paracetamol können zu schweren Nebenwirkungen führen - wesentlich gefährlicher, als bei vielen anderen frei erhältlichen Schmerzmitteln. In Einzelfällen kann die Überdosierung sogar tödlich sein. Darum fordern viele Apotheker wie zum Beispiel die Apothekerin Christl Kraus von der Online Apotheke (http://www.bodyguardapotheke.com/) bodyguardapotheke.com eine generelle Rezeptpflicht auf paracetamolhaltige Schmerzmittel.
Zum Teil irreversible Leberschäden sind nur eine Kehrseite der Medaille. Auch die Verkrampfung der Atemwege mit plötzlicher Atemnot kann die Folge einer Paracetamol-Überdosierung sein. Paracetamol-Vergiftungen sind zwar nicht Gegenstand der täglichen Presse, trotzdem kommen sie häufig vor. Etwa 30.000 Patienten jährlich kommen in England mit einer derartigen Vergiftung ins Krankenhaus.
Nehmen Erwachsene mehr als zehn oder zwölf Gramm täglich über einen längeren Zeitraum ein, kann die Substanz leberschädigend sein. Geringer Mengen führen bereits zu Sodbrennen und Übelkeit. In Verbindung mit Alkoholmissbrauch verstärken sich die Nebenwirkungen. Außerdem kann Paracetamol die Ausscheidung anderer Medikamenten-Abbauprodukte beeinträchtigen und die Wirkung dieser Medikamente verzögern.
All diese Faktoren bringen Fachleute wie Ärzte und Apotheker zu der Überzeugung, eine generelle Verschreibungspflicht für Paracetamol zu fordern. Viele sind sich sicher, dass Paracetamol heute nicht mehr zugelassen würde. Denn bereits ab einer täglichen Dosis von vier Gramm treten Leberschäden auf.
Wer Schmerzmittel einnimmt, sollte grundsätzlich seinen Arzt dazu befragen. Auch die Kombination verschiedener Schmerzmittel ist bedenklich. Wer sich aber bei der Einnahme genau an die Dosierungsanweisungen hält, braucht keine Auswirkungen zu befürchten. Trotz allem ist Paracetamol ein wirkungsvolles Medikament, das bei vielen Beschwerden schnelle Hilfe bringt. Es wäre also übertrieben, Paracetamol gar nicht mehr zu verwenden.
Richtig dosiert ist das Schmerzmittel völlig unschädlich. Trotzdem verlangen viele Insider wie Apotheker und Ärzte eine generelle Rezeptpflicht. So könnten etliche Krankenhausaufenthalte und sogar Todesfälle vermieden werden.
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