Der Entzug der Gemeinnützigkeit von Attac ist nicht akzeptabel
22.10.2014 / ID: 178192
Politik, Recht & Gesellschaft
Nachdem vor wenigen Tagen bekannt geworden ist, dass das Finanzamt Frankfurt dem globalisierungskritischen Verein Attac den Status der Gemeinnützigkeit entzogen hat, empört sich der Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Sebastian Frankenberger über die politischen Parteien und die Frankfurter Steuerbeamten.
Der Entzug der Gemeinnützigkeit, gegen den Attac bereits Einspruch eingelegt hat, würde für den Verein ernsthafte finanzielle Konsequenzen haben, da er dadurch erhebliche Steuererleichterungen zu verkraften hätte.
"Diese Entscheidung ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar", sagt dazu Sebastian Frankenberger. "Ich halte die Ziele von Attac für richtig und wichtig und sehe den Verein auch als politische Bildungsorganisation an. Mit ihrem Einsatz für die Finanzmarkttransaktionssteuer verfolgen "die Attacis" seit Jahrzehnten das Ziel "die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet" (vgl. §52 Abgabenordnung) zu fördern. Ich verstehe überhaupt nicht, wie das Finanzamt Frankfurt zu einem anderen Ergebnis kommen kann".
Politische Motive für das Vorgehen der Finanzbehörden schloss Sebastian Frankenberger, nach den Skandalen in der "Steuerfahnder-Affäre", gerade im Bundesland Hessen nicht aus. "Hier hat sich doch gezeigt, dass in Hessen Steuerpolitik ein ganz besonders brisantes politisches Feld ist", so Frankenberger.
Auch verschob Frankenberger den Fokus der jetzt losgetretenen, öffentlichen Debatte weg von der seiner Meinung nach "einwandfrei-gemeinnützigen Organisation" Attac hin zu den politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland: "Der neuste Schrei ist aktuell, dass die rechtspopulistische AfD Goldmünzen verkauft und den Staat damit austrickst. Die deutschen Parteien entwickeln sich mehr und mehr zu staatlich vollfinanzierten Organisationen", so Frankenberger.
Der Bundesvorsitzende der ÖDP verwies in diesem Zusammenhang auch auf die derzeit laufende Klage seiner Partei, gemeinsam mit dem Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim, gegen die verdeckte Parteienfinanzierung durch die Parlamentsfraktionen des Bundestags vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
Weitere Informationen:
https://www.oedp.de/aktuelles/aktionen/verdeckte-parteienfinanzierung/
Attac Parteienfinanzierung Gemeinnützigkeit Steuer Parteien Finanzbehörde ÖDP Ökologisch-Demokratischen Partei Sebastian Frankenberger AfD Hans Herbert von Arnim
http://www.oedp.de
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
Erich-Weinert-Straße 134 10409 Berlin
Pressekontakt
http://www.oedp.de
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
Erich-Weinert-Straße 134 10409 Berlin
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel in dieser Kategorie
18.03.2026 | Sovest LLC
Tansanias Präsidentenberater Nyalandu: Fall Jakub Jahl ist Gegenstand staatlicher Aufmerksamkeit
Tansanias Präsidentenberater Nyalandu: Fall Jakub Jahl ist Gegenstand staatlicher Aufmerksamkeit
18.03.2026 | Caroline Dostal - SoulMeditaion
Caroline Dostal begeistert mit Vortrag zum Frauentag
Caroline Dostal begeistert mit Vortrag zum Frauentag
18.03.2026 | Candystorm PR GmbH
Neustart für Brandenburgs Baupolitik: BFW Landesverband begrüßt neue Landesregierung und sieht Zusammenarbeit positiv entgegen
Neustart für Brandenburgs Baupolitik: BFW Landesverband begrüßt neue Landesregierung und sieht Zusammenarbeit positiv entgegen
18.03.2026 | Bund-Verlag GmbH
Deutscher Betriebsrätepreis: Der Countdown läuft
Deutscher Betriebsrätepreis: Der Countdown läuft
18.03.2026 | Konzeptional GmbH
Polizzen-Clearing: Wenn das "Nein" nicht das Ende ist
Polizzen-Clearing: Wenn das "Nein" nicht das Ende ist

