Pharma: Regulierung braucht Augenmaß und Balance
12.06.2015 / ID: 197663
Politik, Recht & Gesellschaft
(Mynewsdesk) Um die pharmazeutische Industrie als Innovations-, Wirtschafts- und Standortfaktor zu stärken, braucht es eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. Dies fordert der Führungskräfteverband Chemie VAA im Nachgang zur zweiten Runde des Pharma-Dialogs.
Im Fokus des Pharma-Dialogs zwischen der Bundesregierung und Vertretern aus Industrie, Verbänden und Wissenschaft standen Anfang Juni vor allem Fragen zu den Rahmenbedingungen und zur Regulierung des Arzneimittelmarktes. Nach Ansicht des VAA-Hauptgeschäftsführers Gerhard Kronisch stehen Gesundheitswirtschaft und Pharmaindustrie hier vor enormen Herausforderungen: „Die Vielzahl der vorhandenen Regulierungsinstrumente wie Erstattungsbeträge, Festbeträge, Rabattverträge Zwangsrabatte oder das erweiterte Preismoratorium schaffen ein Ungleichgewicht zwischen dem Versorgungsinteresse der Patienten und dem Kostendämpfungsinteresse der Krankenkassen.“ Daher bedürfe es eines ständigen Monitorings durch alle beteiligten Akteure zum Ausbalancieren dieser Instrumente.
„Wenn das Kostendämpfungsinteresse überwiegt, wird der volkswirtschaftliche Nutzen von Arzneimitteln nicht gebührend berücksichtigt“, betont Gerhard Kronisch. Hier liefere der ressortübergreifende Pharma-Dialog als konstruktive Diskussions¬plattform zwar eine wichtige Grundlage zum gegenseitigen Verständnis und Erkenntnisgewinn, aber die diskutierten Probleme müssten nun auch gelöst werden. Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheits- und Innovationsstandortes seien daher dringend geboten. Kronisch erläutert: „Viel zu oft wird in der Diskussion vergessen, dass die Pharmaunternehmen ungleich höhere Investitions- und Forschungskosten als Unternehmen aus anderen Industriebranchen haben.“ Dies müsse entsprechend honoriert werden.
Als Vertretung der außertariflichen und leitenden Angestellten der chemisch-pharmazeutischen Industrie setzt sich der VAA für eine weitere Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Regulierungsbehörden ein. „Das Problem ist: Die Regulierungsinstrumente sind momentan so engmaschig und häufig überlappend geflochten, dass für die Industrie kaum mehr verlässliche Rahmenbedingungen für langfristige Investitionsentscheidungen am Standort bestehen“, so VAA-Hauptgeschäftsführer Kronisch. Dies gelte sowohl für die Entwicklung innovativer Medikamente als auch für die Weiterentwicklung bekannter Wirkstoffe. „Was wir brauchen, sind bessere Innovationsanreize. Auch in Zukunft müssen Innovationen in Deutschland wettbewerbsfähig sein.“
Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
<a href="http://shortpr.com/rguh5x" title="http://shortpr.com/rguh5x">http://shortpr.com/rguh5x</a>
Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
<a href="http://www.themenportal.de/gesundheitspolitik/pharma-regulierung-braucht-augenmass-und-balance-97077" title="http://www.themenportal.de/gesundheitspolitik/pharma-regulierung-braucht-augenmass-und-balance-97077">http://www.themenportal.de/gesundheitspolitik/pharma-regulierung-braucht-augenmass-und-balance-97077</a>
http://www.themenportal.de/gesundheitspolitik/pharma-regulierung-braucht-augenmass-und-balance-97077
VAA Führungskräfte Chemie
Mohrenstraße 11 17 50670
Pressekontakt
http://www.vaa.de
VAA Führungskräfte Chemie
Mohrenstraße 11 17 50670
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Klaus Bernhard Hofmann
30.10.2018 | Klaus Bernhard Hofmann
Akademiker in der Chemie: Mindestjahresbezüge steigen um insgesamt 3,0 Prozent
Akademiker in der Chemie: Mindestjahresbezüge steigen um insgesamt 3,0 Prozent
11.06.2018 | Klaus Bernhard Hofmann
Führungskräfte in Chemie und Pharma: Einkommen steigen moderat, Boni schwächeln
Führungskräfte in Chemie und Pharma: Einkommen steigen moderat, Boni schwächeln
27.04.2018 | Klaus Bernhard Hofmann
Gesundheit am Arbeitsplatz: Führungskräfte Chemie fordern Kulturwandel beim Führungsverhalten
Gesundheit am Arbeitsplatz: Führungskräfte Chemie fordern Kulturwandel beim Führungsverhalten
05.01.2018 | Klaus Bernhard Hofmann
Führungskräfte Chemie warnen vor Innovationsstau durch schwierige Regierungsfindung
Führungskräfte Chemie warnen vor Innovationsstau durch schwierige Regierungsfindung
08.12.2017 | Klaus Bernhard Hofmann
Sozialpartnervereinbarung von BAVC und VAA: Arbeiten und Leben in Balance
Sozialpartnervereinbarung von BAVC und VAA: Arbeiten und Leben in Balance
Weitere Artikel in dieser Kategorie
17.03.2026 | Bundesverband IT-Mittelstand e.V.
BITMi unterstützt "28 for all"
BITMi unterstützt "28 for all"
17.03.2026 | Deutschland Zion Gemeinde e.V.
42-jähriges Jubiläum von Shincheonji
42-jähriges Jubiläum von Shincheonji
16.03.2026 | Die Menschenleserin aus Franken
Schwierig sind immer die Anderen?
Schwierig sind immer die Anderen?
16.03.2026 | ARAG SE
Fake News erkennen: Wie Nutzer Nachrichten prüfen können
Fake News erkennen: Wie Nutzer Nachrichten prüfen können
16.03.2026 | MoveVision GmbH
Fall Seddin: Neue Entwicklungen - Aufhebung des Kontakt- und Näherungsverbots am 04.03.2026
Fall Seddin: Neue Entwicklungen - Aufhebung des Kontakt- und Näherungsverbots am 04.03.2026

