Steinkautz und Kiebitz fliegen auf die Flutmulde
08.07.2011 / ID: 20470
Umwelt & Energie
Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Rhein legt großen Wert auf ökologische Nachhaltigkeit. Deshalb wird beim Bau der Flutmulde Rees alles, was im Naturschutzgebiet behütet und bewahrt werden muss - Pflanzen, Bäume, Vögel, Säugetiere, Wege und Weiden - gehegt und gepflegt. Alle Schutzgüter werden dabei gleichrangig behandelt. Die Baustelle liegt im FFH-Gebiet, um das sich die Biologische Station kümmert. Das WSA kann auf deren Daten zurückgreifen und hat frühzeitig zusätzliche Experten mit ins Boot geholt.
Zurzeit richtet sich das Augenmerk auf die Vogelwelt an der Flutmulde, wo Steinkautz, Kiebitz, Flussregenpfeifer, Wiesenpieper und andere Vogelarten leben. Zur Erfassung der Arten und des Brutverhaltens ist die "Pöyry Infra GmbH" im Auftrag des WSA im Einsatz, ein Beratungs- und Ingenieurunternehmen für Wasser und Umwelt. Ein vorläufiges Fazit: Obwohl sich durch die Baustelle der Lebensraum für die Vögel verändert hat, sind die Bestände bei Bodenbrütern wie Kiebitz, Schafstelze und Flussregenpfeifer stabil. Beim Wiesenpieper hat sich der Bestand um ein Paar erhöht. Jetzt leben im Bereich der Flutmulde elf Wiesenpieper-Paare. Auch der Erhalt von Büschen und Hecken zeigt Erfolg: Typische Strauchbrüter, wie die Dorngrasmücke und der Bluthänfling sind mit mehreren Brutpaaren auf der an die Baustelle angrenzenden Flächen vertreten. An zwei, im Zuge der Baumaßnahme entstandenen Abbruchkanten, brüten Uferschwalben. Ebenso ist der Austernfischer vertreten, zwei Paare haben sich niedergelassen - inzwischen mit Nachwuchs.
Sven Stadler von Pöyry Infra, Diplom-Ingenieur für Landschaftsentwicklung, zog es für die Bestandserfassung mehrfach an die Flutmulde. Los ging es im Februar 2011 mit der Steinkauz-Erfassung. An mehreren Abenden, kurz nach Einbruch der Dämmerung, machte sich Sven Stadler auf den Weg. "Vier Steinkauz-Paare leben auf alten Obstwiesenbeständen im Umfeld der Flutmulde. In einem Fall sogar an einem neuen Standort. Ein sehr gutes Zeichen", resümiert Stadler.
Es folgten vier weitere Begehungen zwischen März und Juni. Da galt das Sprichwort: "Der frühe Vogel fängt den Wurm." Kurz nach Sonnenaufgang lief Sven Stadler eine Route ab. Er lauschte, wo welcher Vogel singt, beobachtete Balzverhalten, Nestbau-Aktivitäten und andere Zeichen, die auf die Anwesenheit der Vögel hinweisen. An Ort und Stelle markierte er in einer Karte, wo die Tiere zwitscherten. Sind bei vier Begehungen dieselben Laute am selben Ort zu hören, kann Sven Stadler schlussfolgern: "Mit Sicherheit brüten die dort."
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