Illegale Käfighaltung im Kreis Heinsberg beendet - 1.500 Hühner jahrelang eingesperrt
11.02.2026 / ID: 437889
Umwelt & Energie
In Waldfeucht im Kreis Heinsberg ist Ende Januar 2026 eine illegale Kleingruppenhaltung von Hühnern aufgelöst worden. Der Tierrechtsorganisation ANINOVA liegt Bildmaterial aus dem Betrieb vor, das erhebliche bauliche, hygienische und tierschutzrelevante Mängel dokumentiert. Die Bilder sind Ende Januar 2026 entstanden.In dem Betrieb wurden über einen Zeitraum von rund 20 Jahren etwa 1.500 Hühner in sogenannter Kleingruppenhaltung gehalten. Diese Haltungsform ist seit dem 1. Januar 2026 bundesweit verboten. Das Verbot wurde bereits 2021 im Zuge der Novelle der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung beschlossen und mit einer mehrjährigen Übergangsfrist versehen.
Der ursprüngliche Betreiber des Betriebs verstarb im November 2025. Die Tierhaltung wurde anschließend von dessen Bruder übernommen. Die Eier wurden ursprünglich über Eierautomaten sowie über Haustürgeschäfte vermarktet. Zum Zeitpunkt des Todes des Tierhalters befanden sich noch rund 300 Hühner im Betrieb.
Nach Einschätzung von ANINOVA wurden den Tieren in dieser Haltung erhebliches Leid und Schmerzen zugefügt. Die Hühner waren über lange Zeiträume in engen Käfigsystemen eingesperrt, die ihre natürlichen Bewegungs- und Verhaltensbedürfnisse massiv einschränkten. Hinzu kamen gravierende bauliche Mängel: Die Stallungen waren stark heruntergekommen, Teile der Decke hingen herab, die Stallung war verdreckt und von Spinnweben durchzogen. Nach Angaben des Betreibers selbst hatten einige Tiere zeitweise keinen dauerhaften Zugang zu Futter und Wasser, da sich Tiere aus den Käfigen in den Zwischengängen befanden.
Erst nach einem Hinweis an das zuständige Veterinäramt des Kreises Heinsberg wurde eine Kontrolle durchgeführt. Die verbliebenen rund 300 Hühner wurden anschließend an Privatpersonen für 1 Euro pro Tier verkauft. Eine behördlich begleitete Sicherstellung oder Vermittlung der Tiere erfolgte nach Kenntnis von ANINOVA nicht.
ANINOVA bot dem Veterinäramt Unterstützung bei der Vermittlung der verbliebenen Tiere an. Konkrete Maßnahmen wurden jedoch offenbar nicht ergriffen. Weitergehende Auskünfte verweigerte die Behörde unter Verweis auf den Datenschutz. In der Folge schaltete ANINOVA das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf ein.
"Dass eine seit Anfang 2026 eindeutig verbotene Haltungsform, in der Tieren über Jahre hinweg erhebliches Leid und Schmerzen zugefügt wurden, offenbar erst nach einem externen Hinweis aufgefallen ist, wirft erhebliche Fragen auf", sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.
Der Fall verdeutlicht aus Sicht von ANINOVA erneut, dass gesetzliche Vorgaben allein nicht ausreichen, um Tiere wirksam zu schützen. Selbst bei klaren Verboten und langen Übergangsfristen werden Missstände häufig erst dann beendet, wenn sie von außen bekannt gemacht werden.
Aus Sicht von ANINOVA zeigt der Fall zudem grundsätzliche Probleme der tierlichen Nutzung auf. Eine vegane Lebensweise, die vollständig auf tierische Produkte verzichtet, ist der konsequenteste Weg, Tierleid, Schmerzen und Ausbeutung dauerhaft zu vermeiden.
Weitere Informationen hier.
Bildmaterial kann angefordert werden
Hühnerhaltung Kreis Heinsberg Waldfeucht Kleingruppenhaltung Käfighaltung Tierschutz Veterinäramt ANINOVA illegale Tierhaltung Tierschutzverstoß
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland
fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org
Pressekontakt:
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
fon ..: 02241-261549-2
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org
Diese Pressemitteilung wurde über Connektar veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von ANINOVA e.V.
16.07.2026 | ANINOVA e.V.
Produktwarnung vor Dithmarscher Geflügel
Produktwarnung vor Dithmarscher Geflügel
31.03.2026 | ANINOVA e.V.
Verbotene Käfighaltung trotz Ausnahmen: 150.000 Hühner im Kreis Coesfeld betroffen
Verbotene Käfighaltung trotz Ausnahmen: 150.000 Hühner im Kreis Coesfeld betroffen
26.03.2026 | ANINOVA e.V.
Demo vor Schlachthof "Dithmarscher Geflügel" bei Potsdam angekündigt
Demo vor Schlachthof "Dithmarscher Geflügel" bei Potsdam angekündigt
26.03.2026 | ANINOVA e.V.
Rinderhaltung im Anhänger beendet: Erfolg nach ANINOVA-Anzeige in Fischach
Rinderhaltung im Anhänger beendet: Erfolg nach ANINOVA-Anzeige in Fischach
19.03.2026 | ANINOVA e.V.
Demo gegen "Dithmarscher Geflügel" in Seddiner See nach schweren Tierschutzvorwürfen angekündigt
Demo gegen "Dithmarscher Geflügel" in Seddiner See nach schweren Tierschutzvorwürfen angekündigt
Weitere Artikel in dieser Kategorie
22.07.2026 | Elbwald Hamburg
Bäume statt Beton im Hamburger Hafen
Bäume statt Beton im Hamburger Hafen
16.07.2026 | Jackery Technology GmbH
Hitzewellen treiben den Stromverbrauch
Hitzewellen treiben den Stromverbrauch
15.07.2026 | EU Klimapakt
Europäischer Klimapakt ruft zu mehr Klimaanpassung und Resilienz auf und lädt zu Gedenken und Begegnung ins Ahrtal ein
Europäischer Klimapakt ruft zu mehr Klimaanpassung und Resilienz auf und lädt zu Gedenken und Begegnung ins Ahrtal ein
14.07.2026 | GOLDINVEST Consulting GmbH
Trillion Energy: "Buy"-Rating und 0,60 CAD Kursziel dank massivem Öl-Potenzial in der Türkei
Trillion Energy: "Buy"-Rating und 0,60 CAD Kursziel dank massivem Öl-Potenzial in der Türkei
14.07.2026 | Home Perfect GmbH
Klimageräte von Home Perfect: Sparsam kühlen, komfortabel wohnen
Klimageräte von Home Perfect: Sparsam kühlen, komfortabel wohnen

