BETON oder BIOTOP?
28.07.2026 / ID: 444439
Umwelt & Energie
Derzeit besteht der Elbwald - nach der im Februar 2026 vollzogenen Teilrodung - aus über 350 Pappeln. Aber zwischen den Bäumen am Elbufer und dem alten Petroleumhafen liegen 24 Hektar Brachland. Dieses Areal wird von der Hamburg Port Authority (HPA) seit Jahren regelmäßig gepflügt, um zu verhindern, dass sich hier Bäume, Büsche und Tiere ansiedeln. Denn diese Fläche ist für die im Rahmen der Hafenwesterweiterung geplanten neuen Containerterminals »reserviert«. Da der Hamburger Hafen aber keine neuen Containerliegeplätze benötigt, sollte dafür auch keine Fläche mehr freigehalten werden. Franz Hermann, Vorsitzender des Vereins Elbwald retten, betonte: „Wir fordern deshalb, das Gebiet hinter dem Elbwald freizugeben und zu einem Mischwald aufzuforsten. Derzeit diskutieren wir ein entsprechendes Konzept unseres Umweltgutachters Markus Mössel mit Umweltverbänden und Aufforstungsfachleuten. Anfang September werden wir das Projekt auf einer Veranstaltung vorstellen. Wir können aber jetzt schon verraten, dass vorgesehen ist, in diesem neuen Stadtwald insgesamt 3.000 langlebige Bäume anzusiedeln - überwiegend Pappeln und dazu passende Arten wie Weiden, Erlen und Eschen. “ Damit entstünde ein ökologisch optimal ausbalanciertes Biotop, das in dem Industriegebiet Finkenwerder zwischen Containerhafen und Airbus-Werk eine wichtige Funktion zur CO₂-, Feinstaub- und Schadstoffbindung hätte und im Jahresdurchschnitt täglich über sechs Millionen Liter Sauerstoff produzieren würde. Der neue Elbwald wäre somit ein wichtiger Beitrag, um die im Hamburger Volksentscheid vom Oktober 2025 beschlossenen Klimaziele zu erreichen.Die Volkspetition Elbwald retten ist derweil auf der Zielgeraden: von den 10.000 benötigten Unterschriften wurden bereits rund 8.000 gesammelt.
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