Infinus-Finanzskandal: Vorbereitung der Klageschrift
07.04.2015 / ID: 192068
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
7. April 2015. Die Ermittlungen der Dresdner Staatsanwaltschaft im Infinus-Finanzskandal stehen kurz vor dem Abschluss. Derzeit werde nach aufwendigen Ermittlungsarbeiten die Anklageschrift erarbeitet, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS). Sechs Managern des Finanzkonzerns wird vorgeworfen zehntausende Anleger um knapp 400 Millionen Euro betrogen zu haben.
Die Ermittlungen gegen sie sechs Manager des Infinus-Firmengeflechts wurden vor gut 17 Monaten begonnen. Von den Managern sitzen fünf seit November 2013 in Untersuchungshaft; einer der Manager wurde wegen Kooperationsbereitschaft im Februar 2014 gegen verschiedene Auflagen wieder entlassen. Gegen die fünf in Untersuchungshaft sitzenden Männer läuft schon seit Dezember 2014 ein Zivilprozess am Landgericht Leipzig.
Die meisten Firmen aus dem Infinus-Geflecht sind nach Bekanntwerden der Vorwürfe (2013) zahlungsunfähig geworden. Bis Ende letzten Jahres konnte Insolvenzverwalter Bruno Kübler rund 90 Millionen Euro Insolvenzmasse sicherstellen, insgesamt wird mit rund 150 Millionen Euro Bruttoinsolvenzmasse gerechnet. Geschädigte Anleger könnten so bis zu 20 Prozent ihres investierten Geldes wiederbekommen.
Ob die Anleger Chancen auf eine Geltendmachung weiterer Schadensersatzansprüche haben, muss im Einzelfall geprüft werden. Der DVS (www.dvs-ev.net) hat bereits im November 2013 eine Arbeitsgemeinschaft für Infinus-Anleger gegründet.
http://www.dvs-ev.net
Deutscher Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
Langer Berg 7 99094 Erfurt
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Martinskloster 3 99094 Erfurt
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