Teilzeit ist keine Frage des "Lifestyles"
13.03.2026 / ID: 438983
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Eschborn, März 2026 - Der Begriff "Lifestyle-Teilzeit" war in den vergangenen Wochen in aller Munde. Hintergrund war die in Politik und Öffentlichkeit entfachte Debatte über die gesamtwirtschaftliche Relevanz von Teilzeit-Arbeit. Der implizite Vorwurf: Menschen würden nur aus Bequemlichkeit statt aus echter Notwendigkeit heraus in Teilzeitmodellen arbeiten. Auch das Randstad Arbeitsbarometer 2026 zeigt jedoch, dass Teilzeit nur wenig mit dem vermeintlichen "Lifestyle" der Arbeitnehmer:innen zu tun hat.Teilzeit steht nicht hoch im Kurs
Auf die Frage, in welcher Beschäftigungsform sie arbeiten, gaben 24 % der deutschen Umfrage-Teilnehmer an, eine Teilzeitstelle zu haben. Geht es um ihr Ideal - also darum, wie sie am liebsten arbeiten würden -, möchten dies allerdings nur 16 % tun. Und dies gilt gleichermaßen für Männer (15 % vs. 10 %) und Frauen (34 % vs. 22 %) und über Generationen hinweg. 20 % der Gen Z zum Beispiel sind in Teilzeit beschäftigt, für ihre ideale Beschäftigungsform halten dies nur 13 %.
Wachsender Beliebtheit erfreuen sich dagegen sowohl Selbstständigkeit als auch Vollzeitstellen mit einer zusätzlichen Nebenbeschäftigung. Heute sind zwar erst 5 % der Befragten selbstständig, perspektivisch wären es aber doppelt so viele (10 %). Das zeigt sich auch bei anderen Modellen: Nur 3 % der Vollzeitbeschäftigten haben aktuell einen Nebenjob, aber 12 % würden dieses Modell gern leben.
"Unsere Ergebnisse zeigen das Gegenteil dessen, was im Diskurs vermutet wird, und widerlegen die Annahme, dass viele Menschen schlicht weniger arbeiten möchten", sagt Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland. "Stattdessen geht der aktuelle Trend am Arbeitsmarkt stärker in Richtung Mehrarbeit - gepaart mit einer Leistungsbereitschaft, die eher selten thematisiert wird."
Arbeitnehmende sind bereit für Leistung und Engagement
Die Gelegenheit, einen persönlichen Unterschied am Arbeitsplatz zu machen, wird von 49 % der Befragten als wichtiger oder sehr wichtiger Teil ihres Berufslebens eingestuft. Für 45 % ist außerdem das Thema Innovation wichtig oder sehr wichtig, während 43 % ihrer Karriereentwicklung und ihren Beförderungsgelegenheiten eine hohe Bedeutung beimessen.
"Viele Mitarbeitende möchten sich einbringen, Neues wagen und achten außerdem auf das eigene Vorankommen. Dies ist eine Gelegenheit für Arbeitgeber, die Belegschaft aktiver in die Geschäftsentwicklung einzubeziehen und dadurch auch ihr Innovationspotenzial zu steigern. Doch es muss auch ein Wille da sein, neue Ideen und unerprobte Arbeitsweisen zuzulassen", ergänzt Verena Menne.
Work-Life-Balance in vielen Fällen schon gewährleistet
Außerdem ist vielen Fällen eine Balance zwischen Privat- und Berufsleben bereits gewährleistet. 74 % aller Beschäftigten hierzulande meinen, ihre aktuelle Position und der aktuelle Arbeitgeber böten ihnen eine gute Work-Life-Balance. Das ist sogar mehr als der Anteil derjenigen, die Work-Life-Balance als eine Priorität in ihrem Berufsleben sehen (63 %).
"Im Hinblick auf Lebensführung kommen viele Unternehmen ihren Beschäftigten schon entgegen. Mitarbeitende müssen oft gar keine Abstriche machen, um Privates und Beruf zu vereinen. Dadurch wird klar, dass vor allem die Politik in der Pflicht ist, für bessere Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt zu sorgen - damit Vollzeit-Arbeit und Leistung für alle Beschäftigten, die sie wünschen, überhaupt möglich ist und es sich für sie lohnt", meint Verena Menne.
Über das Randstad Arbeitsbarometer
Das Randstad Arbeitsbarometer wurde 2003 eingeführt und deckt inzwischen 35 Länder auf der ganzen Welt ab. Die Studie erscheint einmal jährlich und macht sowohl nationale als auch globale Trends auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Verschiedene Pulse Surveys in ausgewählten Ländern ergänzen im Jahresverlauf das Randstad Arbeitsbarometer mit Einblicken in aktuelle Entwicklungen. Die Befragung wird online unter Arbeitnehmenden im Alter von 18 bis 67 Jahren durchgeführt, die erwerbstätig oder Einzelunternehmer sind, oder arbeitslos, aber eine künftige Beschäftigung anstreben. Die Mindeststichprobengröße beträgt 500 Interviews pro Land. Für das Arbeitsbarometer 2026 wurden mehr als 27.000 Arbeitskräfte weltweit, davon 1.000 in Deutschland, und erstmals auch über 1.200 Arbeitgeber befragt sowie über 3 Millionen Stellenanzeigen untersucht.
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