ARAG veröffentlicht den "Trendmonitor Recht 2025"
16.04.2026 / ID: 440401
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Eine Krise folgt auf die nächste, die wirtschaftliche Unsicherheit wächst, und der Kostendruck ist für viele Haushalte spürbar. In dieser Lage müssen immer mehr Menschen ihren Lebensstandard rechtlich absichern und verteidigen - etwa wenn der Arbeitsplatz bedroht ist oder die Nebenkostenabrechnung explodiert. Als weltweit größter Rechtsschutzversicherer verfügt die ARAG über einen besonderen Blick auf diese Entwicklungen: Aus den jährlich gemeldeten Rechtsschutzfällen lässt sich ablesen, dass rechtliche Sorgen in den Lebensbereichen Arbeit und Wohnen seit COVID massiv zugenommen haben und die deutschen Verbraucher aktuell am meisten beschäftigen. Mit dem "ARAG Trendmonitor Recht 2025" macht der Konzern diese Erkenntnisse nun erstmals gebündelt öffentlich.Die Entwicklung der ARAG Rechtsschutzfälle zeigt, wie stark sich gesellschaftliche Veränderungen im Alltag der Menschen widerspiegeln. Seit COVID ist ein eindeutiger Trend erkennbar: Der Unterstützungsbedarf der Verbraucher rund um rechtliche Fragestellungen wächst enorm, die Rechtsschutzfälle legen jedes Jahr deutlich zu. So stiegen in den vergangenen fünf Jahren vor allem Auseinandersetzungen in den Bereichen Arbeit um 63 Prozent und Miete/Wohnen um 74 Prozent massiv an. Allein in 2025 lag das Plus bei 11,1 Prozent im Arbeitsrecht und bei 15,1 Prozent im Mietrecht. Dass die persönliche Resilienz für Verbraucher rund um rechtliche Fragestellungen immer bedeutsamer wird, unterstreicht die Zahl von mehr als 765.000 Rechtsschutzfällen, in denen die ARAG in 2025 Unterstützung geleistet hat.
Top-Thema 1: Arbeitsplatz wird zum Unsicherheitsfaktor
Über die vergangenen fünf Jahre hinweg zeigt sich im Arbeitsrechtsschutz ein klarer Anstieg der Fälle. Dabei geht es nicht nur um eine höhere Frequenz - auch die wirtschaftliche Tragweite wächst: Kündigungen und Kündigungsschutzverfahren sind häufig mit hohen Streitwerten verbunden. Auffällig ist die starke Zunahme von Kündigungsschutzklagen um 33 Prozent allein im Jahr 2025. "Wir stellen fest, dass nicht mehr vornehmlich Kunden mit niedrigen Einkommen betroffen sind, sondern auch immer mehr mit mittleren und auch höheren Einkünften", erläutert Hanno Petersen, Vorstand Konzern IT und Operations bei der ARAG SE.
Top-Thema 2: Wenn Wohnen zum Rechtsrisiko wird
Wohnen ist nicht mehr nur teuer, sondern für viele Verbraucher ein dauerhaftes Konfliktfeld - etwa durch gestiegene Nebenkosten, Mieterhöhungen oder Streit über Mängel. Im ARAG Trendmonitor Recht zeigt sich deshalb auch im Mietrechtsschutz eine besonders dynamische Entwicklung. Die ARAG beobachtet zudem ein verändertes Verhalten: Viele Kunden setzen ihre Ansprüche bereits bei kleineren, dreistelligen Beträgen rechtlich durch. "Gerade diese Fälle nehmen stark zu. Hierbei wird deutlich, dass die finanziellen Puffer der Verbraucher sichtbar schrumpfen", unterstreicht ARAG Vorstand Hanno Petersen.
Entwicklung in den anderen Rechtsgebieten
So auffällig die starke Zunahme an Rechtsschutzfällen in den Bereichen Arbeit und Miete/Wohnen ist, so wenig lassen sich in den anderen Rechtsgebieten wie etwa dem Vertrags- oder dem Verkehrs-Rechtsschutz eindeutige Trends ablesen. Dort gliedern sich die einzelnen Leistungsfälle sehr kleinteilig auf. Zahlenmäßig große zusätzliche Masseschäden sind im Vergleich zu den Vorjahren, die stark durch den Abgasskandal geprägt waren, nicht aufgetreten.
Trend setzt sich in 2026 fort
Auch in 2026 bleibt die Situation der Verbraucher angespannt. So verzeichnete die ARAG im ersten Quartal im Arbeitsrechtsschutz erneut ein deutliches Plus der Rechtsschutzfälle von 12,2 Prozent. Der Mietrechtsschutz blieb auf einem hohen Niveau und stieg von Januar bis Ende März mit 3,1 Prozent an.
Hier gehts zum vollständigen ARAG Trendmonitor Recht 2025
Den vollständigen Trendmonitor Recht 2025 mit allen Zahlen, Hintergründen, Beispielfällen und Grafiken finden Sie auf www.arag.com/de/trendmonitor-recht/ . Dort stehen zudem der Trendmonitor als PDF und Word sowie alle Grafiken zum kostenfreien Download bereit.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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