Pressemitteilung von Keynote Speaker & Coach

Patientensicherheit: Lernen Kliniken zu wenig aus den eigenen Fehlern?


01.06.2026 / ID: 442005
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen

Patientensicherheit: Lernen Kliniken zu wenig aus den eigenen Fehlern?Bei Fehlern im Krankenhaus kommt schnell die Frage nach einem Schuldigen auf. Aber gerade hier im Gesundheitswesen sind Fehler selten nur unglückliche Zufälle - sie sind das Ergebnis schlechter Strukturen. Fehlt Transparenz, erstickt Kritik in den Hierarchien, Warnsignale werden ignoriert. Patientensicherheit ist Vertrauensfrage. Aber nicht die Suche nach Schuldigen rettet Leben, sondern eine Kultur, die Fehler offen analysiert und Prozesse konsequent verbessert. Und die Luftfahrt macht es vor.

In den Medien wird immer häufiger über gravierende Mängel wie Fehldiagnosen oder fatale Fehler bei Operationen berichtet - gleich, ob sie in deutschen, Schweizer oder österreichischen Krankenhäusern geschehen. Die Berichte legen offen, dass Fehler im Gesundheitswesen nicht nur durch individuelles Versagen entstehen, sondern auch durch problematische Strukturen begünstigt werden. Hinzu kommen fehlende Transparenz, Interessenkonflikte und eine Kultur des Wegschauens. Gerade in Hochrisikobereichen wie der Medizin können sich nicht offen analysierte Fehler unmittelbar auf die Patientensicherheit auswirken. Das Fatale daran ist, dass sich diese Fehler dann wiederholen! Einige Experten diskutieren bereits, ob die Luftfahrt als mögliches Vorbild dienen könnte. Hier gilt die sogenannte "Just Culture": Im Vordergrund steht dabei nicht die Suche nach Schuldigen, sondern die Frage, warum ein Fehler passieren konnte und wie Prozesse verbessert werden müssen. "Ohne eine offene Fehlerkultur lassen sich vermeidbare Risiken kaum nachhaltig reduzieren", sagt Bruno Dobler. Er ist ehemaliger Flugkapitän, Unternehmensberater und Experte für "Just Culture".

Dobler weist darauf hin, wie die Luftfahrt besonders durch Flugzeugkatastrophen in den 1970er Jahren kontinuierlich gelernt hat. Seither wurde die Sicherheit stetig verbessert: "Nur durch die kompromisslose Auseinandersetzung mit den Fehlern und den konsequenten Ausbau von Sicherheitssystemen - von der Technik bis zur Kommunikation - zählt die Luftfahrt zu den sichersten Verkehrsmitteln." In seinen Vorträgen "Denken/handeln wie ein Pilot - damit aus Fehlern kein Crash entsteht" oder "Wie Piloten Probleme lösen, um sicher zu landen", die der Schweizer Keynote Speaker u. a. bei der Redneragentur "Redner.Speaker.Experten." hält, verdeutlicht er, welche Vorteile die Erfahrungen aus den Cockpits für verantwortungsvolles Handeln in Krankenhäusern bieten. Und nicht nur da - auch in der Wirtschaft können Faktoren wie gründliche Vorbereitung, gute Kommunikation, Risikobewusstsein und eine offene Fehlerkultur das Risiko für Kunden zu verringern.

Noch während seiner aktiven Zeit als Pilot für eine Schweizer Airline wurde er Unternehmensberater, gründete zahlreiche Firmen und war einige Jahre im Aufsichtsrat der Zürcher Kantonalbank tätig. Heute berät er Organisationen und Unternehmen. Dabei setzt er seine Erfahrungen und die in der Luftfahrt erlernten Fähigkeiten eins zu eins um. "Bevor Piloten die Verantwortung für hunderte Passagiere und ein millionenteures Flugzeug übernehmen dürfen, durchlaufen sie ein mehrstufiges, intensives Training. Dabei erwerben sie universelle Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, in allen Situationen angemessen zu reagieren. Dazu gehört auch der Umgang mit Fehlern und deren Analyse zur Verbesserung der Sicherheit. Genau hier, zur Fehlervermeidung, sollte das Gesundheitswesen ein Benchmarking mit der Luftfahrt durchführen", so Bruno Dobler.

(Bildquelle: iStock / Chalabala)

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