Berlin: ZBI fordert Anwendung der künstlichen Intelligenz zum Wohl der Menschheit und der Natur
01.06.2026 / ID: 442065
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Bereits im Jahre 2018 wies der damalige Chief Executive Officer von Google Sundar Pichai auf einer Veranstaltung in San Francisco hin, dass Künstliche Intelligenz eines der wichtigsten Dinge ist, an denen Menschen arbeiten. Ihre Bedeutung sei grundlegender als Elektrizität oder das Feuer. Kürzlich nahm Papst Leo XIV mit seiner ersten Enzyklika, die den Titel trägt "Magnifica Humanitas. Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz" Stellung zu diesem Thema. Infolgedessen ist es aus der Sicht des ZBI wichtig und fordernd, die Entwicklung KI-gesteuerter Systeme muss stets zum Wohle der Menschheit und der Natur erfolgen.
Welche Bedeutung haben KI-gesteuerte Systeme für die Menschheit? Durch immer leistungsfähigere Computer werden der Datenumfang und KI-Anwendungen überproportional wachsen. Algorithmisch gesteuerte KI-Entscheidungs- und Steuerungssysteme dringen unaufhaltsam in alle Lebensbereiche der Gesellschaft vor. KI-Anwendungen könnten u. a. künftig über die Vergabe von Baukrediten oder Sozialleistungen, über Bildungschancen oder berufliche Karrieren entscheiden. Ganze Volkswirtschaften werden durch KI-gesteuerte Systeme neu ausgerichtet. Das demokratische Gut der Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit sowie der freien Presse kann beim verstärkten Einsatz durch KI-gesteuerte Systeme missbraucht werden. Die Anonymität des einzelnen Menschen wird außer Kraft gesetzt - beispielsweise erfolgen durch KI-gesteuerte Systeme personalisierte Suchergebnisse im World Wide Web. Manche sprechen auch von der Gefahr einer unkontrollierbaren und den Menschen beherrschenden Superintelligenz. Zudem zeigen Kriegsgebiete, insbesondere im Nahen Osten und in der Ukraine, es werden immer mehr leistungsfähigere KI-unterstützte Waffen eingesetzt.
Welche Bedeutung haben KI-gesteuerte Systeme für den ZBI? Durch diese Technologien wird das Menschenbild verändert, und ethische Werte kommen mehr in den Vordergrund. Infolgedessen tragen Ingenieurinnen und Ingenieure hierbei eine besondere soziale, moralische und klimaschonende Verantwortung. Zudem ergeben sich für Ingenieurinnen und Ingenieure bei der weltweiten digitalen Vernetzung auch gesellschaftliche Herausforderungen.
Weil der Aufbau von leistungsstarken KI-Systemen ressourcenaufwendig und kostenintensiv ist, besteht nach Meinung des ZBI die Gefahr, kleine Anbieterinnen und Anbieter bleiben zu Lasten der weltweit großen Konzerne auf der Strecke.
Der ZBI fordert daher eine globale Einhaltung von ethischen KI-Grundsätzen im Sinne einer freiheitlichen Weltgemeinschaft. "Diese müssen Werte wie Selbstbestimmung, Gerechtigkeit, Naturbewahrung und Schutz der Privatheit beinhalten und weltweit dem Frieden dienen" betonte der ZBI-Präsident Wilfried Grunau. Privatheit bedeutet nach Auffassung des ZBI, der Mensch kann für sich selbst kontrollieren, wer die Grenze zu seiner eigenen Lebenswelt überschreitet und wer im Rahmen der digitalen Welt was und in welchem Zusammenhang über ihn wissen darf. Schlussendlich muss der Mensch in jeder Situation die Entscheidungen treffen, Künstliche Intelligenz darf nur ein unterstützendes Hilfsmittel sein.
In vielen Bereichen entstehen verpflichtende Schulungen für den Einsatz von KI.
Allerdings gibt es hierzu noch kein einheitliches Gesetz, sondern nur eine Kombination aus EU-Regulierung (AI Act), Datenschutzrecht, Arbeitsschutz, Branchennormen und betrieblichen Vorgaben. "Der ZBI fordert einheitliche Regelungen für Pflichtschulungen der Beschäftigten, die mit KI-gesteuerten Systemen tätig sind, um deren Chancen und Risiken erkennen zu können" unterstrich ZBI-Vizepräsident Dr. Heinz Leymann.
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ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.
Herr Dr. Heinz Leymann
Christinenstr. 79
44575 Castrop-Rauxel
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fon ..: 02305 9679087
web ..: http://www.zbi-berlin.de
email : leymann@zbi-berlin.de
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