Gründung mit fertigem Geschäftsmodell ist komfortabel und risikoarm
01.06.2026 / ID: 442083
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Die Franchise-Branche wird sich noch stärker entwickeln zu einem stark digitalisierten, dezentralen Wachstumsmodell. Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf Nachhaltigkeit, Automatisierung und datengestützte Effizienz. Als etablierter Konjunkturanker bietet die Franchise-Branche besonders im Dienstleistungssektor immens große Chancen. Franchising versucht, die Vorteile des selbständigen Unternehmertums mit den Stärken eines zentralistisch geleiteten Filialsystems zu verbinden. Ein etabliertes Franchisemodell zu nutzen, bietet angehenden Unternehmern das fertige Modell durch standardisierte, bereits funktionierende Prozesse und ein geringeres Risiko bei der Selbstständigkeit als bei einer kompletten Neugründung. Eine starke Marke im Rücken zu haben, gilt als Eintrittskarte zum Erfolg.Franchise nutzen bedeutet Chancen und Herausforderungen
Zwar reduziert ein Franchise-System das unternehmerische Risiko, der Erfolg stellt sich leichter, aber keineswegs vollautomatisch ein. Wer als Franchisenehmer erfolgreich werden will, kann nicht die Sicherheit des Angestellten erwarten. Deswegen ist der Gründer gut beraten, den zugrunde liegenden Franchisevertrag kaufmännisch und rechtlich zu überprüfen. Die sorgfältige Prüfung eines Franchisekonzepts vorausgesetzt, kann sich der Franchisenehmer Probleme und Risiken ersparen.
Dinge die einen guten Franchisegeber auszeichnen
Der Franchisegeber investiert in die Entwicklung eines replizierbaren Systems. Er erstellt Handbücher, schult und betreut seine neuen Partner, sichert die Qualität und pflegt die Markenidentität. Der Franchisenehmer hingegen bringt Kapital, Arbeitskraft und lokales Engagement ein. Er ist rechtlich selbstständig, wirtschaftlich aber eng an das System gebunden. Diese Abhängigkeit ist kein Fehler im System, sondern sein positiver Kern. Das Vertriebsfranchise, repräsentiert durch globale Fast-Food-Ketten, ist das bekannteste Modell in vielen Ländern. Es verlangt die höchste Anfangsinvestition, bietet dafür aber den stärksten Markenrückhalt. Das Dienstleistungsfranchise gewinnt auch in Deutschlandm Österreich und der Schweiz zunehmend an Bedeutung, besonders in den Bereichen Pflege, Partnervermittlungen, Bildung und Handwerk. Dies sind Marktsegmente nach deren Dienste die Nachfragen seit Jahren überdurchschnittlich ansteigen.
Risiken und Grenzen, die Franchisenehmer bedenken sollten
Die Höhe der Einstiegskosten schreckt manche ab, zu Recht. Der durchschnittliche Anfangsinvestitionsbedarf liegt laut verschiedenen Marktberichten bei einigen Franchisemodellen bei rund 1,5 Millionen Euro für etablierte Systeme, wobei kleinere Konzepte deutlich darunter liegen können. Diese Summe umfasst Franchisegebühren, Ausstattung, Umbau, erste Lagerbestände und Betriebskapital für die Anlaufphase. Die Formel lautet: Je geringer der Einstieg, umso minimierter das Risiko. Die laufenden Gebühren und Kosten belasten die Marge dauerhaft. Je nach Franchisesystem zahlt der Franchisenehmer eine unterschiedliche Höhe der Prozente seines Umsatzes an den Franchisegeber, zusätzlich zu Werbekostenbeiträgen. Wer die Rentabilität seiner Tätigkeit als Franchisenehmer kalkuliert, muss diese Posten von Anfang an einrechnen. Viele Gründer unterschätzen diesen Effekt auf ihre Liquidität.
Wichtig vor dem Start als Franchisenehmer
Die Wahl des Franchise Systems ist die folgenreichste Entscheidung im gesamten Prozess. Wer hier vorschnell handelt, zahlt diesen Fehler oft über Jahre. Eine gründliche Due-Diligence-Prüfung umfasst den Markt, die Analyse des Franchisegebers, seiner Finanzlage, seiner Wachstumsgeschichte und der Zufriedenheit bestehender Franchisenehmer. Wenn ein Franchisegeber eine besondere Dienstleistung bietet, die keine Wettbewerber in besserer Qualität und dazu noch günstiger bieten, ist das ein äußerst interessantes Angebot. Dazu sollte ein Franchisenehmer vorab prüfen, ob sein Standort in das ausgewählte Franchisesystem passt. Wenn die Tätigkeit des Franchisenehmers in dem ausgewählten Franchisesystem auch noch aus dem Homeoffice oder via Internet von jedem anderen Standort ausgeübt werden kann, steht dem Erfolg kaum etwas im Wege.
Sie haben den Presseartikel des Publizisten Dr. Thomas Komarek gelesen. Dr. Komarek wurde 1975 in Wien geboren. Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Promotion in den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht erlangte er 2002 den akademischen Grad des Dr. rer. oec. Herr Dr. Komarek ist international bekannt als namhafter Publizist und Wirtschaftswissenschaftler und Mitgründer des neutralen Wirtschaftsportals FranchiseVergleich eu.
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