Die Landesregierung von NRW beklagt den Rückgang von Existenzgründungen
23.05.2012 / ID: 62129
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Der Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr in Nordrhein-Westfalen Harry Voigtsberger und Arbeitsminister Guntram Schneider beklagen den Rückgang an neuen Existenzgründungen. Diese seien eine Folge der Kürzung von Fördergeldern und der damit verbundenen verminderten Unterstützung für Unternehmensgründungen.
Sie fordern die Bundesregierung auf, die Kürzungen zu revidieren. Nach Abschaffung der "Ich-AGs" gibt es immer weniger Unterstützung für Selbstständige und seit dem Jahr des Booms für Unternehmensgründungen 2005 ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine Geschichte des Rückgangs an Hilfen für Selbstständige.
2011 wagten rund 3,5 Prozent weniger Menschen in NRW den Schritt in die Selbstständigkeit als im Vorjahr 2010. Noch deutlicher sind die Zahlen bei Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, wo ein noch signifikanterer Einbruch zu beobachten war.
Ziel der Kürzungen von Fördergeldern im Rahmen der Änderungen im Arbeitsförderungsrecht vergangenen Jahres, ist die geplante Einsparung von rund 1,7 Milliarden Euro bei den Maßnahmen zur Eingliederung im Jahr 2012. Der überwiegende Teil soll dabei, laut Arbeitsminister Guntram Schneider, durch Kürzungen der Unterstützung bei Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit erfolgen.
Im bundesweiten Vergleich sind die Rückgänge der Existenzgründungen 2011 in NRW sogar noch etwas geringer. So musste deutschlandweit ein Rückgang von 4 Prozent verzeichnet werden.
Grund für die geringere Abnahme an Unternehmensgründungen in NRW seien diverse landesweite Programme und Maßnahmen, die dem Trend entgegenwirken sollen.
Die Beratungsstellen für Existenzgründungen konnten ebenfalls einen deutlichen Rückgang 2011 feststellen. Während sich 2010 noch rund 26.400 Menschen beraten ließen, sank dieser Wert im letzten Jahr um ca. 8 Prozent. Gründe hierfür seien aber auch die gute Konjunktur und eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt, wo wieder mehr offene Stellen zu verzeichnen waren.
Die Gründerförderung wurde bereits mehrfach wissenschaftlich untersucht und immer wieder wurde festgestellt, dass sie sich besonders positiv auf die Arbeitsmarktsituation auswirkt. So ermittelte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur zuletzt, dass 80 Prozent der Start-Ups auch eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung im Geschäft sind, rund 30 Prozent sogar mit Angestellten.
So müsse Ministerin von der Leyen berücksichtigen, dass Neugründungen von enormer Bedeutung für eine stabile Wirtschaft seien und die Erhöhung der Anzahl an Selbstständigen ein entscheidendes Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik sein müsse.
Dabei ist in der heutigen Zeit eine Neugründung einfacher denn je. Marktanalysen und Mitbewerberrecherchen sind durch Tools und Internetseiten mit deutlich weniger Aufwand durchzuführen. So bietet die Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie eine schrittweise Anleitung für die Existenzgründung. Darüber hinaus können bei Online-Dienstleistern wie http://www.register-auszug.org (https://register-auszug.org/) und http://www.e-handelsregisterauszug.de (http://e-handelsregisterauszug.de/) Auszüge aus dem Handelsregister online bestellt werden und vereinfachen somit die Recherche von Unternehmensdaten zur Markt- und Mitbewerberanalyse.
http://register-auszug.org
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