Mikro-KWK muss differenziert betrachtet werden
16.10.2012 / ID: 83676
Wissenschaft, Forschung & Technik
Die Kraft-Wärme-Kopplung für Ein- und Zweifamilienhäuser (Mikro-KWK) wird als ein Baustein zur Effizienzsteigerung und zum Gelingen der Energiewende angesehen. Die technische Umsetzung führt heute zu zwei- bis dreifach höheren Investitionen im Vergleich zu konventioneller Heizgeräte¬technologie. Tendenziell sinken zudem mittel- bis langfristig die sinnvollen Einsatzmöglichkeiten der Mikro-KWK. Denn insbesondere in Neubauten, aber auch in sanierten Altbauten, wird der Wärmebedarf zurückgehen, so dass die für die KWK-Nutzung erforderlichen Wärmesenken kleiner werden. Darüber hinaus nimmt das energie- und klimapolitische Potenzial der Kraft-Wärme-Kopplung generell ab, da der KWK-Strom zunehmend in Konkurrenz zum stark wachsenden Anteil erneuerbaren Stroms steht. Derzeit ist Mikro-KWK vor allem eine Option für Bestandsgebäude. Sie ist insgesamt als Brückentechnologie anzusehen.
Vor diesem Hintergrund diskutierten Vertreter von führenden Heiztechnik-Herstellern und der Energiewirtschaft anlässlich des 7. Aachener Öl-Wärme-Kolloquiums den Stand der Technik und die Marktchancen von Mikro-KWK-Geräten, insbesondere in Deutschland. Insgesamt werden von allen Experten die Chancen dieser Technologie auf einen großflächigen Einsatz zurückhaltend beurteilt. Besonders die für eine starke Marktdurchdringung dieser Technologie erforderliche Wirtschaftlichkeit aus Sicht des Endkunden stellt eine große Herausforderung dar. Die Rahmenbedingungen der Energiepolitik ändern sich mit sehr hoher Geschwindigkeit. Technologien wie Mikro-KWK, die vor drei Jahren noch als zentraler Bausteine zur Lösung künftiger Energiefragen angesehen wurden, sollten auf der Basis heutiger Erkenntnisse erneut auf ihren Nutzen bewertet werden.
Einig waren sich die Experten aus der Heizgeräteindustrie auch darin, dass in Zukunft Hybridtechnologien zur Wärme- und Stromerzeugung eine zunehmend wichtige Rolle spielen werden. Hybridsysteme bauen auf mehreren Wärmequellen auf und haben als wichtige Technikkomponente einen Energiespeicher, der als Puffer dient.
Am 7. Ölwärme-Kolloquium am 26. und 27. September haben rund 150 Experten aus Wissenschaft und Industrie teilgenommen. Veranstalter waren die OWI Oel-Waerme-Institut GmbH (http://www.owi-aachen.de) und das Institut für Wärme- und Oeltechnik e. V. (http://www.iwo.de)
http://www.owi-aachen.de
Oel-Waerme-Institut GmbH (OWI)
Kaiserstrasse 100 52134 Herzogenrath
Pressekontakt
http://www.owi-aachen.de
Oel-Waerme-Institut
Kaiserstrasse 100 52134 Herzogenrath
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Michael Ehring
19.10.2020 | Michael Ehring
Methanol aus Klärgas
Methanol aus Klärgas
14.10.2020 | Michael Ehring
Betriebssicherheit von Wälzlagern
Betriebssicherheit von Wälzlagern
05.10.2020 | Michael Ehring
Entwicklung eines industriellen Mehrstoffbrennersystems
Entwicklung eines industriellen Mehrstoffbrennersystems
29.09.2020 | Michael Ehring
Methanol als Kraftstoff
Methanol als Kraftstoff
28.08.2020 | Michael Ehring
Ist die Langzeitstabilität von Brenn- und Kraftstoffen prognostizierbar?
Ist die Langzeitstabilität von Brenn- und Kraftstoffen prognostizierbar?
Weitere Artikel in dieser Kategorie
03.06.2026 | Dr. Paul Jirak, FEBO - Dr. Marietheres Jirak
Bester Augenarzt in Linz/OÖ (Wahlarzt) - Dr. med Paul Jirak
Bester Augenarzt in Linz/OÖ (Wahlarzt) - Dr. med Paul Jirak
03.06.2026 | Kompetenzzentrum WIRKsam
Qualitätskontrolle im Wandel: Exponat zeigt menschzentrierte KI in der Praxis
Qualitätskontrolle im Wandel: Exponat zeigt menschzentrierte KI in der Praxis
02.06.2026 | GEO Agentur Wien-Österreich für Generative Engine Optimization (GEO)
Wie eine GEO Agentur in Wien-Österreich KI-Sichtbarkeit erzeugt?
Wie eine GEO Agentur in Wien-Österreich KI-Sichtbarkeit erzeugt?
02.06.2026 | Kunststoff-Initiative Bonn/Rhein-Sieg
Teilnehmende für Studie zur Verbesserung der Bioabfalltrennung gesucht
Teilnehmende für Studie zur Verbesserung der Bioabfalltrennung gesucht
02.06.2026 | Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
HEAG und Fraunhofer IGD treiben Aufbau eines Hessischen Sensorik-Clusters voran
HEAG und Fraunhofer IGD treiben Aufbau eines Hessischen Sensorik-Clusters voran

