Telstra Global und Infinera demonstrieren erstmals Soft Decision Forward Error Correction auf einer Seekabel-Verbindung von 4.200 Kilometer Länge
24.01.2013 / ID: 98277
PC, Information & Telekommunikation
München - 24. Januar 2013. Infinera (NASDAQ: INFN) hat in einer Weltpremiere die Signalübertragung in unterseeischen Verbindungen mit der Soft Decision Forward Error Correction (SD-FEC) Fehlerkorrektur in einer 100-Gbit/s-Leitung demonstriert. Der erfolgreiche Versuch fand über die Glasfaserverbindung im Segment S5 des AAG Unterwasserkabels von Telstra Global auf der Strecke von Hawaii nach Kalifornien statt.
Infineras SD-FEC-Technologie kann die Übertragungskapazität von bestehenden Unterwasserkabeln verdoppeln. Dieser Versuch belegt die Leistungsfähigkeit von SD-FEC in Kombination mit Infineras Langstrecken-Super-Channel-Technologie FlexCoherent™ und zeigt, wie sowohl Reichweite als auch Kapazität von Unterseekabeln weltweit optimiert werden können.
Zukunfsupdate bestehender Verbindungen
Der Versuch fand im Glasfasernetz von Telstra Global im Segment 5 des AAG-Kabels statt. Die Leitung verbindet auf 4.200 km Länge quer durch den Pazifik San Luis Obispo in Südkalifornien mit der Insel Oahu, einer der acht Hauptinseln von Hawaii. Für den Feldversuch wurden Infineras DTN-X-Plattform, ein Prototyp einer Super-Channel-Line-Card auf Basis des Infineras FlexCoherent™-Prozessors der dritten Generation für Echtzeit-SD-FEC-Verarbeitung sowie die branchenweit einzigartigen 500 Gbit/s-PICs (Photonic Integrated Circuits) von Infinera verwendet.
Mit der zusätzlichen Fehlerkorrektur-Fähigkeit des SD-FEC können mehrere Infinera-FlexCoherent-Modulationsformate eine Verbindung ohne fehlerhafte Bitübertragung aufbauen. SD-FEC ermöglicht den Einsatz von Modulationsformaten höherer Ordnung. Dadurch könnte Telstra die verfügbare Kapazität auf dieser Verbindung erhöhen. So verleiht diese Technologie der unterseeischen Kabelverbindung auf längere Sicht die Kapazität, um den massiv steigenden Internetbedarf zu bedienen. Ein wesentliches Merkmal der FlexCoherent™-Technologie von Infinera ist, dass die Line-Card für ein spezifisches Modulationsformat über einfache Softwaresteuerungen so konfiguriert werden kann, um die Flexibilität der Verbindung und deren Kapazität zu erhöhen. In Folge dessen sinken auf der anderen Seite die Betriebs- und Infrastrukturkosten.
Telstra Global ist ein Teil der Telstra Corporation Limited, Australiens führendem Telekommunikations- und Medien-Services-Unternehmen und Besitzer eines der technologisch fortschrittlichsten IP-Backbone-Netze der Welt. Telstras dediziertes Glasfaserpaar innerhalb des Segments S5 des AAG-Seekabels ist Teil eines Systems von Kabeln, das die starken Volkswirtschaften Australiens mit denen des Fernen Ostens und der Westküste der Vereinigten Staaten verbindet. Telstra Global geht in den nächsten drei Jahren von einem um mehr als 60 Prozent pro Jahr wachsendem Datenverkehrsvolumen über das transpazifische Unterwasserkabel aus.
Neue Attraktivität bestehender Verbindungen
"Wir sind erfreut über die Ergebnisse dieses Feldversuchs", erklärt Martijn Blanken, Managing Director bei Telstra Global. "Diese belegen das erhöhte Kapazitätspotenzial der bedeutenden Unterwasserkabelverbindung von Telstra Global. Unsere kontinuierliche Ausrichtung auf modernste Technologien wird es uns ermöglichen, weiterhin neue Dienstleistungen für unsere Kunden zu liefern und deren künftigen Kapazitätsbedarf mit einem langfristigen und dabei zuverlässigen Angebot zu bedienen."
"Wir freuen uns zu sehen, dass sich unser FlexCoherent ™-Prozessor der dritten Generation mit 500 Gbit/s-PICs in einer realen Umgebung hervorragend bewährt hat", kommentiert Infinera-Mitbegründer und Chief Strategy Officer Dr. David. "In den vergangenen Monaten haben wir gezeigt, dass eine PIC-basierte Super-Channel-Implementierung auf der Langstrecke mit rekordverdächtig niedrigen Niveaus von PMD-Beeinträchtigungen auf Glasfaserbasis betrieben werden kann. Wir stellen damit vollständige 8-TB/s-Kapazität auf einer Dispersion-Shifted-Glasfaserleitung bereit, die von vielen Providern bereits als nutzlos abgeschrieben wurde. Mit Telstras Hilfe haben wir jetzt gezeigt, dass mithilfe von SD-FEC diese Technologie auf einer der längsten und anspruchsvollsten Kabeltrassen in der Welt auch zukünftig eingesetzt werden kann."
http://www.infinera.com
Infinera Corporation
169 Java Drive CA 9408 Sunnyvale
Pressekontakt
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Bite Communications GmbH
Flößergasse 4 81369 München
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