Benötigt mein Haus zu viel Energie?
26.11.2012 / ID: 90088
Garten, Bauen & Wohnen
sup.- Effizienz lautet das Gebot der Stunde - sowohl beim nationalen Prozess der Energiewende als auch in jedem einzelnen Heizungskeller. Denn letztlich sind dies zwei Seiten der gleichen Medaille und in beiden Fällen gilt: Weil der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien uns noch viele Jahre beschäftigen wird, müssen bewährte Brennstoffe wie Öl oder Gas in dieser Phase mit höchster Ergiebigkeit eingesetzt werden. Für die Besitzer einer Ölheizung heißt das beispielsweise, mit den Vorräten aus dem eigenen Öltank ohne Verzicht auf Wärmekomfort so lange wie möglich auszukommen. Ein Anspruch, dem die Entwicklung der Heiztechnik in den letzten Jahren sehr entgegenkommt: Nach Angaben des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) ist der durchschnittliche Jahresnutzungsgrad aller installierten Ölheizungen in Deutschland im Zeitraum 1990 bis 2010 von 68,3 auf 87,4 Prozent gestiegen. Wer bereits im eigenen Heim durch eine Heizungssanierung zu diesem Trend beigetragen hat, der wird dauerhaft durch entsprechend niedrigere Heizkosten belohnt. Und auch die Umwelt profitiert: Allein die Effizienzsteigerung in ölbeheizten Gebäuden hatte einen Rückgang der CO2-Emissionen um rund 22 Prozent zur Folge.
Die weitaus meisten Ölheizungen in Deutschland befinden sich in Ein- und Zweifamilienhäusern. Hier haben es die Eigentümer also selbst in der Hand, mit dem Austausch einer Alt-Anlage die Haushaltskasse zu entlasten. Die genannten Zahlen belegen nämlich auch: Eines der sichersten Indizien, ob ein Wohngebäude zu viel Wärmeenergie benötigt, ist das Baujahr des Heizkessels. Der Austausch einer ineffizienten Alt-Anlage aus dem vorigen Jahrtausend refinanziert sich vom ersten Nutzungstag an durch die niedrigeren Verbrauchswerte. Um dies tatsächlich zu gewährleisten, stehen die Besitzer einer neu installierten Ölheizung allerdings noch in einer weiteren Verantwortung: Sie sollten stets auf eine absolut zuverlässige Mengenerfassung bei der Tankbefüllung achten. Es wäre ärgerlich, wenn sie vom reduzierten Brennstoffbedarf aufgrund fehlerhafter Zähleranlagen am Lieferfahrzeug gar nicht vollständig profitieren könnten. Ein Risiko, das sich heute durch das RAL-Gütezeichen Energiehandel für überprüfte Heizölanbieter vermeiden lässt. Lieferanten mit ungenauer Abrechnung oder ungeeichten Zähleranlagen würden im Rahmen der umfangreichen Kontrollen für dieses Prädikat sofort auffallen. Das Gütezeichen signalisiert Zuverlässigkeit beim gesamten Liefervorgang sowie eine Messtechnik ohne Beanstandungen.
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