21. Mitteldeutsche Immobilientage
14.11.2014 / ID: 180372
Immobilien
"Bitte würgen Sie den Wohnungsbau nicht ab", appellierte Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) zum Auftakt der 21. Mitteldeutschen Immobilientage (11./12. November) in Leipzig an die Politik.
Zwei Tage trafen sich rund 120 führende Entscheider der Immobilien-Branche auf Einladung des BFW Mitteldeutschland, um sich über den Wandel des Marktes und der immobilienpolitischen Gesetze auszutauschen. Der 1. Tag stand im Zeichen politischer Veränderungen durch Stadtumbau, Mietpreisbremse und Energiewende. Landtagsabgeordneten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Klimaskeptiker Prof. Fritz Vahrenholt trafen hier auf die Praxis mitteldeutscher Immobilienfirmen. Tag zwei ging mit Fachvorträgen führender Wissenschaftler, Bauträger und Rechtsexperten in die Tiefe. Die Foren zu den Problemen von Denkmalimmobilien, Bautechnik und Energieeffizienz von Immobilien stießen dabei auf besonders großes Interesse.
"Wir werden künftig nur noch günstige Wohnungen im Bestand haben. Preiswerter Neubau ist nicht mehr möglich", betont Frank Müller, Vorstandsvorsitzender des BFW Mitteldeutschland zur Eröffnung der 21. Mitteldeutschen Immobilientage. Egal ob neue Auflagen zu Mieten, Denkmalschutz oder Dämmung anstehen - die Kosten trägt immer noch allein der Vermieter. So befürchten die Unternehmen, dass die Kombination aus Mietpreisbremse, Abschaffung der Denkmal Afa, Erhöhung der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 und den gestiegenen Bau- und Energiepreisen letztendlich dazu führt, dass Unternehmen nicht mehr in der Lage sind so zu bauen, dass die Mieten bezahlbar bleiben. Gerade das aber ist in Großstädten wie Dresden und Leipzig politisch gewünscht. "Es geht hier um die Wohnung der Wähler. Das hat die Politik nicht verstanden", fasst Andreas Ibel die Kritik der privaten Immobilienwirtschaft zusammen.
Der BFW Mitteldeutschland ist sicher, dass die gesamtgesellschaftlich gewünschten Aufgaben der Immobilienwirtschaft allein nicht mehr lösbar sind. So führt bereits die aktuelle EnEV 2014 zu Kostensteigerung um die 10 Prozent beim Neubau. Dazu kommt, dass Bund, Länder und Kommunen über Steuern für ein Drittel der Miete verantwortlich sind (Berechnung Pestel-Institut Hannover). Nur den wenigsten ist bewusst, dass Vermieter dieses Geld bereits beim Bau der Wohnung ausgeben müssen, indem sie u.a. Grunderwerbssteuer, Mehrwertsteuer bei Baustoffen und Sozialabgaben für Bauarbeiter zahlen. Nur über die Miete ist es möglich, diese Ausgaben zu refinanzieren.
Vor diesem Hintergrund fordert der BFW Mitteldeutschland einen Stopp weiterer Verordnungen, die das Bauen unnötig verteuern. Dazu gehören ein Bekenntnis zur Grunderwerbssteuer von 3,5 Prozent, verlässliche Rechtsgrundlagen zur Mietpreisbremse und eine Verwendung der Bund-Länder-Finanzhilfen für die Wohnraumförderung. Angesichts der steigenden Anzahl Senioren benötigen die Unternehmen ebenfalls dringend einen Ausgleich für Mehraufwendungen für behindertengerechten Ausbau.
http://www.bfw-md.de/
BFW Landesverband Mitteldeutschland e.V.
Turnerweg 6 01097 Dresden
Pressekontakt
http://www.wundr.de/
W&R Immocom
Trufanowstr. 33 04105 Leipzig
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Steffen Bieder
02.06.2015 | Steffen Bieder
"Bedarfsgerechter Neubau ist die wichtigste Aufgabe"
"Bedarfsgerechter Neubau ist die wichtigste Aufgabe"
26.02.2015 | Steffen Bieder
Energiepreisbremse statt Mietpreisbremse
Energiepreisbremse statt Mietpreisbremse
05.12.2014 | Steffen Bieder
BFW bringt Alternative für Probleme mit Mietpreisbremse in Bundestag ein
BFW bringt Alternative für Probleme mit Mietpreisbremse in Bundestag ein
02.12.2014 | Steffen Bieder
Bürokratie behindert Wohnungsbau
Bürokratie behindert Wohnungsbau
27.11.2014 | Steffen Bieder
Thüringens Bauträger schlagen Alarm
Thüringens Bauträger schlagen Alarm
Weitere Artikel in dieser Kategorie
13.02.2026 | RS Immobilieninvest GmbH
Immobilienkauf im Rheinland: Warum Nachbarschaft zum Standortfaktor wird
Immobilienkauf im Rheinland: Warum Nachbarschaft zum Standortfaktor wird
12.02.2026 | 2Immobilien GmbH
A Herz für Immobilien: 2Immobilien aus Penzberg vermittelt engagiert und erfolgreich Immobilien
A Herz für Immobilien: 2Immobilien aus Penzberg vermittelt engagiert und erfolgreich Immobilien
12.02.2026 | DIFEPimmobilien - Immobilienmakler Westerstede & Ammerland
DIFEPimmobilien - Ihr Immobilienmakler in Westerstede & Ammerland und Umgebung
DIFEPimmobilien - Ihr Immobilienmakler in Westerstede & Ammerland und Umgebung
12.02.2026 | Rothbaum Invest
Rothbaum Invest stärkt Position als Immobilienmakler Wiesbaden
Rothbaum Invest stärkt Position als Immobilienmakler Wiesbaden
11.02.2026 | VALOGIS Immobilien AG
VALOGIS Immobilien AG setzt auf regionale Marktkenntnis und transparente Immobilienvermittlung
VALOGIS Immobilien AG setzt auf regionale Marktkenntnis und transparente Immobilienvermittlung

