Krebskranke Kinder vor Spätfolgen schützen
14.04.2014 / ID: 163779
Medizin, Gesundheit & Wellness
sup.- Wichtiger Hinweis für alle Eltern, bei deren Nachwuchs eine Krebsdiagnose gestellt wurde. Diese schockierende Nachricht erhalten in Deutschland jährlich rund 1.800 Kinder unter 15 Jahren. Wenn als ein Teil der Krebstherapie eine Bestrahlung in Frage kommt, sollte unbedingt nicht die herkömmliche Form mit Röntgen, sondern die innovative Methode mit Protonen gewählt werden. Der Grund: Die noch nicht ausgereiften, wachsenden Gewebe und Organe bei Kindern sind besonders anfällig für Strahlenschäden. Wegen der noch langen Lebensspanne bei Heilung haben sie zudem ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines strahlenbedingten Zweittumors. "Bei der millimetergenauen Präzisionsbestrahlung mit Protonen wird anders als bei Röntgen die meiste Energie erst unmittelbar im Zielvolumen abgegeben. Dadurch wird das umliegende gesunde Gewebe weitestgehend geschont", erläutert Prof. Barbara Bachtiary, Leiterin des Ärzteteams am Rinecker Proton Therapy Center (http://www.rptc.de) (www.rptc.de) in München. Diese Einsparung von Dosisbelastung führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Kinder nach der Behandlung.
Die Krankenkassen unterstützen die Nutzung der Protonentherapie für Kinder. Bislang wird diese schonendere und gleichzeitig effizientere Art der Bestrahlung in München, Essen, Heidelberg und Berlin (nur Augentumore) angeboten, weitere Anlagen sind in Planung. Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) empfiehlt in ihren Leitlinien ausdrücklich, dass bei krebserkrankten Heranwachsenden die Protonentherapie bevorzugt werden sollte. "Die Protonenbestrahlung ermöglicht eine Reduzierung der Akut- und Spätnebenwirkungen sowie der Gefahr, einen Sekundärtumor zu entwickeln", bestätigt Prof. Bachtiary.
Kinder Spätfolgen Protonentherapie Krebsdiagnose Prof. Barbara Bachtiary Rinecker Proton Therapy Center www.rptc.de DEGRO Sekundärtumor
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