Pressemitteilung von Ilona Kruchen

Mehr Lebensqualität für Asthmatiker


09.11.2015 / ID: 209916
Medizin, Gesundheit & Wellness

sup.- Asthmatiker profitieren von regelmäßigem aeroben Ausdauertraining wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Wandern in ganz besonderem Maße. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Sao Paulo unter Leitung von Dr. Andrezza Franca-Pinto. Die Wissenschaftler hatten 58 Teilnehmer mit moderatem bis schwerem Asthma entweder einer Übungs- oder einer Kontrollgruppe zugeordnet. Alle Probanden erhielten eine Schulung und führten zweimal wöchentlich Atemübungen im Rahmen eines Yogaprogramms durch. Die Teilnehmer der Übungsgruppe absolvierten zusätzlich zweimal wöchentlich für 35 Minuten ein aerobes Training. Die Auswertung zeigte nach drei Monaten bei den Patienten der Übungsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe einen deutlichen Rückgang der bronchialen Überempfindlichkeit, eine Senkung der Spiegel von Entzündungsmarkern im Blut sowie generell eine Optimierung der Lebensqualität.

Die Studie sollte Asthma-Patienten motivieren, ergänzend zur medikamentösen Therapie mit einem regelmäßigen Bewegungsprogramm zur Verbesserung ihrer gesundheitlichen Situation beizutragen. Voraussetzung für den Erfolg des aeroben Trainings ist allerdings, dass die bei Asthma notwendige Dauermedikation mit bronchienerweiternden und entzündungshemmenden Wirkstoffen korrekt und regelmäßig erfolgt. Fehler bei der Anwendung der hierzu erforderlichen Inhalationsgeräte sowie mangelnde Therapietreue sind Studien zufolge aber bei Asthma-Patienten weit verbreitet. Deshalb fordert der Lungenfacharzt Dr. Thomas Voshaar (Lungenklinik Bethanien, Moers): "Wenn ein Patient trotz einer Behandlung mit hochwirksamen Medikamenten symptomatisch ist, sollten zunächst alle Maßnahmen zur Optimierung der Inhalationstherapie ausgeschöpft werden." Empfehlenswert ist in solchen Fällen die Verordnung von Inhalatoren der neuen Generation (z. B. Foster Nexthaler), die deutlich patientenfreundlicher sind als herkömmliche Systeme. Dank einer dreifachen Rückmeldung (optisch, akustisch sowie sensorisch) weiß der Patient bei diesen innovativen Geräten genau, ob die Wirkstoff-Einnahme erfolgreich war. Und nur ein medikamentös gut eingestellter Asthma-Patient ist in einer körperlichen Verfassung, die es ihm ermöglicht, durch aerobes Training seine Lebenssituation verbessern zu können.
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