Atemwegserkrankungen im Blickpunkt
23.11.2015 / ID: 211112
Medizin, Gesundheit & Wellness
sup.- Die Inhalation von Medikamenten ist zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale sowie chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) die Therapie der ersten Wahl. Insbesondere im Vergleich zur Einnahme von Tabletten (orale Gabe) hat die Inhalation von Wirkstoffen laut Informationen des Lungenfacharztes PD Dr. Christian Geßner (Universitätsklinikum Leipzig) zahlreiche Vorteile: Schon eine geringe Dosierung der Substanzen ist dank der lokal begrenzten Wirkung effektiv. Es kann je nach Medikament ein schneller Wirkbeginn wie auch eine lang anhaltende Wirksamkeit erzielt werden. Unerwünschte Nebenwirkungen sind sowohl aufgrund der geringen Dosierung als auch der örtlichen Begrenzung auf die Lunge gering. Diese Vorzüge sind bei der Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen von großer Bedeutung, weil diese Indikationen fast immer eine Dauermedikation erfordern. Zumeist kommen dabei auch entzündungshemmende Substanzen (Kortikosteroide) zum Einsatz. Bei diesen äußerst wichtigen Wirkstoffen gilt der Grundsatz "so viel wie nötig, so wenig wie möglich", der sich mit der Inhalationstherapie optimal realisieren lässt.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen haben in jüngster Zeit noch einmal zu einer weiteren Verbesserung der Inhalationstherapie beigetragen. Studien haben gezeigt, dass bei Asthma sowie bei COPD die Entzündung und der hierdurch bedingte strukturelle Umbau gerade auch in den kleinen Verästelungen des Bronchialbaums entscheidend zur Symptomatik beitragen. Deshalb ist bei Forschungsprojekten zunehmend die Größe der Wirkstoffpartikel in den Blickpunkt gerückt: "Nur Wirkstoffteilchen mit einem maximalen Durchmesser von etwa 1,5 µm können bis in die kleinen Atemwege vordringen", betont der Lungenfacharzt Dr. Harald Mitfessel (Remscheid). Solch einer Größenordnung entsprechen extrafeine Fixkombinationen aus entzündungshemmenden und bronchienerweiternden Substanzen, wie sie z. B. in den innovativen Inhalationssystemen des Herstellers Chiesi (Präparat Foster sowie Foster Nexthaler) enthalten sind. "Extrafeine Partikel gelangen - eine korrekte Inhalation vorausgesetzt - bis in die Peripherie. Im Gegensatz zu den größeren Partikeln neigen die extrafeinen kaum dazu, sich am Gaumen, am Zäpfchen oder am Kehlkopf abzusetzen", bestätigt der Lungenfacharzt Dr. Ronald Doepner (Dortmund).
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