Warnzeichen für Lungenkrebs ernst nehmen
17.09.2012 / ID: 78844
Medizin, Gesundheit & Wellness
sup.- Lungenkrebs ist eine sehr häufige Krebserkrankung, die sich erst vergleichsweise spät durch Symptome und Beschwerden bemerkbar macht. Als Ursache für diese Erkrankung wird zu 85 Prozent Nikotinkonsum verantwortlich gemacht. Bei neu einsetzendem und über Wochen anhaltendem Husten oder der Verschlimmerung eines chronischen Hustens sollten deshalb insbesondere Raucher unbedingt einen Arzt aufsuchen. Weitere Anzeichen für ein Lungenkarzinom sind laut Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums Kurzatmigkeit, Abgeschlagenheit sowie Gewichtsverlust. Kommen Auswurf mit Blutbeimengungen, Schmerzen, Fieberschübe oder Atemnot hinzu, sind dies Warnsignale, die sofort zum Arzt führen sollten. Mit einer Computertomographie (CT) kann dann abgeklärt werden, ob sich der Verdacht auf einen Tumor in der Lunge bestätigt.
Ein operativer Eingriff ist bei Lungenkrebs oft nicht möglich. Bei der Therapie stehen deshalb zumeist die Chemotherapie und Bestrahlung im Vordergrund. Neu ist die Option, dass Patienten statt mit Röntgenstrahlen mit Protonenstrahlen behandelt werden können. Laut einem juristischen Gutachten darf eine herkömmliche Röntgenbehandlung nicht mehr eingeleitet werden, wenn eine Protonentherapie verfügbar ist. Der Grund: Diese innovative Form der Bestrahlung sichert bei zumindest gleichem therapeutischen Nutzen eine geringere Strahlenexposition im gesunden Gewebe. Aufgrund der größeren Schonung der Patienten und der höheren dreidimensionalen Zielgenauigkeit wird die Protonentherapie bereits seit Jahren in den USA und Japan erfolgreich bei Krebstumoren durchgeführt. Seit über drei Jahren steht auch in Europa das erste Protonen-Scanning Therapiezentrum für die Patienten offen: das Rinecker Proton Therapy Center (RPTC) in München. "Protonen geben ihre höchste Energie unmittelbar im Tumor ab. Hinter dem Krebsherd findet keine Strahlung statt. Der gegenseitige gesunde Lungenflügel wird also völlig ausgespart", erläutert Prof. Barbara Bachtiary vom RPTC. Weitere Informationen können Patienten unter http://www.rptc.de (http://www.rptc.de)abrufen.
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