Fachkräftemangel dominiert trotz Konjunkturflaute - Arbeitgeber sehen Verhandlungsmacht bei Bewerbenden
22.07.2025 / ID: 430871
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Eschborn, Juli 2025 - Die deutsche Konjunktur stagniert, doch der akute Mangel an Fach- und Arbeitskräften bleibt aus der Sicht der Wirtschaft mit Abstand die größte Herausforderung. Das zeigt die aktuelle Randstad-ifo-HR-Befragung für das zweite Quartal 2025: Für 52 % der befragten Unternehmen ist der Arbeits- und Fachkräftemangel derzeit relevanter als ein möglicher Stellenabbau. Nur 9 % berichten, dass ein Abbau von Arbeitsplätzen aktuell die größere Sorge darstellt.Die Relevanz des Arbeits- und Fachkräftemangels nach Unternehmensgröße:
- Bis 49 Mitarbeitende: 49% nennen den Fachkräftemangel als Hauptthema, nur 7% Stellenabbau
- 50-249 Mitarbeitende: 60% Fachkräftemangel, 10% Stellenabbau
- 250-499 Mitarbeitende: 58% Fachkräftemangel, 17% Stellenabbau
- Ab 500 Mitarbeitende: Nur 40% Fachkräftemangel, dafür 14% Stellenabbau.
"Die Zahlen zeigen klar: Der Fachkräftemangel ist kein vorübergehendes Phänomen - er ist zum strukturellen Engpass und selbst zur Wachstumsbremse geworden", erklärt Henri Viswat, CEO von Randstad Deutschland. "Wer über konjunkturelle Impulse spricht, muss auch den Fachkräftemangel adressieren. Ohne eine funktionsfähige Talentstrategie in Unternehmen und einen konkreten Plan der Politik werden viele andere Maßnahmen ins Leere laufen."
Verhandlungsmacht liegt bei Bewerbenden - besonders im Handel und in kleinen Unternehmen
Die anhaltende Arbeitskräftelücke widerspricht auch dem verbreiteten Eindruck, die Kräfteverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt würden sich zugunsten von Arbeitgebern verschieben. Denn fast die Hälfte der Unternehmen (49 %) sieht Bewerbende in einer stärkeren Verhandlungsposition im Einstellungsprozess, 40 % betrachten das Kräfteverhältnis als ausgeglichen. Nur 11 % schreiben sich selbst - also den Arbeitgebern - die dominierende Rolle zu.
Besonders ausgeprägt ist diese Wahrnehmung:
- Im Handel: 56% sehen die stärkere Position bei den Arbeitnehmenden, nur 5% bei sich selbst.
- Bei kleinen Unternehmen (bis 49 Mitarbeitende): 57% sehen Bewerbende in der besseren Ausgangslage, nur 7% sehen sich selbst im Vorteil.
- In Großunternehmen (ab 500 Mitarbeitende): Das Verhältnis ist ausgeglichener: 40% sehen die Verhandlungsmacht bei Bewerbenden, 12% bei sich selbst.
Die Studie macht deutlich: Auch in der aktuellen wirtschaftlich angespannten Lage gibt es viel Potenzial für Unternehmen, ihr Recruiting und ihre Mitarbeiterbindung zu optimieren. "Der Arbeitskräftemangel ist längst mehr als ein HR-Thema. Er ist ein Geschäftsrisiko - und gleichzeitig eine Chance für Unternehmen, sich mit einer überzeugenden Arbeitgebermarke nachhaltig zu positionieren", so Henri Viswat. "Offenheit für neue Ideen, moderne Führung und Weiterbildungsangebote sind nur einige Ansätze, mit denen Unternehmen zur eigenen positiven Wahrnehmung beitragen - und langfristig Talente anziehen."
Über die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q2 2025 . Die Umfrage wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt und erschien bisher unter dem Namen Randstad-ifo-Personalleiterbefragung. Die Studie befragt 500 bis 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen. Die Sonderfragen im zweiten Quartal 2025 drehen sich um den Personalbestand sowie seine Entwicklung in Unternehmen mit Blick auf Qualifikationen, Künstliche Intelligenz und ausländische Fachkräfte.
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